„Serientäter“ vor Gericht: Sänger verurteilt – Urteil sorgt für mächtig Wirbel

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Jetzt kommt es richtig dicke: Ein Sänger wurde nun vor Gericht verurteilt. Der Grund und das Strafmaß sorgen für eine Menge Gesprächsstoff.

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Vom Rampenlicht in den Gerichtssaal

Image:  IMAGO / Fotostand
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Noch vor einigen Jahren stand er auf großen Bühnen, sang vor begeistertem Publikum und galt als feste Größe im Musik- und Musicalgeschäft. Heute fällt sein Name in einem völlig anderen Zusammenhang. Statt Applaus bestimmen Anklagepunkte, Zeugenaussagen und ein Urteil die Schlagzeilen.

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Was wie ein abrupter Absturz wirkt, ist das Ergebnis von Vorwürfen, die weit zurückreichen. Zwei Frauen, zwei Länder, mehrere Jahre – und ein Verfahren, das nun mit einem klaren Schuldspruch endet. Für viele Fans kommt das wie ein Schock.

Begegnungen mit dunklem Ausgang

Image: AI
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Die Taten, über die vor Gericht verhandelt wurde, sollen sich 2015 in London und 2019 in Thailand ereignet haben. In beiden Fällen handelte es sich um Frauen, die den Angeklagten zuvor über eine Dating-App kennengelernt hatten. Was zunächst harmlos begann, entwickelte sich laut Anklage dramatisch.

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Vor Gericht schilderte der Staatsanwalt, die Betroffenen hätten erst nach und nach eine „viel dunklere Seite“ des Mannes kennengelernt. Er habe erwartet, jederzeit Sex zu bekommen. Wurde diese Erwartung nicht erfüllt, sei es zu sexueller Gewalt gekommen.

Aussagen, die schwer wiegen

Image: AI
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Eine der Frauen berichtete, der Mann habe Fantasien geäußert, die sie zutiefst verstört hätten. Er habe sich für Sex mit „einer hilflosen Person“ interessiert, jemandem, „der sich nicht bewegt“. Solche Aussagen spielten im Verfahren eine zentrale Rolle.

Auch die Ermittlungsbehörden fanden deutliche Worte. Eine Beamtin der Metropolitan Police sprach von einem „Serientäter“. Hinzu kam, dass der Angeklagte bereits vor zwei Jahren wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden war – ein Umstand, der das Bild vor Gericht weiter verdüsterte.

Jetzt wird klar, um wen es geht

@thedailystar ⬆️🚨 BREAKING 🚨⬆️ Former Spandau Ballet frontman Ross Davidson has been on trial over rape allegations. 📹 WireImage/ Getty #dailystar #spandauballet #guilty ♬ News, news, seriousness, tension(1077866) – Lyrebirds music

Der verurteilte Mann ist Ross Davidson. Der 37-Jährige hatte in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert und erklärt, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Die Jury folgte dieser Darstellung jedoch nicht.

Nach mehr als elf Stunden Beratung befanden die Geschworenen am Wood Green Crown Court den Sänger in allen Punkten für schuldig. Das Strafmaß steht noch aus, bis zur Verkündung bleibt Davidson in Gewahrsam. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Ein bekannter Name aus der Musikszene

Vor den Vorwürfen war Ross Davidson vor allem unter seinem Künstlernamen Ross Wild bekannt. 2018 übernahm er zeitweise den Gesangspart bei Spandau Ballet, nachdem Tony Hadley die Band verlassen hatte. Allerdings blieb Davidson nur elf Monate Teil der Gruppe.

Größere Bekanntheit erlangte er zudem als Hauptdarsteller des Queen-Musicals We Will Rock You. Dort stand er Abend für Abend im Scheinwerferlicht – ein Kontrast zu seiner aktuellen Situation, der kaum größer sein könnte.

Karriereende mit offenem Ausgang

Image: AI
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Mit dem Schuldspruch ist klar: Die Karriere des Sängers dürfte damit faktisch beendet sein. Statt neuer Engagements und Tourneen wartet nun die Entscheidung über das Strafmaß. Wie lange die Haft ausfallen wird, ist noch offen.

Fest steht jedoch, dass der Fall weit über die Musikszene hinaus für Aufmerksamkeit sorgt. Er zeigt, wie trügerisch öffentliche Bilder sein können – und wie schnell Ruhm in Bedeutungslosigkeit umschlägt, wenn schwere Verbrechen im Raum stehen. Für die Opfer bedeutet das Urteil vor allem eines: ein Stück Gerechtigkeit nach Jahren des Schweigens.

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