Skurrile Beichte im TV: Mary Roos überrascht mit unerwartetem Geständnis

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Mary Roos, 77 Jahre jung und Schlager-Ikone, überrascht mit einem Geständnis, das genauso unkonventionell ist wie ihre Karriere – und das wir erst ganz am Ende vollständig verstehen werden.

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Abschied von der Bühne – endgültig

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Mary Roos prägte das deutsche Showbusiness wie nur wenige andere. 67 Jahre stand sie im Rampenlicht – angefangen als Neunjährige, gekrönt vom Durchbruch mit Nur die Liebe lässt uns leben im Jahr 1970. Über Jahrzehnte war sie eine feste Größe der Schlagerszene.

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2024 zog sie einen klaren Schlussstrich. Nach einem letzten Spontankonzert verabschiedete sie sich von der Bühne. Im Kölner Treff bekräftigte sie nun noch einmal unmissverständlich: „Ich werde keine Platten mehr machen und nicht auf die Unterhaltungsbühne zurückkehren.“ Ein Comeback? Ausgeschlossen.

Ruhestand – aber bitte ohne Stillstand

Image:  IMAGO / Panama Pictures
Image: IMAGO / Panama Pictures

Still geworden ist Mary Roos dennoch nicht. Im Gegenteil. In der Talkrunde mit Anna Planken und Susan Link beschreibt sie ihr neues Leben als bewusst aktiv. „Ich bin eine aktive Rentnerin.“

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Sie reist gern – spontan und ohne große Planung. Renoviert ihr Haus, schreibt Bücher, besucht Theater. Diese Freiheit sei ihr wichtig, sagt sie. „Das hält auch in der Birne frisch.“ Und dann fügt sie mit trockenem Humor hinzu: „Ich bin zwar Rentnerin, aber nicht tot. Und ich will auch noch nicht in die Grube springen.“

Gelassenheit im Umgang mit dem Tod

Image:  IMAGO / BREUEL-BILD
Image: IMAGO / BREUEL-BILD

Dass der Tod irgendwann kommt, ist Mary Roos bewusst. Angst macht ihr das nicht. Ihr Lebensmotto lautet: „Ich amüsiere mich immer.“ Selbst beim Blick auf das eigene Ende bleibt sie entspannt – und ungewöhnlich offen.

So erzählt sie lachend: „Ich gehe gern auf Friedhöfe.“ Nicht aus Traurigkeit, sondern wegen der Ruhe. „Ich sitz da auf der Bank und denke: ‚Guck, ich lebe noch.‘“ Ein Gedanke, der zeigt, wie sehr sie das Leben schätzt – gerade weil es endlich ist.

Die Trauerrede existiert bereits

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Vorausschauend war Mary Roos schon immer. So existiert sogar bereits eine Trauerrede für sie. Verfasst hat sie ihr langjähriger Freund und Bühnenpartner Wolfgang Trepper.

Sie erzählt die Geschichte schmunzelnd: Er habe gesagt: „Das machen wir jetzt.“

Ihre Rückfrage: „Und was muss ich machen?“

Seine Antwort: „Du musst nur sterben.“

Ein Dialog, der zeigt, wie selbstverständlich sie auch mit diesem Thema umgeht – ohne Pathos, ohne Angst.

Kein Tabu, aber nicht für alle leicht

Image: IMAGO / Horst Galuschka
Image: IMAGO / Horst Galuschka

Für Mary Roos war der Tod nie ein Tabu. „Es ist einfach eine ganz wichtige Sache. Man stirbt und man wird geboren.“ Schon als junge Frau habe sie darüber mit ihrer jüngsten Schwester gesprochen, die als Krankenschwester arbeitete.

Doch nicht jeder in ihrem Umfeld teilt diese Offenheit. „Mit meinem Sohn kann ich nicht über so was oder eine Patientenverfügung reden, der will das nicht.“ Ihr Sohn Julian, geboren 1986, stammt aus ihrer achtjährigen Ehe mit Werner Böhm, besser bekannt als Gottlieb Wendehals.

Gelassenheit gegenüber der Öffentlichkeit

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Auch die Öffentlichkeit tue sich oft schwer mit dem Thema Sterben, meint Roos. Schon während des Talks ahnte sie: „Was ich jetzt alles über den Tod gesagt habe – ich möchte nicht wissen, was dann in der Zeitung steht.“ Dabei lacht sie herzlich.

Denn eines hat sie mit den Jahren gelernt: „Wenn man älter wird, ist es egal, was andere sagen.“

Mary Roos wirkt angekommen – im Leben, im Alter, in sich selbst. Kein Bühnenabschied mit Wehmut, sondern ein selbstbestimmter Übergang in einen Lebensabschnitt, den sie genauso bewusst lebt wie alles zuvor.

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