Die Nachricht traf Deutschland wie ein Paukenschlag: Die legendären Kessler-Zwillinge sind im Alter von 89 Jahren gemeinsam in ihrem Haus in Grünwald gestorben – und sogar ihr letzter Wille birgt noch Überraschungen.
Abschied von zwei Ikonen

Die Unterhaltungswelt trauert: Alice und Ellen Kessler, seit den 1950er-Jahren als Show-Phänomen gefeiert, sind nicht mehr. Fans, Kollegen und Weggefährten erinnern sich an glitzernde Fernsehshows, rasante Cancan-Schritte und den unnachahmlichen Gleichklang, der beide zu internationalen Stars machte.
Noch größere Bestürzung ruft die Art ihres Abschieds hervor. Die Schwestern wählten den selbstbestimmten Weg, planten jedes Detail – vom letzten Auftritt bis zur gemeinsamen Urne.
Weiter geht’s mit ihrer finalen Entscheidung, die sie noch zu Lebzeiten trafen …
Ein letzter gemeinsamer Akt

Selbst in ihren letzten Tagen blieben die Zwillinge unzertrennlich. Berichten zufolge entschieden sie sich für einen assistierten Suizid, entschlossen, kein langes Leiden hinzunehmen. Ihr Credo lautete stets: „Selbstbestimmtheit bis in den Tod.“
Zu diesem Plan gehörte auch, alle Formalitäten rechtzeitig zu ordnen. So griffen sie noch einmal zum Füller, um ein Dokument zu unterschreiben, das ihren Nachlass in neue Bahnen lenkte.
Und genau dieses Dokument sorgt nun für Staunen – denn es trägt zwei frische Unterschriften …
Das Testament – zweimal neu unterzeichnet

Im Herbst 2023 änderten die Schwestern ihr Testament, doch damit nicht genug: Zwei Jahre später setzten sie erneut ihre Signaturen darunter, motiviert von dem Gedanken, „nicht alles in einen Topf zu schmeißen“, wie Ellen 2024 erklärte.
Weil sie unverheiratet und kinderlos blieben, schien ihr Vermögen ursprünglich einer einzigen Hilfsorganisation zuzufallen. Doch die Zwillings-Legenden beschlossen, den Kreis der Begünstigten zu erweitern.
Wer sich über diese plötzliche Großzügigkeit freuen darf, klären wir im nächsten Abschnitt …
Wer jetzt vom Vermögen profitiert

Nach der letzten Änderung fließt das Geld nicht nur an Ärzte ohne Grenzen, sondern wird unter mehreren Institutionen aufgeteilt: UNICEF, die Christoffel-Blindenmission (CBM), das Paul-Klinger-Künstlersozialwerk und die Deutsche Stiftung Patientenschutz erhalten jeweils einen Anteil. Die genaue Summe bleibt ihr Geheimnis – doch die Schwestern ließen durchblicken, dass sie „sehr gut verdient“ und „klug angelegt“ hätten.
So setzt das Duo ein letztes Zeichen: Statt glamouröser Erbstreitigkeiten hinterlassen sie eine Millionen-Spende für Kinder, Kranke und Künstler in Not.
Was bleibt außer Zahlen auf einem Konto? Ein Vermächtnis, das über Generationen wirkt …
Ihr wahres Erbe: mehr als Geld

Neben den großzügigen Zuwendungen ist es vor allem die Erinnerung an zwei Frauen, die Bühnen und Bildschirme mit unvergleichlicher Eleganz eroberten. Ihre Filme, Shows und Lieder sind fester Bestandteil deutscher Popkultur – und inspirieren bis heute junge Talente.
Und selbst ihr Abschied spiegelt den berühmten Gleichschritt wider: gemeinsam bis zuletzt, vereint in einer Urne, verewigt in zahllosen Herzen. Das Geld verteilt, die Legende unsterblich – die Kessler-Zwillinge haben ihr Finale ganz nach eigenem Drehbuch inszeniert.

