Janine Kunze stellt sich mutig der Debatte – und überrascht mit einer klaren Botschaft, die erst ganz am Schluss ihr ganzes Gewicht entfaltet.
Eine Debatte, die bis heute polarisiert

Als Heidi Klum vor rund drei Jahren gemeinsam mit ihrer Tochter Leni Klum für ein Dessous-Label vor der Kamera stand, war die öffentliche Reaktion heftig. Lob und Kritik prallten aufeinander – und bis heute wird über die Grenzen solcher Shootings diskutiert.
Für Janine Kunze ist diese Aufregung auch Jahre später kaum nachvollziehbar. Die 51-Jährige, die zuletzt selbst für Aufmerksamkeit sorgte, positioniert sich klar – und bringt dabei auch ihre eigenen Erfahrungen als Mutter und Schauspielerin ein.
Mutter und Töchter vor der Kamera

Erst vor wenigen Wochen stand Janine Kunze gemeinsam mit ihren Töchtern Lili-Mari Budach (22) und Lola Budach (18) für einen Designer aus Düsseldorf vor der Kamera. Ein gemeinsames Shooting, das Nähe, Vertrauen und familiären Zusammenhalt zeigen sollte.
Auch ein Unterwäsche-Shooting – ähnlich dem von Heidi und Leni Klum – schließen die drei nicht grundsätzlich aus. „Ich sehe da kein großes Problem. Ich würde das für meine Töchter und mich für ein hochwertiges Magazin oder Shooting auch nicht ausschließen“, erklärt Kunze im Gespräch mit der Bild.
„Warum also nicht?“

Janine Kunze betont dabei vor allem den professionellen Rahmen solcher Aufnahmen. „Bei Leni und Heidi handelt es sich um ein hochwertiges Unterwäsche-Shooting, und die beiden arbeiten als Models. Warum also nicht?“, sagt sie offen.
Besonders wichtig ist ihr die Art der Darstellung. „Sie machen das toll und stilvoll, das hat nichts Billiges oder Primitives.“
Für Kunze liegt der Unterschied klar zwischen ästhetischer Modefotografie und unnötiger Skandalisierung. Dass ausgerechnet familiäre Nähe immer wieder problematisiert werde, könne sie nicht nachvollziehen.
Tochter Lili-Mari spricht Klartext

Auch Tochter Lili-Mari teilt diese Sichtweise. Für sie ist der Umgang mit dem Thema Unterwäsche im familiären Kontext nichts Ungewöhnliches. Sie weist darauf hin, dass viele junge Frauen ihre Mutter als erste Begleiterin beim Unterwäschekauf erleben.
„Deswegen finde ich es so schade, dass solche Situationen oft sexualisiert und in eine bestimmte Richtung gedrängt werden“, erklärt die 22-Jährige. Für sie sei das Problem weniger das Shooting selbst, sondern die Art, wie darüber gesprochen werde.
Janine Kunze abseits des Rampenlichts

Privat lebt Janine Kunze ein bodenständiges Familienleben. Sie ist seit 2002 mit Dirk Budach verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder: Lili-Mari, Lola und Sohn Luiz-Fritz. Erst kürzlich musste die Schauspielerin zudem einen familiären Verlust verkraften – ein Thema, das sie bewusst aus der Öffentlichkeit heraushält.
Trotzdem ist klar: Familie steht für sie immer an erster Stelle. Auch deshalb begegnet sie öffentlichen Debatten rund um ihre Töchter mit Gelassenheit und Schutzinstinkt.
Lili-Mari tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter

Die älteste Tochter hat längst ihren eigenen Weg eingeschlagen. Von 2014 bis zur Einstellung der Serie im Februar 2021 spielte Lili-Mari in der ZDF-Krimiserie Heldt an der Seite ihrer Mutter – als deren Fernsehtochter Emily Bannenberg.
Zuletzt war sie in sechs Folgen der Dramedy Der Lehrer zu sehen. Ein Beweis dafür, dass sie nicht nur „die Tochter von“ ist, sondern sich als Schauspielerin etabliert.
Ob vor oder hinter der Kamera, in Mode oder Fernsehen: Für Janine Kunze und ihre Töchter steht fest, dass Selbstbestimmung und gegenseitiges Vertrauen wichtiger sind als öffentliche Empörung.

