RTL steht nach dem Dschungelcamp-Nachspiel unter Beschuss: Zahlreiche Zuschauer gehen wegen Sonja Zietlow auf die Barrikaden.
Die umstrittenste Teilnahme der Dschungel-Geschichte?

Noch nie zuvor war eine Teilnahme bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! derart polarisierend wie die von Gil Ofarim. Bereits vor Start der 19. Staffel im Januar kündigten zahlreiche Zuschauer in den sozialen Medien einen Boykott an. Hintergrund war der Antisemitismus-Skandal aus dem Jahr 2021, in dessen Folge Ofarim 2023 vor Gericht einräumte, falsche Vorwürfe erhoben zu haben.
Im Camp selbst schwieg der Sänger zu dem Thema weitgehend. Gerade dieses Schweigen sorgte für zusätzliche Spannungen – sowohl im australischen Busch als auch vor den Bildschirmen.
Vom Sorgenkind zum Dschungelkönig

Trotz aller Kritik schaffte es Ofarim durch jede Abstimmung. Tag für Tag erhielt er genügend Zuschaueranrufe – bis er schließlich im Finale zum Dschungelkönig gekrönt wurde.
Für viele Fans war das eine Überraschung, für manche sogar ein Affront. Während einige argumentierten, man müsse zwischen Show-Leistung und Vergangenheit unterscheiden, sahen andere darin ein fatales Signal.
Auch RTL geriet ins Kreuzfeuer. Dem Sender wurde vorgeworfen, das Thema im Camp nicht ausreichend einzuordnen oder kritisch zu begleiten.
Sonja Zietlow verteidigt Gil

In der Wiedersehensshow stellte sich Moderatorin Sonja Zietlow demonstrativ hinter den Sieger.
Sie betonte, Ofarim sei nicht „wegen der Story“ im Camp gewesen, sondern weil er als Künstler seit Jahren angefragt worden sei. Zudem habe er sich im Camp kooperativ und unauffällig verhalten.
Ihre Frage an die Mitcamper: „Wie hätte er euch zufriedenstellen können?“ – ein Satz, der bei vielen Zuschauern hängen blieb.
Auch im „Nachspiel“ keine Kursänderung

Zwei Wochen später blieb Zietlow ihrer Linie treu. Im „Nachspiel“ kritisierte sie offen, dass einige Promis Ofarim nach seinem Sieg kaum beachtet hätten. Das sei „unangenehm“ gewesen.
Für viele Fans wirkte das wie eine erneute Parteinahme. Auf X (ehemals Twitter) überschlugen sich die Kommentare.
„Sonja, lass gut sein!“, schrieb ein Nutzer. Andere warfen ihr vor, zu parteiisch zu agieren oder Ofarim zu sehr in Schutz zu nehmen.
Enttäuschung in den sozialen Medien
Sonja Zietlow, während sie in ihrem Münchner Zuhause die Aufzeichnung des #ibes -Nachspiels sieht. pic.twitter.com/swrzsmY9No
— Eva (@Etvasanders) February 22, 2026
Zahlreiche Stimmen äußerten offen ihre Enttäuschung über die langjährige Moderatorin.
„Sonja hat viel Sympathie verloren“, hieß es. Manche gingen noch weiter und forderten personelle Konsequenzen: Sie solle ersetzt werden, die Show brauche frischen Wind.
Solche Töne sind ungewöhnlich – galt Zietlow doch über Jahre hinweg als unumstrittene Konstante des Formats.
Image-Kratzer oder Sturm im Wasserglas?

Ob die Kritik nachhaltige Folgen für Zietlow oder das Format haben wird, bleibt offen.
Fakt ist: Die 19. Staffel war eine der emotional aufgeladensten der Dschungel-Geschichte. Nicht nur der Sieger polarisierte – auch die Rolle der Moderation wurde intensiver diskutiert als je zuvor.
Die kommende Staffel wird zeigen, ob das Vertrauen der Fans in Show und Moderation bestehen bleibt – oder ob dieser Streit länger nachwirkt.

