Das kommt unerwartet: Die beliebte Moderatorin wird jetzt Schlagersängerin

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Sie arbeitete zwar einst für einen beliebten Musiksender. Doch dass sie selbst einmal den Weg als Sängerin einschlagen würde, hätte sie damals noch nicht gedacht.

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Erst TV-Gesicht, dann plötzlich Schlagerhoffnung

 IMAGO / Zoonar
IMAGO / Zoonar

Viele kennen sie noch aus einer Zeit, in der Musikfernsehen, Popkultur und Moderation fest zusammengehörten. Damals war sie im TV präsent, später als Journalistin, Reporterin und Autorin erfolgreich – also eigentlich in einer Branche, die ihr längst Sicherheit und Bekanntheit gebracht hatte. Umso überraschender ist, dass sie sich Jahre später noch einmal auf völlig neues Terrain wagt.

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Denn während andere sich mit einem etablierten Berufsweg zufriedengeben würden, entschied sie sich für einen Neuanfang, der Mut verlangt. Seit einiger Zeit baut sie sich neben ihrer Medienkarriere noch ein zweites Standbein auf – und das ausgerechnet in einem Genre, das für starke Emotionen, große Bühnen und ein besonders treues Publikum bekannt ist. Genau diese Entwicklung sorgt nun für Aufmerksamkeit.

Eigentlich begann alles mit einem ganz anderen Traum

Image: AI
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Dabei war Musik für sie nie nur ein Hobby oder eine spontane Idee. Schon direkt nach dem Abitur zog sie in eine große Stadt, um dort Musiktheater zu studieren. Ihr ursprünglicher Plan war klar: Sie wollte auf die Bühne, in Musicals, in ein Leben voller Gesang und Performance. Doch nach der Ausbildung kam alles anders.

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Damals galt in der Branche noch eine andere Regel als heute. Wer ernst genommen werden wollte, sollte sich auf genau einen Weg festlegen und nicht mehrere Dinge gleichzeitig verfolgen. Also entschied sie sich gegen den Gesang und konzentrierte sich ganz auf die Moderation. Rückblickend war das offenbar die vernünftigere Wahl – auch, weil ihr Experten signalisierten, dass dort die stabilere Zukunft auf sie warten würde. Erst viele Jahre später sollte die Musik wieder anklopfen.

Erst die Pandemie brachte die alte Leidenschaft zurück

Image: AI
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Ganz verschwunden war der Wunsch nach Musik allerdings nie. Er wurde nur über lange Zeit weggeschoben, fast so, als hätte sie diesen Teil von sich selbst bewusst im Hintergrund gehalten. Ihre Sorge: Der Gesang könnte ihrem bisherigen Image eher schaden als nützen. Genau deshalb lebte sie diese Seite nur privat aus – bis ein unerwarteter Anstoß alles veränderte.

Während der Pandemie fragte sie ein befreundeter Musiker aus dem Orchester des Musicals „Der König der Löwen“, ob sie spontan einen Song einsingen wolle. Aus diesem kleinen Moment entwickelte sich plötzlich eine ernsthafte Überlegung: Vielleicht war die Zeit doch noch nicht vorbei. Vielleicht konnte sie den alten Traum neu denken. Ihre Worte zeigen, wie vorsichtig sie dieses Kapitel lange behandelt hatte: „Ich habe sie nur lange nicht öffentlich ausgelebt, weil ich dachte, das könnte meinem Image schaden.“

Jetzt ist klar, um wen es geht

Die Frau, die sich dieses zweite berufliche Leben aufgebaut hat, ist Ilka Groenewold. Viele erinnern sich noch an sie als Moderatorin der „McClip Show“ beim Musiksender VIVA. Heute arbeitet die 41-Jährige unter anderem als Moderatorin, Autorin und Reporterin – und seit 2023 eben zusätzlich als Schlagersängerin.

Dass dieser Neustart kein bloßer Versuch geblieben ist, zeigen auch ihre bisherigen Erfolge. Ihre Single „Mit dir für immer siebzehn“ hielt sich elf Wochen in den Top 30 der Airplay-Charts. Für Groenewold ist das offenbar auch deshalb möglich, weil sie sich über Jahre berufliche Stabilität geschaffen hat. So sagte sie im Gespräch: „Ich habe mir über die Jahre eine gewisse Sicherheit aufgebaut. Dadurch kann ich jetzt auch wieder neue Wege ausprobieren. Wenn die Musik funktioniert, freue ich mich natürlich. Und wenn nicht, habe ich immer noch meine Moderation.“

Warum ausgerechnet Schlager ihr neues Zuhause wurde

Zunächst spielte sie sogar mit dem Gedanken, bekannte Songs aus den 90er-Jahren neu aufzunehmen. Doch nach Gesprächen mit ihrem Produzenten Markus Norwin Rummel entschied sie sich bewusst dagegen. Der Grund: Viele der damaligen Stars stehen heute selbst wieder auf der Bühne, sodass ein Einstieg mit Covers wenig sinnvoll erschien. Stattdessen fiel die Wahl auf Schlager – und genau darin scheint sie nun ihre neue künstlerische Heimat gefunden zu haben.

Für sie passt dieses Genre nicht nur stimmlich, sondern auch technisch besonders gut zu ihrer Ausbildung. Eine klassische Musical-Karriere kommt für sie heute dagegen kaum noch infrage. Zu viele Reisen, ein klarer Lebensmittelpunkt in Hamburg und ein anderes Lebensmodell sprechen dagegen. Ein Traum wäre für sie eher ein kurzer Gastauftritt als eine dauerhafte Musical-Verpflichtung. „Gastauftritte – vielleicht zehn Vorstellungen – wären ein Traum für mich. Aber jeden Abend dieselbe Show zu spielen, habe ich bewusst ausgeschlossen“, erklärte sie.

Florian Silbereisen, Fanpost und ein sehr persönliches Ziel

 IMAGO / 3S PHOTOGRAPHY
IMAGO / 3S PHOTOGRAPHY

Ein Ziel hat Ilka Groenewold inzwischen ganz klar vor Augen: Ein Auftritt in einer großen Schlagershow mit Florian Silbereisen. Die Gelegenheit, ihn persönlich auf ihre Musik aufmerksam zu machen, verpasste sie allerdings nur knapp. Bei einer beruflichen Reise befand sie sich auf demselben Schiff wie die Crew von „Das Traumschiff“ – doch genau in dem Moment, als sie in San Francisco an Bord ging, war die Produktion bereits wieder von Bord. Ihr Album ließ sie trotzdem über ein Crewmitglied weiterreichen.

Dass ihre Musik inzwischen ankommt, spürt sie längst auch ganz direkt. Nach eigenen Angaben erhält sie nach Vorstellungen in Schlager-Magazinen teils bis zu 100 Briefe pro Woche. Besonders bemerkenswert: Gerade die Nähe zum Publikum war für sie ein wichtiger Grund, sich für Schlager zu entscheiden. Gleichzeitig stellen Liveauftritte sie noch immer vor neue Herausforderungen. „Beim Moderieren arbeite ich mit Stichpunkten und kann frei sprechen. Beim Singen muss jedes Wort exakt stimmen. Deshalb baue ich mir die Texte immer als kleine Geschichte im Kopf auf. So kann ich sie mir besser merken – manchmal höre ich meine Songs sogar beim Joggen noch einmal durch“, sagte Groenewold lachend. Künftig möchte sie außerdem stärker selbst an ihren Liedern mitschreiben – damit noch mehr von ihr persönlich in ihrer Musik steckt.

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