Sie war einst ein gefeierter Kinderstar. Erkennst du sie direkt?

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Dieses junge Mädchen kennt jeder von uns. Denn sie bescherte uns einst einen echten Ohrwurm.

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Der Anfang eines ungewöhnlichen Erfolgs

Image: IMAGO / Schlichter
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Joy Gruttmann kam am 6. Dezember 1995 in Gelsenkirchen zur Welt und hatte Musik gewissermaßen von Anfang an im Umfeld. Besonders prägend war ihre Familie, denn ihre Tante Iris Gruttmann schrieb zahlreiche Lieder für „Die Sendung mit der Maus“ – darunter auch den Song, der Joy später landesweit bekannt machen sollte.

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Schon früh sang Joy regelmäßig Stücke für das Kinderprogramm ein. Damals ahnte vermutlich noch niemand, dass genau diese Stimme wenige Jahre später zu einem echten Massenphänomen werden würde. Doch mit einem ganz bestimmten Lied änderte sich alles schlagartig – und genau dort nimmt die Geschichte erst richtig Fahrt auf.

Wie aus einem Kinderlied ein landesweiter Hype wurde, sehen wir uns als Nächstes genauer an.

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Mit „Schnappi“ an die Spitze

Image: IMAGO / Avalon.red
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Bereits im Alter von sechs Jahren nahm Joy den Text zu „Schnappi, das kleine Krokodil“ auf. Der große Durchbruch kam jedoch erst später: Der Song verbreitete sich rasant, entwickelte sich zum Ohrwurm der 2000er und katapultierte die junge Sängerin schließlich ganz nach oben.

Mit nur neun Jahren stand Joy plötzlich im Rampenlicht, trat auf Bühnen und im Fernsehen auf und wurde für viele zum Gesicht dieses Riesenhits. 2005 erhielt sie sogar einen Echo für den erfolgreichsten Downloadtitel des Jahres. Ein kometenhafter Aufstieg – doch während Fans feierten, hatte der plötzliche Ruhm im Alltag auch seine Schattenseiten.

Denn wie sich der Erfolg auf ihr Leben in der Schule auswirkte, ist fast noch interessanter als der Hit selbst.

Ruhm auf dem Schulhof

Image: IMAGO / Schlichter
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Während Erwachsene und Medien den „Schnappi“-Boom feierten, musste Joy als Kind ganz normal zur Schule gehen. Dort war schnell spürbar, dass sie plötzlich nicht mehr einfach nur eine Mitschülerin war. In den Pausen wurde sie erkannt, angesprochen und regelrecht umlagert.

Besonders eindrücklich ist ihre Erinnerung an diese Zeit. Sie sagte einmal: „In der Pause habe ich immer fleißig Autogrammkarten verteilt, da wurde ich dann richtig belagert. Ich konnte das zum Teil nicht nachvollziehen, dass alle scharf auf ein Autogramm von mir waren, weil ich einfach nur spielen wollte. Da habe ich dann auch klare Grenzen gesetzt.“ Doch genau diese Grenzen wurden nicht von allen verstanden. Auch der Satz „Sätze wie ‚Joy ist total eingebildet!‘ oder ‚Was für eine Zicke!‘ bleiben dann nicht aus.“ zeigt, wie widersprüchlich dieser frühe Ruhm für sie gewesen sein muss.

Nach dem Kinderstar-Moment wurde es dann deutlich ruhiger – und genau dieser Bruch machte ihren weiteren Weg so überraschend.

Kein zweiter großer Hit

Nach dem riesigen Erfolg von „Schnappi“ stellte sich die Frage, ob Joy Gruttmann dauerhaft in der Musikbranche bleiben würde. Ein weiterer Versuch folgte tatsächlich: 2009 veröffentlichte sie unter dem Namen Joy die Single „12 Little Stories“. Doch an den früheren Triumph konnte sie damit nicht anknüpfen.

Statt weiter alles auf eine Popkarriere zu setzen, entschied sie sich für einen deutlich bodenständigeren Weg. Der frühere Kinderstar konzentrierte sich zunächst auf die Schule und machte Abitur. Genau an diesem Punkt nahm ihr Leben eine Richtung, mit der viele Fans wohl kaum gerechnet hätten – weg vom Showgeschäft und hin zu einer völlig anderen beruflichen Zukunft.

Und diese neue Laufbahn war kreativer, handfester und überraschender, als man zunächst vermuten würde.

Ein neues Leben abseits der Bühne

Nach dem Schulabschluss schlug Joy einen ganz anderen Weg ein und absolvierte eine Ausbildung zur Tischlerin. Statt Scheinwerfer und Fernsehauftritte standen plötzlich handwerkliches Arbeiten, Präzision und Gestaltung im Mittelpunkt. Das wirkte auf den ersten Blick wie ein radikaler Bruch – passt aber erstaunlich gut zu ihrer kreativen Seite.

Später vertiefte sie diesen Weg noch weiter: 2018 begann sie ein Studium der Architektur und Innenarchitektur in Düsseldorf. Ihren Bachelor in Architektur und Stadtplanung hat sie bereits abgeschlossen. Woher diese Leidenschaft kommt, erklärte sie selbst einmal mit den Worten: „Mein Opa war Maurer und ich habe früher als Kind immer Buden gebaut“. Damit wurde klar: Joy hat die Kreativität nie verloren – sie lebt sie heute nur ganz anders aus als früher.

Doch auch privat interessiert viele Fans natürlich besonders eine Frage: Wie sieht ihr Leben heute eigentlich ganz persönlich aus?

So lebt Joy Gruttmann heute

Auch privat ist aus dem „Schnappi“-Mädchen längst eine erwachsene Frau geworden. Besonders auffällig: In ihrem Leben spielt offenbar ein Dackel namens Andi eine wichtige Rolle. Statt Liebesgerüchten oder Glamour-Schlagzeilen wirkt ihr heutiges Auftreten deutlich entspannter und näherbar.

Für Verwirrung sorgte zwischenzeitlich ihr Name Joy Ludorf, weshalb im Netz sogar Gerüchte über eine Hochzeit kursierten. Dazu stellte sie jedoch klar: „Ich habe einfach den Namen meiner Mama angenommen, als sie geheiratet hat – mehr nicht. Das ist halt mein Mädchenname. Aber ich selber habe nicht geheiratet.“ Und damit löst sich auch das eigentliche Rätsel um die Schlagzeile: Aus Joy Gruttmann wurde keine dauerpräsente Popkünstlerin, sondern eine Frau, die sich bewusst ein eigenes, kreatives Leben jenseits ihres Kinderstar-Images aufgebaut hat. Gerade deshalb bleibt ihre Geschichte bis heute so faszinierend.

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