Nach Mega-Shitstorm: Anke Engelke verliert ihre Serie

- Advertisement -

Da muss man erstmal schlucken. Anke Engelke verliert plötzlich ihre Serie. Der Grund polarisiert enorm.

- Advertisement -

Humor zur falschen Zeit?

Während bei der Deutsche Bahn über mangelnde Sicherheit diskutiert wird, sorgt eine frühere Werbekampagne erneut für Wirbel. Im Zentrum der Kritik steht eine Image-Serie mit Anke Engelke, die Millionen gekostet haben soll.

- Advertisement -

Angesichts von Übergriffen auf Bahnmitarbeiter wirkt Humor für viele fehl am Platz. Besonders scharf äußert sich nun ein prominenter Politiker – und spricht von einem Skandal.

SPD-Politiker spricht von Skandal

Image: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Image: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, findet in der Bild am Sonntag deutliche Worte. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Bahn-Vorstand „so viele Millionen Euro für lustige Werbeclips“ ausgebe.

- Advertisement -

Seine Rechnung ist klar: „Für dieses Geld hätten mindestens 100 zusätzliche Sicherheitskräfte ein Jahr lang bezahlt werden können.“

Fiedler kündigt an, dass das Thema den Innen- und Verkehrsausschuss des Bundestags beschäftigen werde.

Worum es bei „Boah, Bahn!“ ging

Konkret geht es um die Webserie Boah, Bahn!, in der Anke Engelke die fiktive Zugchefin Tina spielt. In kurzen Episoden kämpft sie augenzwinkernd mit Bahn-Alltagsproblemen – von Verspätungen bis zu defekten Kaffeemaschinen im Bordbistro.

Die Clips wurden über Social Media ausgespielt und sollten Sympathie für das Zugpersonal schaffen. Doch genau diese Leichtigkeit stößt nun vielen sauer auf.

Bahn schweigt zu den Kosten

Image: AI
Image: AI

Wie teuer die Kampagne tatsächlich war, bleibt unklar. Die Deutsche Bahn verweigert konkrete Zahlen. Auf Anfrage heißt es, „Informationen zu Werbeausgaben sowie zu Auftrags- bzw. Vertragsdetails unmittelbare Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Deutsche Bahn AG sind und nicht öffentlich kommuniziert werden“.

Lediglich so viel wird eingeräumt: Das Budget habe sich im Rahmen vergleichbarer Kampagnen bewegt. Unabhängig davon steht fest: 2026 wird es keine Fortsetzung geben. „Eine Fortsetzung der Kampagne passt nicht in die Zeit.“

Auch Gewerkschaft übt scharfe Kritik

Image: AI
Image: AI

Die Kritik kommt nicht nur aus der Politik. Auch die Bahngewerkschaft EVG meldet sich zu Wort. Ihr Vorsitzender Martin Burkert fragt laut Bild am Sonntag: „Ob nicht die Sanierung aller Pausenräume oder eine flächendeckende Ausstattung mit Bodycams die bessere Liebeserklärung gewesen wäre.“

Damit stellt er die Frage nach Prioritäten – und trifft einen Nerv bei vielen Beschäftigten.

Tragischer Hintergrund verleiht Debatte Gewicht

Image: AI
Image: AI

Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein tödlicher Vorfall: Ein Zugbegleiter wurde bei einer Fahrkartenkontrolle im Regionalverkehr von einem Fahrgast ohne Ticket schwer verletzt und starb kurz darauf.

Nach Angaben des Bundes wurden zahlreiche Bahnmitarbeiter bereits Opfer von Straftaten. Seit Jahren verweist die EVG auf steigende Übergriffe und fordert besseren Schutz. Vor diesem Hintergrund wirkt eine humorvolle Werbeserie für viele wie ein Symbol falscher Schwerpunktsetzung.

Die Botschaft der Kritiker ist eindeutig: Sicherheit zuerst – und Imagekampagnen erst danach.

- Advertisement -

Neuste Artikel