Ein einziger Satz reichte, um das Dschungelcamp am ersten Abend zu erschüttern: „Auch das ist gelogen.“ Seither steht Sänger Gil Ofarim im Zentrum eines Feuersturms aus Vorwürfen, Skepsis und offener Wut.
Große Erwartungen – und plötzliches Schweigen

Viele Zuschauer hatten fest damit gerechnet, dass Gil Ofarim im Dschungelcamp offen über den Skandal sprechen würde, der sein Leben seit 2021 überschattet. Damals hatte er einem Hotelmitarbeiter Antisemitismus vorgeworfen – ein Vorwurf, der sich später als falsch herausstellte. Doch gleich zu Beginn von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! überrascht der Musiker mit Zurückhaltung. Statt Klartext gibt es Andeutungen, Pausen und eine Erklärung, die viele ratlos zurücklässt.
Die Verschwiegenheitsklausel wirft Fragen auf

An Tag eins erklärt Ofarim, er würde „gerne viel erzählen“, dürfe es aber nicht. Der Grund: eine angebliche Verschwiegenheitsklausel. Zusätzlich lässt er durchblicken, dass seine Kinder eine Rolle spielen könnten. Konkreter wird er nicht. Für viele wirkt das widersprüchlich – vor allem, weil der Prozess längst abgeschlossen ist. Die Folge: Skepsis statt Verständnis.
Nachspiel im RTL-Talk

Im Anschluss an die Sendung wird das Thema im RTL-Format Die Stunde danach aufgegriffen. Besonders Jörg Dahlmann, selbst ehemaliger Camper, geht scharf mit Ofarim ins Gericht. Sein Urteil fällt eindeutig: „Ich glaube ihm kein Wort. Er macht das nur, damit er über das Thema nicht reden muss.“ Für Dahlmann steht fest: „Auch das ist gelogen.“
Unterschiedliche Deutungen, gleiche Zweifel

Während Dahlmann kein gutes Haar an Ofarims Auftritt lässt, versucht Filip Pavlović eine andere Lesart. Er glaubt, dass aus dem Musiker vor allem Angst spricht – die Sorge, seine Kinder nicht mehr sehen zu dürfen. Gleichzeitig warnt Pavlović: Sollte Ofarim später doch über den Hotel-Vorfall sprechen, wäre „der letzte Rest Glaubwürdigkeit“ verspielt.
Auch Promi-Runde zeigt sich kritisch

Die Skepsis beschränkt sich nicht auf die männlichen Stimmen. Auch Gastgeberin Olivia Jones findet deutliche Worte. Für sie passt es nicht zusammen, freiwillig ins Camp zu gehen, aber ausgerechnet das Thema auszuklammern, das die Öffentlichkeit am meisten bewegt. Dahlmann legt nach und bezeichnet die Erklärung erneut als „Mumpitz“, spekuliert sogar über anwaltliche Ratschläge im Hintergrund.
Offene Fragen bleiben

Zum Abschluss meldet sich auch Moderatorin Angela Finger-Erben zu Wort. Sie fragt sich öffentlich, wem gegenüber diese Verschwiegenheitsklausel überhaupt unterzeichnet worden sein soll. „Man möchte Antworten haben“, fasst sie zusammen – und trifft damit den Nerv vieler Zuschauer. Ob Gil Ofarim diese Antworten im Laufe der Staffel doch noch liefern wird oder weiterhin schweigt, bleibt eine der zentralen Fragen dieser Dschungelcamp-Saison.

