Ein emotionaler Moment im Dschungelcamp rührt die Zuschauer zu Tränen – Hubert Fella bricht zusammen und öffnet sich über seinen größten Schmerz.
Ein Moment, der das Camp verstummen lässt

Es ist Tag sechs im Dschungelcamp, als Hubert Fella plötzlich innehält. Am Lagerfeuer, fernab von Prüfungen und Schlagzeilen, lässt der Realitystar alle Schutzmauern fallen. In einem ruhigen Augenblick öffnet er sich gegenüber Mirja du Mont – und gewährt Einblicke, die unter die Haut gehen.
Leise, beinahe vorsichtig, beginnt Hubert über sein Leben zu sprechen. Über Verluste, die ihn geprägt haben, über Menschen, die gegangen sind und Lücken hinterlassen haben, die sich nie schließen ließen. Die Atmosphäre verändert sich spürbar. Das übliche Camp-Geräusch tritt in den Hintergrund, während jedes Wort schwer im Raum liegt. Was folgt, ist kein Drama für die Kamera, sondern ein zutiefst persönliches Bekenntnis – roh, ehrlich und kaum auszuhalten.
„Alle tot“ – Worte, die schmerzen

Mit brüchiger Stimme fasst Hubert zusammen, was kaum in Worte zu fassen ist: „Ich bin ganz ohne Eltern und ohne Bruder, bei mir sind sie alle gestorben. Alle tot. Mein bester Freund, meine beste Freundin.“
Es ist eine Aufzählung, die sich anfühlt wie ein Schlag. Kein Pathos, keine Ausschmückung – nur nackte Realität. Besonders ein Moment verfolgt ihn bis heute. Er erzählt von einer Nacht, in der er nicht zur Ruhe kam, immer wieder aufwachte und schließlich gegen „fünf nach sieben“ noch einmal tief einschlief. Genau zu jener Zeit starb später seine beste Freundin Lydia.
Als er von dem Anruf ihrer Schwester berichtet, sitzt Mirja ihm gegenüber, sichtbar ergriffen. Tränen stehen ihr in den Augen, als sie leise sagt: „Ich bekomme Gänsehaut.“ Ein Satz, der widerspiegelt, was viele in diesem Moment fühlen.
Ein roter Faden aus Verlust

In der kleinen Runde, zu der auch Eva Benetatou gehört, erzählt Hubert weiter. Die Schicksalsschläge, so sagt er, ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Kaum habe er gelernt, mit einem Verlust umzugehen, folgte der nächste.
Besonders eindringlich schildert er eine Erinnerung aus seiner beruflichen Anfangszeit in Australien. Damals erreichte ihn eine SMS mit wenigen Worten: „Unser Achim hat sich das Leben genommen.“ Hubert stockt, dann ergänzt er leise: „War mein bester Freund. Er ist 1999 gestorben, mit 30 damals, aber es hängt mir immer noch nach.“
Diese Worte legen sich wie ein Schatten über das Camp. Die Stimmung wird schwer, beinahe greifbar. Es ist einer dieser seltenen Augenblicke, in denen Reality-TV zur Nebensache wird und echte Trauer den Raum einnimmt.
Ein Lichtblick namens Liebe

Um Hubert behutsam aus dieser Tiefe zu holen, lenkt Mirja das Gespräch in eine andere Richtung. Sie fragt nach der Liebe in seinem Leben, nach dem Menschen, der heute an seiner Seite steht. Und plötzlich verändert sich alles.
Huberts Gesicht hellt sich auf, seine Haltung wird offener, fast stolz. „Verheiratet seit 2018, zusammen seit 2006. Wir haben dieses Jahr 20-Jähriges.“ Ein Satz, der Hoffnung transportiert.
Er erzählt, wie er seinem Mann Matthias Mangiapane einst sogar im Dschungelcamp – in Briefform – den Heiratsantrag gemacht hat. Beim Gedanken an die gemeinsame TV-Hochzeit beginnt er zu strahlen. Für einen Moment scheint die Traurigkeit in den Hintergrund zu rücken. Liebe als Gegengewicht zu all dem Verlust – ein Anker, der ihn hält.
Ein Datum, das alles überschattet

Doch selbst diese positiven Erinnerungen können nicht verdecken, dass dem Realitystar im Camp ein besonders schwerer Tag bevorsteht. Vor seinem Einzug hatte Hubert offenbart, dass ihm vor allem der Todestag seiner geliebten Hündin Joys extrem nahegeht.
Schon am Flughafen, im Gespräch mit RTL, kamen ihm bei einer kleinen Geburtstagstorte die Tränen. „Das ist mein absoluter Tiefpunkt. Mein Hund war mein Ein und Alles.“ Worte, die zeigen, wie tief diese Wunde sitzt.
Die Trauer begleitet ihn seit Jahren. „Schon in Köln habe ich geheult wie ein kleines Kind.“ Joys war für ihn nicht nur ein Haustier, sondern Familie, Trostspender und Konstante in einem Leben voller Abschiede.
Die Angst vor dem Alleinsein

Im Dschungelcamp wollte Hubert diesem schmerzhaften Datum möglichst nicht allein begegnen. Er hoffte, mindestens bis zum 7. Februar bleiben zu dürfen – um diesen Tag nicht ohne Menschen um sich herum durchstehen zu müssen.
Seine Offenheit am Lagerfeuer zeigt, wie viel Mut es ihn kostet, sich dieser Trauer zu stellen. Zwischen Prüfungen, Spielen und Kameras wird deutlich: Hinter der schillernden Reality-Fassade steckt ein Mensch, der viel verloren hat – und dennoch weitermacht.
Ob Hubert im Camp bleibt oder nicht, eines ist sicher: Dieser Abend hat Spuren hinterlassen. Bei Mirja, bei den Mitcampern – und bei den Zuschauern. Es ist ein Moment, der zeigt, wie nah Schmerz und Hoffnung beieinanderliegen. Und warum manche Geschichten lange nachhallen, selbst wenn das Lagerfeuer längst erloschen ist.

