Mirja du Mont ist raus – doch statt Wehmut bringt sie plötzlich pikante Details ans Licht und rückt dabei eine junge Camp-Mitstreiterin ins Rampenlicht.
Ein Exit, der viele überraschte

An Tag zehn von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! kam es zu einem Abschied, den viele Zuschauer nicht kommen sahen. Mirja du Mont musste das Camp verlassen und schied als dritte Kandidatin aus, nachdem sich das Zuschauervoting zwischen ihr und Stephen Dürr entschieden hatte.
Dabei war ihr Einzug ins Dschungelcamp alles andere als selbstverständlich: Trotz bekannter Panik- und Angststörungen hatte sich die 50-Jährige bewusst auf das Abenteuer eingelassen. Umso bemerkenswerter wirkt nun ihr Fazit – ruhig, reflektiert und frei von Bitterkeit.
Erleichterung statt Enttäuschung

Auf der Pressekonferenz nach ihrem Exit beschreibt Mirja ihren Zustand überraschend positiv. „Fantastisch“ gehe es ihr, sagt sie – vor allem sei sie „erleichtert, dass es vorbei ist“. Rund viereinhalb Kilo habe sie im Camp verloren. „Und ich wiege ja ohnehin nicht viel“, merkt sie nüchtern an.
Mit jedem Tag habe sie gemerkt, wie ihre Kräfte schwanden. „Das Finale, glaube ich, hätte ich auch gar nicht gepackt.“ Ihr Ziel sei ohnehin ein anderes gewesen: nicht als Erste rauszufliegen. „Das habe ich geschafft und ich bin glücklich, dass ich heil und unversehrt wieder im Hotel sitze.“ Die Vorfreude gilt nun ganz einfachen Dingen – gutem Essen, einer Cola und Gesprächen mit ihren Kindern und Eltern.
Regen, Kälte und ein nasses Bett

Weniger der Hunger als vielmehr die äußeren Umstände machten Mirja zu schaffen. Besonders der Regen setzte ihr zu. „Ich hatte das Bett, das komplett im Regen stand“, berichtet sie offen. Fünf Tage lang habe sie auf einer durchnässten Matratze geschlafen – mit nassem T-Shirt und klammem Kissen.
Trotz dieser Strapazen beschreibt sie den Camp-Alltag als erstaunlich ruhig. „Ich finde, es ist insgesamt sehr harmonisch zugegangen.“ Viele hätten auf einen großen Knall zwischen Samira Yavuz und Eva Benetatou gewartet. Doch Samira habe sich, so Mirja, „mega zurückgehalten, hat gar nicht geschrien, nie die Stimme erhoben“ – eine Stärke, die sie nachhaltig beeindruckt habe.
„Vielleicht zu wenig fürs Reality-TV“

Warum sie im Vergleich zu anderen Kandidaten weniger Sendezeit bekam, erklärt sich Mirja mit dem Schnitt der Sendung. „Ich war die ganze Zeit präsent, habe da Witze gerissen. Du kannst es einfach nicht beeinflussen, was gezeigt wird.“
Sie beschreibt sich selbst als ausgeglichenen Menschen. „Ich bin ein harmonischer Mensch. Ich höre mir beide Seiten an und bin jetzt nicht der Krawalltyp, der sich öffentlich fetzen muss.“ Möglicherweise sei genau das „einfach zu wenig fürs Reality-TV“, überlegt sie. Auch die sogenannten „Vielleicht“-Ansagen von Sonja Zietlow und Jan Köppen, die andere Kandidaten stärker in den Fokus rückten, könnten ihr Ausscheiden begünstigt haben.
Klare Worte zu Ariel

Besonders deutlich wird Mirja Du Mont, wenn sie über Ariel spricht. Für das Finale wünscht sie sich Ariel, Simone und Samira – und einen Sieg der Jüngsten würde sie besonders feiern.
„Es ist ein 22 Jahre altes Mädchen, dessen Vater vor zwei Monaten gestorben ist. Da würde ich es richtig geil finden, dass die, von wirklich allen so unterschätzt, ganz oben auf dem Treppchen landet.“
Unter der lauten, glitzernden Oberfläche sehe sie einen Menschen mit Tiefe. Unter Ariels Fassade stecke „jemand mit ganz viel Herz“, eine junge Mutter, die sich intensiv um ihre Tochter kümmere.
Haltung statt Anpassung

Dass ihre Nähe zu Ariel beim Zuschauervoting möglicherweise geschadet habe, schließt Mirja nicht aus. Doch sie bleibt sich treu. „Ich bin keine Person, die sich anschleimt und sich auch nicht anpasst. Ich sage das, was ich denke.“
Ihr Dschungel-Abenteuer endet damit nicht als Drama, sondern als persönlicher Erfolg. Sie habe ihre eigenen Grenzen ausgelotet, sich Herausforderungen gestellt – und sei mit sich im Reinen.
Mirja du Mont verlässt das Camp nicht als lauteste Figur, aber als eine der reflektiertesten. Und genau das bleibt vielen Zuschauern am Ende stärker im Gedächtnis als jeder Streit.

