Zuschauer-Desaster im Ersten: Stuttgart-„Tatort“ fällt gnadenlos durch – Fans machen ihrem Ärger Luft

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Der neueste Stuttgart-Tatort „Ex-It“ sorgt für Rekordquote – und einen Shitstorm, der lauter dröhnt als jede Einschaltzahlen-Statistik.

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Sonntagabend, Krimi-Zeit – Stuttgart übernimmt

Image: SWR/Benoît Linder
Image: SWR/Benoît Linder

Der Sonntagabend im Ersten gehört traditionell dem Tatort – so auch am 18. Januar. Dieses Mal führte der Weg nach Stuttgart, wo die Ermittler Thorsten Lannert und Sebastian Bootz wieder im Einsatz waren. Verkörpert werden sie seit Jahren von Richy Müller und Felix Klare.

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Der neue Fall trägt den Titel „Ex-It“ und versprach schon vorab ein düsteres, emotionales Szenario. Im Mittelpunkt steht das frühere It-Girl Pony Hübner – eine Frau, deren schillernde Vergangenheit längst verblasst ist.

Ein Fall, der an die Substanz geht

Image: IMAGO / Eibner
Image: IMAGO / Eibner

Pony Hübner, gespielt von Kim Riedle, meldet ihre beiden Kinder als vermisst. Schnell wird klar: Für eines der Kinder kommt jede Hilfe zu spät. Die Ermittlungen nehmen eine dramatische Wendung, während Lannert und Bootz verzweifelt versuchen, zumindest das zweite Kind lebend zu finden – und den Täter zur Strecke zu bringen.

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Was nach Hochspannung, Zeitdruck und emotionaler Wucht klingt, entwickelte sich jedoch anders als erwartet. Denn der Fokus der Folge verlagerte sich zunehmend weg vom eigentlichen Kriminalfall – hin zu den persönlichen Konflikten der Eltern.

Zuschauer reagieren verärgert

Image: SWR/Benoît Linder
Image: SWR/Benoît Linder

Genau dieser erzählerische Schwerpunkt sorgte bei vielen Fans für Unmut. In den sozialen Netzwerken machte sich bereits kurz nach der Ausstrahlung Frust breit. Vor allem die starke Betonung der Beziehungsprobleme der Eltern stieß auf Unverständnis – insbesondere vor dem Hintergrund, dass eines der Kinder bereits tot ist.

Auf dem offiziellen Instagram-Account der Reihe sammelten sich kritische Kommentare. „Wie langatmig kann ein Film sein! Ein Kind stirbt und die Eltern drehen sich nur um sich selbst!“, schrieb ein Zuschauer. Ein anderer kritisierte: „Die Emotionen der Eltern wirken völlig unrealistisch, wenn gerade ein Kind gestorben ist.“

„Zu lang, zu träge, zu wenig Tatort“

Image: IMAGO / 7aktuell
Image: IMAGO / 7aktuell

Auch auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) fiel das Urteil vieler Nutzer hart aus. Der Stuttgarter Krimi wurde wiederholt als schleppend beschrieben. „Der langweiligste Stuttgart-Tatort, den ich je gesehen habe“, lautete ein Kommentar.

Ein anderer ging noch weiter: „Der Stuttgarter Tatort knüpft nahtlos an Freiburg und Köln an – absolut zum Vergessen.“ Für diese Zuschauer fehlte es an Tempo, Spannung und klassischer Ermittlungsarbeit. Stattdessen dominierten Dialoge und emotionale Selbstbeschäftigung.

Eine Leistung, die heraussticht

Image: IMAGO / 7aktuell
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Doch der Krimi spaltete nicht nur – er brachte auch Lob ein. Besonders Kim Riedle wurde für ihre Darstellung gefeiert. Viele Zuschauer hoben hervor, dass sie der Figur des gescheiterten It-Girls Tiefe, Verletzlichkeit und Glaubwürdigkeit verliehen habe.

Kommentare wie „Die Hauptdarstellerin hat absolut überzeugt“ oder „Kim Riedle ist eine megagute Schauspielerin“ häuften sich. Einige Fans betonten sogar, dass der Film mit einem schwächeren Cast völlig hätte scheitern können – und gerade deshalb Respekt verdiene.

Ein Tatort, der polarisiert

Image: IMAGO / Hogreve
Image: IMAGO / Hogreve

Am Ende bleibt „Ex-It“ ein typischer Tatort-Fall, der weniger durch Spannung als durch emotionale Reibung auffällt. Während ein Teil des Publikums die ruhige, psychologische Erzählweise als Fehlgriff empfindet, sehen andere genau darin die Stärke der Episode.

Der Stuttgarter Tatort beweist damit einmal mehr: Er will nicht jedem gefallen – sondern Diskussionen auslösen. Und genau das ist ihm gelungen. Ob als Enttäuschung oder als mutiges Drama wahrgenommen: Über diesen Fall wird gesprochen.

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