Ein Wal, ein Wettlauf gegen die Zeit und plötzlich harte Worte von Santiano: Genau das sorgt jetzt für Aufsehen.
Jetzt meldet sich auch Santiano zu Timmy

Seit Wochen bewegt das Schicksal von Buckelwal Timmy Menschen im ganzen Land.
Nun äußert sich auch Santiano zu dem Drama vor Poel.
Die Seemanns-Rocker gelten als naturverbunden und eng mit dem Meer verbunden – entsprechend aufmerksam verfolgen sie die Entwicklungen.
Doch ihre Haltung zur aktuellen Rettungsaktion fällt deutlich aus.
Kritik an den aktuellen Rettungsplänen

Über ihre Social-Media-Kanäle machen die Musiker klar: Für sie geht es längst nicht nur um ein einzelnes Tier.
Vielmehr stelle sich die grundsätzliche Frage, wie Menschen mit Natur und Tierwelt umgehen.
Besonders kritisch sehen sie die Pläne, den geschwächten Wal zu verschiffen.
Auf Instagram schrieb die Band drastisch: „Das Tier ist so geschwächt und gestresst, dass es nur eine Frage von wenigen Stunden sein wird, bis es in der nächsten Untiefe hängen bleibt.“
Harte Worte über mögliches Leid

Santiano geht sogar noch weiter.
Die Band stellt infrage, ob eine Verbringung Richtung Nordsee überhaupt als Rettung gelten könne.
Wörtlich heißt es: „Selbst wenn es die Nordsee erreicht – glauben wir dann wirklich, einen Wal gerettet zu haben? Nein. Wir bekommen nur sein elendes Verrecken nicht mehr mit.“
Diese Aussage sorgt bereits für heftige Diskussionen.
Denn sie bringt auf drastische Weise die Sorge vieler Kritiker auf den Punkt.
Sänger Björn Both stellt klar

Bedeutet das, Santiano sei grundsätzlich gegen eine Rettung? Nein, sagt Sänger Björn Both.
Gegenüber Medien erklärte er: „Natürlich nicht! Bei einem humanen Akt der Tierrettung sind wir immer dabei.“
Gleichzeitig verweist er jedoch auf Einschätzungen vieler Fachleute.
„Viele wirkliche Experten glauben aber nicht, dass der Buckelwal diese Bergung überleben wird.“
Für ihn basiert die Kritik daher nicht auf Gefühl, sondern auf Expertenmeinungen.
Sorge um Wissenschaft und Debatte

Besonders problematisch findet Björn Both die öffentliche Diskussion.
Er sagt: „Hier wurde einmal mehr die Wissenschaft und eine entsprechende Expertise infrage gestellt.“
Stattdessen werde auf „selbst ernannte Walretter“ gehört, die Emotionen anheizen würden.
Seine Sorge: Politiker könnten dadurch Entscheidungen treffen, die gegen den Rat von Fachleuten laufen.
Damit spricht er einen zentralen Konflikt der gesamten Timmy-Debatte an.
Auch Sarah Connor meldet sich

Auch Sarah Connor äußerte sich zum Schicksal des Wals.
Die Sängerin setzt sich seit Jahren für Meerestiere ein, zieht jedoch ein trauriges Fazit: „So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde… Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr.“
Sie sieht Timmy zugleich als Symbol für menschliche Eingriffe ins Ökosystem Meer.
Fest steht: Der Wal bewegt nicht nur Experten und Helfer – sondern inzwischen auch zahlreiche prominente Stimmen.

