Carolin Kebekus über die Zeit nach der Geburt: „Ich hab wahnsinnig viel geheult“

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Carolin Kebekus spricht so offen wie nie über die ersten Monate nach der Geburt – und überrascht mit Geständnissen, die jede frischgebackene Mutter sofort wiedererkennt.

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Die unerwartete Gefühlsflut

Image: IMAGO / Klaus W. Schmidt
Image: IMAGO / Klaus W. Schmidt

Kaum war das Baby da, stürzten sich Hormone, Schlafmangel und völlig neue Sorgen auf die sonst so toughe Komikerin. Plötzlich fand sie sich im Bad wieder, das Neugeborene in einem Wäschekorb neben dem Waschbecken, weil beide Hände zum Zähneputzen gebraucht wurden – ein Bild voller Komik und Überforderung zugleich.

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Statt Jubel und rosaroter Wolke kamen Tränen. „Ich hab wahnsinnig viel geheult“, gesteht Kebekus rückblickend. Die Heul‐Attacken überraschten selbst sie und machten klar, dass der wahre Kraftakt nach der Entbindung erst begann.

Lass uns anschauen, wie Humor zum Rettungsring in stürmischen Tagen wurde.

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Zwischen Lachen und Tränen

Image: IMAGO / BREUEL-BILD
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Auf der Bühne fegt sie pointensicher über gesellschaftliche Missstände, zu Hause jedoch kämpfte sie mit Selbstzweifeln. Kebekus stellte fest, dass Komik zwar Ventil sein kann, aber keine Wunderwaffe gegen Stillprobleme oder Baby-Schreie um drei Uhr nachts.

Doch gerade in den stillen Momenten entstand der Stoff für neue Gags – scharf beobachtete Alltagskatastrophen, die das Publikum heute laut bejubelt.

Weiter geht’s mit dem Thema, das ihr am meisten Schmerzen bereitete – körperlich wie seelisch.

Der Kampf ums Stillen

Image: AI
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Die 45-Jährige hatte geglaubt, Stillen funktioniere „einfach so“. Stattdessen lernte sie, dass Mutter und Kind das Zusammenspiel üben müssen. Dass es wehtut. Und dass jeder Fehlversuch das schlechte Gewissen größer macht.

Während sie beim Pumpen saß, ratterten Gedanken: „Bin ich die Einzige, bei der das nicht klappt?“ Diese Erfahrung goss sie später in entwaffnend ehrliche Passagen ihres neuen Buches – inklusive kurioser Tipps aus dem Internet, die mehr Komik als Hilfe boten.

Doch nicht nur körperliche Hürden setzten ihr zu – auch kritische Stimmen von außen rüttelten an ihrem Selbstbild.

Gesellschaftlicher Druck und Altersdebatte

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Mit 43 Mutter werden? „Unfassbar alt!“, meinten Social-Media-Kommentatoren. Kebekus staunte, wie schnell Mütter bewertet werden, während Väter schon für einen Windelwechsel gefeiert werden.

Dieser Doppelmoral begegnete sie mit Sarkasmus, aber innerlich nagte sie an ihr. Das brachte sie auf die Idee zu „8000 Arten, als Mutter zu versagen“ – eine Abrechnung mit Erwartungen, die keine Frau erfüllen kann.

Im nächsten Abschnitt wird klar, warum sie ihre Geschichte trotz aller Zweifel öffentlich teilt.

Aufklärung: Was Müttern niemand sagt

Image: AI
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Kebekus will Tabus brechen: Wochenbett-Einsamkeit, Milcheinschuss, Endlosschuldgefühle – Themen, die selten auf Baby-Shower-Karten stehen. Ihr Ziel ist, anderen Frauen schon vor der Geburt klarzumachen, dass Perfektion Illusion ist.

Sie sammelt Erfahrungsberichte, spricht im Podcast mit Hebammen, lässt Expertinnen nackt die Fakten auf den Tisch legen. „Wenn wir ehrlich sind, heulen wir alle“, sagt sie – und erntet Dankbarkeit von Müttern, die sich endlich verstanden fühlen.

Doch wie verarbeitet eine Frau der Öffentlichkeit diese Erfahrungen kreativ? Der letzte Slide zeigt, wohin die Reise geht.

Ein neues Kapitel: Buch, Tour und Hoffnung

Aus dem Tränenmeer entstand ein Programm: 2026 startet die „Heul doch!“-Tour, bei der Kebekus Lachen und Aufklärung vereint. Jede Eintrittskarte enthält einen Gutschein für lokale Stillberatungen – ein Novum in der Comedy-Welt.

Ihr Buch klettert währenddessen die Bestsellerlisten hoch; Erlöse spendet sie an Initiativen für postpartale Unterstützung. „Am Ende“, sagt sie, „waren die Tränen Dünger für etwas Größeres.“

Bleibt nur die Frage: Welche gesellschaftlichen Tabus nimmt die Kölnerin als Nächstes ins Visier? Wir dürfen gespannt sein.

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