Kaum eine Künstlerin spaltet die Schlager-Gemeinde derzeit so sehr wie Melissa Naschenweng. Ihre Reaktion darauf mag einige sicherlich überraschen.
Vom Newcomer zur festen Größe im Schlager

In nur wenigen Jahren hat sich Melissa Naschenweng an die Spitze der Schlagerwelt gespielt. Spätestens mit ihrem Album Kunterbunt gelang ihr 2017 der Durchbruch. Acht Jahre später setzte sie mit Alpenbarbie noch einen drauf: Platz eins der österreichischen Charts. Heute ist die Kärntnerin Stammgast in den größten Schlager-Shows, füllt selbst Konzerthallen und begeistert hunderttausende Fans online. Doch mit wachsender Bekanntheit wächst auch die Kritik – vor allem an ihrem Auftreten abseits der Musik.
Sexy Bühnenlooks sorgen für Diskussionen

Melissa Naschenweng ist bekannt für spektakuläre Auftritte, die Tradition und Moderne bewusst miteinander verbinden. Besonders ihre teils freizügigen Outfits sorgen regelmäßig für Gesprächsstoff. Beim Schlagerbooom überraschte sie zuletzt mit einem spontanen Outfitwechsel während der Live-Performance – ein Moment, der für viel Aufmerksamkeit sorgte. Auch bei Schlagerchampions zeigte sie sich selbstbewusst und stilsicher. Für Naschenweng gehört Mode zur Show dazu. Doch nicht jeder Zuschauer teilt diese Auffassung – vor allem im Netz wird ihr Look immer wieder kritisch kommentiert.
Kritik auf Social Media – besonders bei Instagram

Auf Instagram folgen der Sängerin rund 360.000 Menschen. Dort gibt sie nicht nur Einblicke in ihre Bühnenauftritte, sondern auch in ihr Privatleben. Bikini-Fotos, kurze Kleider und transparente Oberteile gehören ebenso dazu wie Schnappschüsse vom Tour-Alltag. Neben viel Lob tauchen jedoch auch kritische Stimmen auf. „Die Outfits haben wenig mit Schlager zu tun“, zitierte die ARD Schlagerwelt einen User. Schnell wird klar: Naschenweng polarisiert – und genau das stört einige ihrer Follower.
Deutliche Worte an ihre Kritiker
Dass sie diese Kommentare wahrnimmt, verschweigt Naschenweng nicht. Verständnis dafür hat sie allerdings kaum. Im Interview mit schlager.de wird sie deutlich: „Ein glücklicher Mensch würde niemals den Weg ins Internet finden und versuchen, andere fertigzumachen.“ Und weiter: „Ich mache nur Musik und zieh’ mich an. Es gibt so viele böse Menschen da draußen, und dann wird man kritisiert wegen eines Looks?! Das kann ich halt nicht verstehen, aber ist mir mittlerweile auch Wurst!“ Klare Worte, die zeigen: Die Sängerin lässt sich nicht kleinmachen.
Polarisieren als Erfolgsfaktor
Beeindrucken lassen will sich Melissa Naschenweng von der Kritik nicht. Sie geht ihren Weg konsequent weiter – auf der Bühne wie online. „Ich mache seit Jahren, was ich will, vor allem auf Social Media“, erklärt sie. Wenn sie unterwegs sei, teile sie einfach private Momente, ohne an mögliche Schlagzeilen zu denken. Nicht alles lese sie, aber sie komme gut damit klar, wenn negative Kommentare auftauchten. Warum sie polarisiere, könne sie selbst nicht genau sagen. Doch sie sieht darin auch etwas Gutes: „Weil man dann einfach mehr Menschen erreicht.“
Privat ganz anders – Mode als Leidenschaft

Abseits des Rampenlichts zeigt sich Naschenweng deutlich entspannter. Privat laufe sie gern im „Schlabberlook“ herum, verrät sie lachend. Auf der Bühne hingegen lebt sie ihre Leidenschaft für Mode aus. Die Wurzeln dafür liegen in der Familie. „Ich habe ganz viele Tanten, die das eigentlich schon immer vorgemacht haben. Die waren sehr fesch und figurbetont angezogen“, erzählt sie. Für Melissa Naschenweng ist Mode Ausdruck von Persönlichkeit – kein Provokationsmittel. Genau diese Mischung aus Bodenständigkeit und Selbstbewusstsein macht sie für viele Fans so faszinierend. Und sorgt dafür, dass man über sie spricht – musikalisch wie optisch.

