Der Musiker wird bald 75 – doch statt Jubiläumsjubel steht seine fragile Gesundheit im Fokus. Seltene Interviews enthüllen, wie dramatisch sein Alltag inzwischen aussieht und warum selbst kleinste Fortschritte heute große Siege sind.
Eine Karriere, die Generationen prägte

Über Jahrzehnte hinweg gehörte er zu den prägenden Stimmen der internationalen Musikszene. Seine Songs liefen im Radio rauf und runter, seine Konzerte füllten Arenen auf der ganzen Welt. Mehr als 50 Jahre stand er im Rampenlicht – zunächst mit einer der einflussreichsten Bands der Rockgeschichte, später als Solokünstler mit unzähligen Hits.
Doch in den letzten Jahren verschob sich der Fokus. Statt neuer Musik machten Meldungen über gesundheitliche Rückschläge die Runde. 2022 folgte schließlich der endgültige Abschied von der Bühne. Ein Schritt, der viele Fans schockierte – und Fragen aufwarf.
Wenn der Körper Grenzen setzt

Der Grund für das Karriereende war kein plötzlicher Entschluss, sondern die Folge jahrelanger Beschwerden. Der Musiker erklärte offen, dass sein Zustand ihn daran hindere, weiter aufzutreten. Besonders schmerzhaft für einen Schlagzeuger: Taubheitsgefühle in den Händen.
Diese seien eine Spätfolge einer Rücken- und Halswirbeloperation aus dem Jahr 2009. „Kaum noch einen Drumstick halten“ – mit diesen Worten beschrieb er seine Situation. Für jemanden, dessen Leben von Rhythmus und Präzision geprägt war, ein harter Einschnitt.
Rückzug und Gerüchte

Mit dem Abschied von der Bühne zog sich der Künstler zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Auftritte wurden rar, Interviews noch seltener. Bei der Abschiedstournee 2022 konnte er nur noch sitzend auftreten – ein Bild, das vielen Fans im Gedächtnis blieb.
Diese Zurückgezogenheit führte zwangsläufig zu Spekulationen. In sozialen Medien kursierten zuletzt sogar Gerüchte, er befinde sich in einem Hospiz. Sein Management reagierte umgehend und dementierte diese Behauptungen. Dennoch blieb die Sorge um seinen Gesundheitszustand groß.
Jetzt spricht die Legende selbst

Anlässlich seines 75. Geburtstags am 30. Januar meldete sich Phil Collins nun selbst zu Wort. In einem seltenen Interview im Eras gab der frühere Genesis\-Frontmann ein ehrliches Update.
„Es ist eine Dauerangelegenheit“, sagte er dort. „Alles, was bei mir schiefgehen konnte, ist auch schiefgegangen.“ Worte, die die Schwere der vergangenen Jahre widerspiegeln – und zugleich seine Offenheit zeigen.
Ein langer medizinischer Weg

Der Musiker berichtete von einer ganzen Reihe gesundheitlicher Rückschläge. Fünf Knieoperationen habe er hinter sich. Während eines Krankenhausaufenthalts infizierte er sich zudem mit COVID, woraufhin seine Nieren zu versagen begannen. „Alles schien gleichzeitig zusammenzukommen“, erklärte er.
Seine Mobilität ist stark eingeschränkt. Laufen kann er nur noch mit Krücken oder Gehstock. Auch im Alltag ist er auf Hilfe angewiesen: „Ich habe eine 24-Stunden-Pflegekraft, die dafür sorgt, dass ich meine Medikamente wie vorgeschrieben einnehme.“
Trotz allem ein versöhnlicher Blick

Trotz der langen Liste an Rückschlägen schlägt Phil Collins am Ende ruhige Töne an. „Die vergangenen Jahre waren einfach schwierig“, resümiert er – fügt aber hinzu: „Aber jetzt ist alles in Ordnung.“
Für Fans ist dieses Update ein seltenes, ehrliches Lebenszeichen. Es zeigt einen Mann, der viel verloren hat, aber nicht den Mut. Auch wenn die Bühne für ihn Geschichte ist, bleibt sein musikalisches Vermächtnis unantastbar – und begleitet Generationen weiter.

