Brisante Vorwürfe: Ist Sarah Engels‘ ESC-Performance etwa eine Kopie?

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Ein neuer Tag, ein neuer Shitstorm: Kaum hat Sarah Engels mit „Fire“ den ESC-Vorentscheid gewonnen, brennt das Netz – allerdings weniger vor Begeisterung als vor Vorwürfen.

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„Fire“ gewinnt – und plötzlich brennt die Debatte im Netz

Sarah Engels hat sich beim deutschen ESC-Vorentscheid in Berlin gegen acht weitere Acts durchgesetzt und vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Mit ihrem Song „Fire“ gewann sie die Publikumsabstimmung, nachdem zuvor eine internationale Jury eine Vorauswahl getroffen hatte. Für viele Fans war das ein klarer Moment: Deutschland hat seinen Beitrag – der Countdown läuft.

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Doch kaum war der Jubel da, kippte die Stimmung bei vielen. Denn statt Vorfreude dominiert jetzt eine Diskussion, die beim ESC besonders schnell hochkocht: Ist der Song wirklich eigenständig – oder klingt er zu sehr nach etwas, das es schon gab?

Genau dieser Vorwurf verbreitet sich gerade rasant. Und er trifft Sarah Engels ausgerechnet an der Stelle, wo ESC-Beiträge gnadenlos bewertet werden: bei Wiedererkennung und Originalität.

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„Fire“ vs. „Fuego“: Der Vergleich, der nicht mehr weggeht

Aktuell sorgen Parallelen zu „Fuego“, dem ESC-Beitrag Zyperns von 2018, für Gesprächsstoff unter Fans. Viele finden: Schon der Titel (Englisch/Spanisch für „Feuer“) wirkt wie ein Echo. Doch die Debatte dreht sich nicht nur um Wörter – sondern um den Gesamteindruck, den manche als auffällig ähnlich empfinden.

In den Kommentaren wird der Ton schnell scharf. Eine Nutzerin schreibt unter einem Instagram-Beitrag: „Das war 1:1 billiger Abklatsch von ‚Fuego‘ aus Zypern 2018!!! Noch offensichtlicher kann man nicht kopieren, oder? Wtf.“

Solche Aussagen bringen sofort eine alte ESC-Angst zurück: „Wenn es nach Kopie aussieht, wird Europa hart.“

Ob der Vergleich musikalisch wirklich trägt oder eher ein Social-Media-Reflex ist, wird schon jetzt heiß diskutiert – und das noch bevor die große ESC-Bühne überhaupt aufgebaut ist.

Der Ärger richtet sich gegen Sarah – und die Kommentare werden gnadenlos

Image:  IMAGO / Oliver Langel
Image: IMAGO / Oliver Langel

Neben dem „Fuego“-Vergleich trifft Sarah Engels im Netz noch ein zweiter Vorwurf: Manche unterstellen, sie nutze den ESC als Versuch, erneut ins Rampenlicht zu kommen – und machen daraus eine regelrechte Abrechnung.

Eine Nutzerin schreibt wütend: „Ich bin so sauer. Was soll das? Sie hat schon so oft probiert, wieder ins ‚Rampenlicht‘ zu kommen, aber alles hat nicht funktioniert. Langsam sollte sie es echt lassen. Naja, jetzt performt sie einen Temu Cover Song von ‚Fuego‘ und fährt zum ESC, ich fasse das nicht.“

Das ist nicht nur Kritik – das ist ein Angriff auf ihre Glaubwürdigkeit und Karriere.

Genau hier wird der Ton gefährlich: Aus „Gefällt mir nicht“ wird „Du solltest es lassen“. Und gerade beim ESC kann sich so eine Stimmung schnell verselbstständigen – weil sich Meinungslager blitzschnell bilden.

Aber: Wo es Gegenwind gibt, gibt es auch Rückenwind.

„Yeeeess Girl!“: Fans feiern Sarah – und verstehen das Drama nicht

Image: Das Erste
Image: Das Erste

Parallel zur Kritik kommt auch viel Support. In den Kommentaren finden sich Reaktionen, die komplett in die andere Richtung gehen: Euphorie, Mut-Zuspruch, Trotz gegen die Hater. Ein Beispiel: „Yeeeess Girl! Fuck auf alle, die nicht an dich geglaubt haben!! Drücken dich“.

Andere fragen ganz offen, warum überhaupt gemeckert wird. Eine Nutzerin schreibt sinngemäß, sie verstehe die Aufregung nicht, weil der Auftritt doch stark gewesen sei: „Warum meckert ihr denn? Ihr Auftritt ist sexy, stimmungsvoll und professionell. Man merkt ihr an, dass sie nicht das erste Mal auf einer Bühne steht und dementsprechend Erfahrung hat. Ich denke, wir kommen damit gut an.“

Damit wird klar: Für einen Teil der Community ist Sarah Engels genau die richtige Wahl, weil sie live liefern kann – und nicht erst „lernen“ muss, wie große Shows funktionieren. Und genau das bringt uns zum nächsten Punkt: Sarah ist Wettbewerbe gewohnt.

Wettbewerb ist ihr Terrain – und genau das spaltet die Leute

Image: Das Erste
Image: Das Erste

Für Sarah Engels ist der ESC kein erster großer Wettbewerb. Sie stand 2011 im Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ und war seitdem immer wieder in großen TV-Formaten präsent – unter anderem bei „Let’s Dance“ oder „The Masked Singer“. Für ihre Fans ist das ein Vorteil: Routine, Kamerastärke, Bühnenkontrolle.

Dazu kommt ihre enorme Reichweite als Influencerin. Mit rund 1,8 Millionen Followern bringt sie eine Fanbasis mit, die mobilisieren kann – und genau das ist gleichzeitig Treibstoff für die Kritik. Denn während ihre Unterstützer sagen „endlich eine, die performen kann“, sagen andere „klar gewinnt sie – sie ist die Bekannteste“.

So entsteht ein klassischer ESC-Konflikt: Erfahrung vs. Newcomer-Fairness. Und jetzt wird spannend, welche Seite am Ende recht behält – denn beim ESC zählt nicht, wie laut Deutschland diskutiert, sondern wie Europa abstimmt.

Deutschlands ESC-Problem: Schon Top 10 wäre ein starkes Signal

Image: Das Erste
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Der Eurovision Song Contest 2026 findet am 16. Mai in Wien statt. Deutschland geht in den letzten Jahren oft mit gemischten Gefühlen ins Rennen – zu häufig landeten die Beiträge im Mittelfeld oder weiter hinten. Ein echter Lichtblick war Michael Schulte 2018 mit Platz 4. Genau deshalb wäre es schon ein Erfolg, wenn Sarah Engels mit „Fire“ in Wien die Top 10 knacken würde.

Aktuell steht aber weniger die Platzierung im Vordergrund, sondern der Wirbel um den Song: „Fire“ soll bei manchen Erinnerungen an „Fuego“ triggern – während andere sagen, das sei überzogen und am Ende zähle nur die Live-Wirkung.

Unterm Strich bleibt ein Bild, das typisch ESC ist: Deutschland hat einen Beitrag – aber die Debatte ist schon voll da. Und jetzt entscheidet sich in den kommenden Wochen, welche Geschichte stärker wird: die Kopie-Vorwürfe – oder der Moment, in dem „Fire“ auf der ESC-Bühne wirklich zündet.

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