Die Musikwelt steht unter Schock: Ein beliebter Frontmann einer bekannten Band ist im Alter von nur 60 Jahren verstorben.
Vom Fan zum Star

Mitte der 1970er-Jahre schrieb eine US-Rockband mit „More Than a Feeling“ Musikgeschichte. Der Song wurde zum Welthit – und die Stimme dahinter unvergessen.
Jahrzehnte später sollte ausgerechnet ein Fan dieser Band selbst ans Mikrofon treten. Was wie eine unwahrscheinliche Fantasie klingt, wurde Realität. Nun ist dieser Sänger im Alter von 60 Jahren gestorben. Er erlag den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Familie am Montag bekannt gab.
Ein Zufall verändert alles

2007 erschütterte der Tod von Sänger Brad Delp die Rockwelt. Ein langjähriger Fan nahm daraufhin einen Tribute-Mix verschiedener Songs auf und stellte ihn auf MySpace online.
Bandgründer Tom Scholz hörte die Aufnahme zufällig – und war verblüfft. Die Stimme klang erstaunlich ähnlich wie die seines verstorbenen Kollegen. Kurz darauf lud er den Fan zu Proben ein.
Vom Baumarkt auf die große Bühne

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der Mann noch als Kreditmanager bei Home Depot in North Carolina. Doch innerhalb weniger Wochen änderte sich sein Leben radikal.
Aus dem Fan wurde der Frontmann einer der bekanntesten Rockbands der USA: Boston. Fast 20 Jahre lang stand er mit den größten Hits der Gruppe auf der Bühne und begeisterte weltweit das Publikum.
Jetzt wird bekannt, wer gestorben ist
Der verstorbene Sänger ist Tommy DeCarlo.
Im Herbst 2025 wurde bei ihm ein Hirntumor entdeckt. Nun erlag er mit 60 Jahren den Folgen der Erkrankung. Seine Familie schrieb auf Facebook, er habe „bis zum Schluss mit unglaublicher Kraft und Tapferkeit“ gekämpft.
Würdigung durch Weggefährten
Tom Scholz verabschiedete sich mit bewegenden Worten:
„Jeder, der Tommy auf der Bühne oder auf den Alben von Boston singen gehört hat, weiß, was für ein begabter Künstler er war. Aber nur wenige wissen, wie hart er daran gearbeitet hat, die Rolle des Leadsängers auszufüllen und sich zu einem Live-Performer der Spitzenklasse zu entwickeln.“
Weiter schrieb er, er werde ihn „als den unglaublichen Sänger in Erinnerung behalten, der 2007 aus dem Nichts auftauchte, um Boston zu retten, und uns allen mit der Band weitere Jahre mit unseren unvergesslichsten Live-Shows bescherte.“
Familie und Vermächtnis
Tommy DeCarlo hinterlässt seine Ehefrau Annie sowie die gemeinsamen Kinder Talia und Tommy Jr. Mit seinem Sohn gründete er die Band DECARLO.
Er sei ein „hingebungsvoller Vater für seine Kinder“ und eine „sanfte, liebenswürdige Seele“ gewesen, schrieb Scholz. Mit seiner Stimme hielt er das musikalische Erbe von Boston lebendig – und schrieb dabei selbst Rockgeschichte.

