IBES-Zuschauer horchen auf: Hat Gil Ofarim etwa einen besonderen Deal mit RTL?

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Gil Ofarims Reise ins Dschungelcamp 2026 ist seit Tagen das Gesprächsthema Nummer eins. Zwischen Skandalvergangenheit, verletztem Stolz und lautstarkem Schweigen bahnt sich in Australien ein Drama an, das täglich neue Wendungen verspricht.

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Boykott-Drohungen – doch Gil bleibt im Rennen

Image: RTL
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Schon vor dem Start des Dschungelcamps war die Empörung groß. Viele RTL-Zuschauer kündigten offen an, die Show zu boykottieren, weil Gil Ofarim trotz seines Davidstern-Skandals teilnehmen durfte. Die Sorge: Ein umstrittener Kandidat könne durch die Show rehabilitiert werden.

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Doch von einem Boykott ist bislang nichts zu sehen. Die Quoten sind stabil, die Aufmerksamkeit hoch – und selbst nach Tag zwölf kämpft Gil weiter um die Krone bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!. Auffällig dabei: In der Sendung selbst spricht er kaum über den Skandal. Stattdessen verweist er immer wieder auf eine angebliche Verschwiegenheitserklärung.

Ein Skandal, der nicht vergeht – aber verblasst

Image:  IMAGO / Christian Ohde
Image: IMAGO / Christian Ohde

Zur Erinnerung: 2021 hatte Gil Ofarim einem Mitarbeiter des Leipziger The Westin Leipzig Antisemitismus vorgeworfen. Zwei Jahre später räumte er vor Gericht ein, gelogen zu haben. Das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von 10.000 Euro eingestellt – sein Ruf jedoch schwer beschädigt.

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Nun scheint das Dschungelcamp zur Bühne für einen Neuanfang zu werden. Gil kassierte bislang kein einziges „Vielleicht“ bei den Entscheidungen, kehrte nach einem Unfall tapfer ins Camp zurück und präsentierte sich kämpferisch. All das sorgt dafür, dass die öffentliche Wahrnehmung kippt – und genau das rückt nun die Rolle von RTL selbst immer stärker in den Fokus.

Positive Töne im Studio – und ein Thema, das abgewürgt wird

Image: RTL / Fine Lohmann
Image: RTL / Fine Lohmann

Besonders auffällig ist die Berichterstattung in der Begleitshow Die Stunde danach. Dort wird Gil zunehmend wohlwollend besprochen, während der Skandal immer weiter in den Hintergrund rückt.

Wenn er doch thematisiert wird, winkt Moderatorin Olivia Jones schnell ab: „Lass uns nicht schon wieder damit anfangen.“

Gleichzeitig werden Umfragen eingeblendet, die Gil in ein positives Licht rücken. An Tag sechs sagten 74 Prozent der Zuschauer, man solle ihn nicht ständig an den Pranger stellen. Diese Haltung wurde auch im Studio klar geteilt.

Umfragen, Lob – und ein möglicher Dschungelkönig

Image: RTL
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An Tag zwölf legten die Moderatoren nach. Die Frage lautete: „Dschungelkönig Gil – Ist das wirklich möglich?“

Das Ergebnis: 58 Prozent waren überzeugt und sagten: „Ja, er hat das Zeug dazu!“ Nur 28 Prozent hielten ihn für unwürdig, der Rest sah noch Konkurrenz.

Auch die Studiogäste rechneten ihm Chancen aus. Gil genieße dort sogar „höchsten Respekt“ – vor allem, weil er ruhig bleibe. Statt über seine Lügen oder fehlende Reue zu sprechen, rückte plötzlich Ariel in den Fokus der Kritik.

Kritik an Ariel – und wachsender Unmut im Netz

Image: RTL
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Dass Ariel Gil immer wieder mit dem Skandal konfrontiert, wird im Studio als störend empfunden. Ex-Fußballer Thorsten Legat urteilte an Tag sechs: „Die Frau ist ungenießbar.“ Olivia Jones und Co-Moderatorin Angela Finger-Erben nickten zustimmend.

Kurz darauf wurde Gil sogar zum „Camper des Tages“ gekürt und für sein „Durchhaltevermögen“ gelobt. Viele Zuschauer reagierten irritiert. Auf X hieß es unter anderem: „Man tut echt alles, damit Gil gewinnt“ oder „Die Heiligsprechung des Gil Ofarim tue ich mir nicht weiter an.“

Kritische Stimmen unerwünscht?

Image: IMAGO / STAR-MEDIA
Image: IMAGO / STAR-MEDIA

Auffällig ist auch, wie mit Gegenstimmen umgegangen wird. Schauspielerin Mimi Fiedler wollte sich in einer Liveschalte kritisch über Gil äußern. Sie kennt ihn seit 2016 und stellte seine kontrollierte Art infrage, sprach sogar von etwas „Pathologischem“.

Doch Moderatorin Finger-Erben lenkte sofort ab, stellte eine Frage zu Hardy Krüger Jr. – und beendete das Gespräch abrupt: „Ich muss ganz schnell Tschüss sagen, Liebe. Wir müssen in die Werbung!“

Später durfte Fiedler nicht mehr zurückkehren. In einem YouTube-Interview mit Sanijel Jakimovski äußerte sie sich ausführlich und vermutete sogar einen „Deal“ zwischen RTL und Gil. RTL weist das zurück und erklärt, Vorgespräche dienten lediglich der Planung.

Mimi Fiedler selbst sagt dennoch nüchtern: „Das Dschungelcamp ist eine Unterhaltungssendung. Die Aufgabe des Dschungelcamps ist es nicht, moralische Prämissen aufzustellen.“

Am Ende könnte genau das der Schlüssel sein – und Gil Ofarim womöglich tatsächlich bis zur Krone tragen.

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