Zwei Tage vor Weihnachten zieht eine ZDF-Sendung das Land in ihren Bann – doch was dort gesagt wird, klingt lange nach und lässt niemanden kalt.
Ein Rückblick voller Krisen – doch plötzlich wird es persönlich

Der große Jahresrückblick im ZDF beginnt wie gewohnt mit dramatischen Bildern: Kriege, Inflation, Klimasorgen. Moderator Markus Lanz hangelt sich durch zwölf chaotische Monate und stellt die Frage, wohin Deutschland 2026 steuert. Noch wirkt alles wie Fernsehen mit Sicherheitsnetz – bis der erste Studiogast das Wort ergreift.
Im Publikum steigt die Spannung, denn der Talk verspricht einen Moment, der weit über Statistiken hinausgeht. Welche Erkenntnis wartet im Studio? Und wer wird sie aussprechen? Ein erster Hinweis: Es ist eine Stimme, die man seit Jahrzehnten mit eindringlichen Appellen verbindet. Weiter geht’s mit einem Überraschungsauftritt, der die Studiolampen förmlich flackern lässt.
Ein prominenter Gast – und ein Land hält kurz den Atem an

Lanz führt ein in die innenpolitischen Turbulenzen des Jahres: eine neue Koalition, eine alte Vertrauenskrise, steigende Umfragewerte am rechten Rand. Während er spricht, fokussiert sich die Kamera auf einen besonderen Stuhl. Dort sitzt jemand, der selten Talkrunden besucht, aber immer Klartext redet.
Das Publikum raunt – noch schweigt der Gast, doch seine Körpersprache verrät Wut und Sorge zugleich. Wie scharf wird sein Urteil ausfallen? Gleich fällt der erste Satz, und er wird die Diskussion auf den Kopf stellen. Wer es ist? Das bleibt noch offen … Doch im nächsten Abschnitt fällt der Name – und ein ungefiltertes Statement, das selbst Lanz kurz sprachlos macht.
Herbert Grönemeyer bricht das Schweigen – und rechnet gnadenlos ab

Jetzt ist die Ruhrgebiets-Ikone nicht mehr zu übersehen: Herbert Grönemeyer richtet sich auf, blickt in die Kamera und sagt den Satz, der die Schlagzeilen bestimmen wird: „Dass mit dem Volk gesprochen wird, ist in den letzten zehn Jahren nicht passiert!“ Sein Vorwurf trifft Kanzleramt und Ex-Regierung gleichermaßen. Berlin habe sich in endlosen Koalitionsstreits verloren, während draußen Vertrauen erodiere.
Grönemeyer warnt: Demokratie sei kein Selbstläufer, kein Drogerie-Artikel. Sie müsse täglich verteidigt werden – durch klare Worte, echte Lösungen und vor allem durch Nähe zu den Menschen. Damit ist der Diskurs entfesselt – und Lanz legt nach. Gleich folgt die Frage, wer konkret Verantwortung trage und was jetzt geschehen muss.
„Wir wollen Lösungen – keine Schauläufe“: Forderungen an die Politik

Der Sänger vertieft seinen Appell: Statt parteitaktischer Manöver brauche es „Erwachsenwerden“. Kein Gas mehr aus Russland, kein bedingungsloser Schutzschild aus den USA – Deutschland müsse seine Probleme eigenständig lösen. Er lobt die Gesellschaft als „klug, humanistisch“, warnt aber vor Selbstverzwergung.
Lanz hakt nach: Wie konnte es so weit kommen? Grönemeyer nennt zwei Namen – Angela Merkel und Olaf Scholz – und bemängelt das Fehlen offener Bürgerdialoge. Das Studio ist mucksmäuschenstill, während er betont: „Jetzt reagieren wir. Jetzt wird gesprochen.“ Doch wer springt ihm bei? Das zeigt die nächste Runde.
Kommunalpolitiker kontern – und geben Einblick ins Stimmungsbarometer

CDU-Oberbürgermeister Dennis Rehbein beschreibt ein Klima der Unsicherheit in Hagen: Viele Bürger fühlten sich im Stich gelassen, objektive Kriminalstatistiken hin oder her. „Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen sich sicher fühlen“, sagt er – eine Steilvorlage für Grönemeyer, der mangelnden Mut zur klaren Sprache anprangert.
SPD-Kollege Sören Link nickt und warnt: Wenn die demokratische Mitte nicht liefert, füllt die AfD das Vakuum. Einigkeit herrscht an diesem Punkt: Lösungen zählen, nicht Schuldzuweisungen. Doch wie lassen sich Migrationsdebatte und Stadtbild-Kontroverse befrieden? Die Antwort führt zum vielleicht brisantesten Aspekt des Abends.
Die Stadtbild-Debatte und ein fatales Echo – Grönemeyers letztes Wort

Markus Lanz fragt: „Hat die Stadtbild-Debatte geholfen oder geschadet?“ Rehbein räumt ein, das Thema sei „zu pauschal“ geführt worden. Grönemeyer legt den Finger in die Wunde: Die Diskussion habe Ängste geschürt und der AfD Rückenwind verliehen. Fatal sei vor allem, dass die eigentlichen sozialen Probleme untergingen.
Zum Schluss schlägt der Musiker versöhnliche Töne an: Deutschland könne zeigen, „dass wir Krisen meistern, wenn wir endlich zuhören und handeln“. Sein Blick in die Kamera endet mit einem Versprechen: „Wir werden reden – diesmal wirklich.“ Damit schließt sich der Kreis eines Talks, der mehr war als Fernsehen: ein Weckruf kurz vor Jahresende. Gesprächsstoff für die Feiertage ist garantiert.

