Verona Pooth steht vor ihrer womöglich größten Bewährungsprobe: Der TV-Star zieht am 2. März 2026 vor das Landgericht Düsseldorf und erklärt, sie kämpfe „um meine Existenz“.
Ein Einbruch, der bis heute nachwirkt

Seit mehr als vier Jahren kämpft Verona Pooth um Entschädigung für Schmuck, der bei einem Einbruch an Weihnachten 2021 aus ihrem Haus verschwand. Was damals wie ein schockierender Kriminalfall begann, ist längst zu einem zähen Konflikt geworden – mit offener Schadenssumme, juristischen Fragen und einer wachsenden persönlichen Belastung.
Jetzt eskaliert die Sache auf einer neuen Ebene: Pooth klagt gegen ihren ehemaligen Versicherungsmakler. Der Fall liegt beim Landgericht Düsseldorf. Und plötzlich steht nicht nur die Frage im Raum, was gestohlen wurde – sondern auch, wer für die finanzielle Lücke am Ende verantwortlich sein könnte.
„Über eine Million Euro“ – aber nur ein Teil kam zurück

Im „Bild“-Interview beschreibt Verona Pooth den Umfang des Verlusts sehr deutlich: „Mein Schmuck war über eine Million Euro wert. Ein Teil des Schadens wurde zwar reguliert, ein erheblicher Betrag ist jedoch weiterhin offen“, erzählt sie.
Für sie ist das Ganze längst keine bloße Frage von Glanz und Glamour mehr. Denn sie betont: „Ich kämpfe hier um meine Existenz und hoffe auf Gerechtigkeit“.
Genau diese Aussage zeigt, wie ernst sie die Lage einschätzt. Der Kern ihres Vorwurfs: Sie sei falsch beraten worden – mit Folgen, die sich erst nach dem Einbruch brutal bemerkbar gemacht hätten.
Der Vorwurf: Falsch beraten – und dadurch unterversichert?

Verona Pooth wirft ihrem ehemaligen Versicherungsmakler vor, sie falsch beraten zu haben. Dadurch habe es am Ende eine Unterversicherung gegeben – also einen Versicherungsschutz, der den tatsächlichen Wert nicht abdeckt.
Ihre Schlussfolgerung formuliert sie klar: „Deswegen wurde mir von der Versicherung nur ein Teil des Wertes meiner Verlustsumme erstattet“, sagt die Moderatorin.
Der Makler bestreitet die Vorwürfe. Genau deshalb muss das Landgericht Düsseldorf nun klären, ob tatsächlich eine Falschberatung vorlag – oder ob die Verantwortung anders zu bewerten ist.
„Das war mein Lebenswerk“ – und genau das macht es so bitter
Verona Pooth beschreibt, dass die gestohlenen Stücke für sie einen besonderen Stellenwert hatten – emotional und finanziell. Sie sagt: „Mir geht es gerade nicht gut. Ich habe über 25 Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk“.
Damit wird klar: Es geht nicht um einen spontanen Luxus-Kauf, sondern um ein bewusstes System. Sie stellt sich sogar ausdrücklich gegen den klassischen Vermögensaufbau anderer Prominenter: Sie habe eben nicht in Aktien oder Immobilien investiert, sondern gezielt in Schmuck – als eine Art Altersvorsorge.
Diamanten, Gold, Luxusmarken – als private Altersvorsorge

Verona Pooth betont, dass sie bewusst auf hochwertige Stücke gesetzt habe. Sie sagt: „Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert“.
Genau hier steckt der emotionale Kern: Wenn jemand über Jahrzehnte in genau diese Werte investiert, dann fühlt sich ein Verlust nicht wie „ein Diebstahl“ an – sondern wie ein Angriff auf die eigene Zukunftsplanung. Und wenn dann zusätzlich ein Teil der Summe offen bleibt, wird daraus schnell Existenzangst statt Ärger.
Doch entscheidend ist jetzt nicht nur, wie Verona das empfindet – sondern wie das Gericht den Beratungsprozess bewertet.
Gericht prüft Falschberatung – und dann könnte es um Haftpflicht gehen
Das Landgericht Düsseldorf muss nun klären, ob tatsächlich eine Falschberatung durch den Versicherungsmakler vorlag. Sollte das Gericht zu dem Schluss kommen, dass Verona Pooth falsch beraten wurde und genau daraus die Unterversicherung entstand, könnte es zu einer wichtigen Konsequenz kommen: Dann müsste nach der Darstellung in den Berichten die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung des Maklers für den Schaden aufkommen.
Damit steht für Verona Pooth mehr auf dem Spiel als ein einzelner Prozess: Es geht um die Frage, ob sie den offenen Betrag doch noch erstattet bekommt – oder ob sie mit der Lücke leben muss, die seit Weihnachten 2021 nicht mehr zugeht.

