Kaum ist die Dschungelkrone auf seinem Kopf, sorgt Gil Ofarim schon wieder für Gesprächsstoff – und diesmal geht es nicht um Kakerlaken, sondern um erotische Momente.
Neustart nach der Krone

Nach seinem Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! richtet Gil Ofarim (43) den Blick nach vorn. Im Gespräch mit Frauke Ludowig sprach er offen über seine nächsten Schritte – privat wie beruflich.
Statt großer Showpläne überraschte er mit einer bodenständigen Vision. Auf die Frage, wo er sich nach dem Dschungel sieht, antwortete er sinngemäß: beim Hausaufgabenmachen mit seinen Kindern.
Der Sieg und die Gewinnsumme von 100.000 Euro sollen ihm ermöglichen, wieder näher bei seiner Familie zu sein – mit einem Umzug zurück nach München.
Rückkehr nach München

Die vergangenen Jahre waren für Ofarim auch finanziell schwierig. Nach dem Skandal verlor er lukrative Verträge. „Ich hatte einen großen Deal bei der größten Plattenfirma der Welt, Universal Music, der ist weg. Ich hatte einen tollen Job bei Rock Antenne, der war dann weg“, berichtete er.
Auch Sprecher-Jobs seien ausgeblieben. Die Konsequenz: Er musste München verlassen und nach Baden-Württemberg ziehen – weiter weg von seinen Kindern.
Das soll sich nun ändern. Mit der Dschungelgage will er die Grundlage für einen Neustart in der bayerischen Landeshauptstadt schaffen.
Neue Wege – sogar erotische Hörbücher

Beruflich denkt Ofarim ebenfalls neu. „Jetzt kriege ich gerade Anfragen für Hörbücher \[…\], erotische Hörbücher“, erzählte er überraschend offen.
Der Musiker scheint entschlossen, jede Chance zu nutzen. „Auch ich darf von vorne anfangen.“
Neben Hörbuchprojekten plant er, wieder Songs zu schreiben, ein Album anzugehen und perspektivisch auf Tour zu gehen. Auch seine Erfahrung als Schauspieler und Synchronsprecher möchte er reaktivieren.
Der Preis des Skandals

Rückblickend spricht Ofarim deutlich über die Folgen des Davidstern-Skandals. Neben dem Verlust großer Verträge habe ihn vor allem die berufliche Isolation getroffen.
Neue Angebote blieben lange aus, Türen schlossen sich. Der Absturz war nicht nur medial, sondern existenziell.
Dass er nun wieder Anfragen erhält, wertet er als Signal, dass ein Comeback möglich sein könnte – auch wenn der Weg dorthin steinig bleibt.
Späte Entschuldigung

Im Dschungelcamp selbst warteten viele Zuschauer auf eine direkte Entschuldigung gegenüber Markus W. – sie blieb zunächst aus.
Erst nach der Show, bei einem Auftritt in Punkt 12, formulierte Ofarim klar: „Ich kann mich nur wiederholen. Alles, was da passierte, und im Nachgang alles: Es tut mir leid.“
Mit diesen Worten holte er die öffentliche Entschuldigung nach, die viele im Camp vermisst hatten.
Zweifel bleiben

Ob diese Worte ausreichen, um Kritiker zu überzeugen, ist offen. Nicht alle nehmen ihm die Reue ab.
Fest steht jedoch: Gil Ofarim steht erneut am Anfang – privat wie beruflich. Zwischen Hausaufgaben am Küchentisch, Hörbuchanfragen und neuen Songs versucht er, ein Leben aufzubauen, das stabiler ist als in den vergangenen Jahren.
Der Dschungelsieg war für ihn offenbar weniger Triumph als Chance. Ob daraus ein dauerhaftes Comeback wird, entscheidet sich nicht im Camp – sondern im Alltag danach.

