Schonungslos ehrlich: Atze Schröder spricht offen über seine Geld-Angst

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Ein gemütliches TV-Gespräch – und plötzlich spricht einer der bekanntesten deutschen Comedians so offen wie nie über seine größte Sorge: das Geld.

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Drei Jahrzehnte Rampenlicht – und kein bisschen leise

Image: IMAGO / Funke Foto Services
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Seit rund 30 Jahren steht Atze Schröder auf der Bühne, provoziert, polarisiert und bringt ganze Hallen zum Beben. Und auch mit 60 Jahren denkt der Komiker nicht ans Aufhören. Im Gegenteil: Mit seinem neuen Programm „Lovemaschine“ ist er erneut auf Tour – energiegeladen, direkt und gewohnt scharfzüngig. Stoff für neue Pointen scheint ihm dabei nicht auszugehen. Doch hinter der lauten Bühnenfigur verbirgt sich längst ein nachdenklicher Mensch, der offen über das spricht, was ihn antreibt – und was ihn bis heute begleitet.

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Ein ehrliches Gespräch auf dem Roten Sofa

Image: IMAGO / Funke Foto Services
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In der NDR-Talkshow Das! Rote Sofa spricht Schröder mit Moderatorin Ilka Petersen ungewöhnlich offen über seine Biografie. Petersen hakt nach, als es um seine Motivation geht, weiterhin auf der Bühne zu stehen: „Du machst Comedy nur noch für dich selbst. Heißt das, du machst nur noch das, worauf du Lust hast?“ Schröders Antwort fällt eindeutig aus: „Ja“ – doch ganz so einfach ist es nicht. Denn das Publikum spielt für ihn nach wie vor eine zentrale Rolle.

Applaus ist wichtiger als Gage

Image: IMAGO / Future Image
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Atze Schröder stellt klar, dass er seine Auftritte keineswegs nur als Selbstverwirklichung versteht. „Ich mach das schon fürs Publikum“, sagt er und ergänzt, wie sehr er es liebt, „wenn die Hölle in der Halle los ist“. Der direkte Kontakt, das gemeinsame Lachen, die Reaktion der Menschen – all das treibt ihn an. Rein aus finanziellen Gründen würde er jedoch längst nicht mehr auf Tour gehen. „Wenn ich jetzt nach 30 Jahren aus finanziellen Gründen noch losziehen müsste, dann wäre ich ja wirklich bekloppt“, erklärt er trocken. Geld habe für ihn längst seine Macht verloren.

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Die Angst, die nie ganz verschwand

Image: IMAGO / Panama Pictures
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Doch Petersen erinnert sich an frühere Aussagen des Comedians – und trifft einen wunden Punkt. „Aber du hattest doch immer eine Angst davor, im Alter kein Geld zu haben, oder?“ Schröders Reaktion kommt ohne Zögern: „Absolut!“ Offen spricht er über seine Herkunft: „Ich komme aus einer Familie, wo nie viel Geld da war.“ Diese Erfahrung habe sich tief eingebrannt. Die Sorge, finanziell wieder dort zu landen, lasse einen nicht los. „Das hat mich immer begleitet“, sagt er ehrlich – auch in Zeiten des großen Erfolgs.

Disziplin statt Dekadenz

Image: IMAGO / Future Image
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Heute muss sich der frühere „Alles Atze“\-Star keine finanziellen Sorgen mehr machen. Schröder erklärt, dass er stets sparsam gelebt und über Jahre hinweg extrem viel gearbeitet habe. Kein Größenwahn, kein verschwenderischer Lebensstil – sondern Kontrolle und Vorsorge. Diese Haltung habe ihm Sicherheit gegeben. Und dennoch ist Geld für ihn kein Antrieb mehr. „Mit Geld kann man mich nicht mehr kriegen“, sagt er lachend und macht damit deutlich, wie sehr sich seine Prioritäten verschoben haben.

Lust statt Verpflichtung

Image: IMAGO / Future Image
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Zum Abschluss richtet Atze Schröder klare Worte an Ilka Petersen – und indirekt auch an sein Publikum: „Wenn ich irgendwo auf der Bühne stehe, oder auf dem Sofa sitze, kannst du sicher davon ausgehen, dass ich total Lust darauf habe.“ Es ist ein Satz, der viel über seinen heutigen Antrieb verrät. Keine Pflichttermine, keine Angst mehr vor dem Absturz – sondern bewusste Entscheidungen. Nach 30 Jahren im Rampenlicht steht Atze Schröder heute dort, wo er sein will: aus Überzeugung, mit Freude – und ohne den Druck, etwas beweisen zu müssen.

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