Schwere Explosionen, endlose Sirenen und ein völlig gesperrter Luftraum – die sonst so fröhliche „Fernsehgarten“-Moderatorin Andrea Kiewel wurde mitten im Iran-Israel-Krieg von der Realität eingeholt. Was sie in Tel Aviv erlebte, erzählt sie jetzt erstmals ausführlich.
Der unerwartete Ausnahmezustand: Bombenalarm in Tel Aviv

Plötzlich heulte mitten in der Nacht die Warn-App auf, dann dröhnten die Sirenen: „Bitte suchen Sie sofort den nächsten Schutzraum!“ Für Andrea Kiewel begann der 12. Juni 2025 mit Herzrasen. Aus dem Schlafzimmer stolperte sie direkt in den Flur, ihr Smartphone in der Hand, die Schritte ihres Partners dicht hinter ihr.
Die ersten Explosionen waren in der Ferne zu hören, doch die Druckwellen spürte man auch im Stadtzentrum. In den Sekunden, bevor die Haustür ins Schloss fiel, dachte Kiwi nur: Bleibt das hier jetzt ein einzelner Angriff oder fängt gerade etwas Größeres an?
Weiter geht es mit dem überraschenden Rückschlag, der ihr Jubiläum veränderte …
Ein Jubiläum in weiter Ferne: „Fernsehgarten“ ohne Kiwi

Eigentlich hätte die Moderatorin am 22. Juni ihr 25-jähriges „Fernsehgarten“-Jubiläum feiern sollen. Doch die Raketensperre ließ keinerlei Flüge aus Israel zu. Während in Mainz Konfetti regnete, saß Kiwi in Tel Aviv auf gepackten Koffern.
Von der Hotelterrasse aus verfolgte sie via Livestream, wie Kollegen improvisierten. „Meine Sorge, wir könnten unser Leben verlieren, war größer“, gesteht sie heute. Ein Satz, der begreiflich macht, weshalb Champagnergläser diesmal leer blieben.
Doch der größte Schock kam erst, als die Warnsirene erneut aufheulte …
Minuten, die wie Stunden wirkten: Schutz im Bunker

Unter einer Tiefgarage hockten Dutzende Menschen, eng aneinandergepresst. Kiwi hielt das Handy ans Ohr, um Kontakt zur Redaktion in Mainz zu halten. 14 Minuten lang bebte der Betonboden, der Geruch von Staub lag in der Luft.
Als die Entwarnung erfolgte, begann das Zittern erst richtig. „Ich habe das Adrenalin noch Tage später gespürt,“ sagt sie rückblickend. Von außen unsichtbar, innen ein Gewitter.
Doch noch zermürbender war die Angst um einen ganz bestimmten Menschen …
Angst um die Liebe: Ihr Verlobter als Soldat an der Front

Kiewels Partner, ein israelischer Offizier, war im Norden stationiert. Jede Push-Nachricht, jeder Telefonanruf konnte eine Katastrophe bedeuten. Drei Mal am Tag lugte sie zwischen Proben hinter die Kulissen, um ihn per Video zu erreichen.
„Wenn er sagte: Wir sind im Bunker, blieb mir die Luft weg“, schildert Kiwi. Die Hochzeit, längst geplant, rückte in weite Ferne. Gleichzeitig musste sie auf Sendung strahlen, als wäre nichts geschehen.
Wie sie das schaffte, zeigt der nächste Blick hinter die TV-Kulissen …
Doppelleben vor laufenden Kameras: Profi-Maske statt Panik

Nur Sekunden vor der Livesendung griff sie zum Mikrofon. Die Fingerknöchel weiß, die Lippen zu einem Lächeln geformt. „Ich schalte dann alles aus, was mich bedroht“, beschreibt sie ihre Technik des inneren Wechsels.
Dabei prasselten draußen Meldungen über neue Raketenangriffe ein. Im Studio jedoch tanzten Gäste, sangen Schlagerstars – Kontrastprogramm in Reinkultur. Kiwi lächelte, während ihr Herz raste.
Doch warum kehrt sie trotz allem immer wieder nach Israel zurück? Die Antwort liefert die letzte, entscheidende Wendung …
Endlich spricht sie Klartext: Warum Andrea Kiewel jetzt Hoffnung schöpft

In der RTL-Jahresrückblickssendung am 4. Dezember offenbarte die 60-Jährige: „Ich bleibe, weil ich hier Liebe, Familie und Zukunft sehe.“ Sie wolle nicht zulassen, dass Gewalt ihr Leben diktiere. Die Hochzeitspläne seien nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.
Gleichzeitig fordert sie mehr Bewusstsein für die Situation der Zivilbevölkerung. „Wir brauchen Mut und Menschlichkeit – dann gibt es ein Morgen ohne Sirenen,“ sagt sie. Damit endet ihre Geschichte nicht in Angst, sondern in Entschlossenheit – und genau das ist die stärkste Botschaft, die sie teilt.
Jetzt, da alle Karten auf dem Tisch liegen, wird klar: Die unruhigen Szenen in Israel haben Andrea Kiewel verändert – doch sie haben sie nicht gebrochen.

