Ein Familienkonflikt, der seit Jahren im Verborgenen schwelt, rückt Nino de Angelo jetzt erneut ins grelle Licht der Öffentlichkeit.
Jahre der Stille

Schlagersänger Nino de Angelo steht seit Jahrzehnten im Rampenlicht, doch nun geht es nicht um Musik, Bühnenauftritte oder neue Projekte. Der 62-Jährige hat über ein sehr persönliches Thema gesprochen: den fehlenden Kontakt zu seinem jüngsten Sohn Domenico.
Seit neun Jahren haben Vater und Sohn sich nicht mehr persönlich gesehen. Domenico stammt aus einer Affäre des Sängers mit der Belgierin Roxanne und wächst ohne seinen prominenten Vater auf. Für viele klingt diese Entscheidung hart – doch Nino de Angelo erklärt, warum er den Abstand bewusst gewählt hat.
Gegenüber der Zeitschrift „Das Neue“ machte der Sänger deutlich, dass er sich mit der Situation auseinandersetzt. Er habe seinen Sohn nicht vergessen, sehe aber derzeit offenbar keinen anderen Weg. Hinter dem Kontaktabbruch steckt eine Entscheidung, die ihn selbst belastet.
Warum Nino de Angelo seinen Sohn nicht sieht

Nino de Angelo sagt offen, dass er seinen jüngsten Sohn derzeit bewusst nicht trifft. Seine Begründung wirkt zugleich traurig und nachdenklich. Er erklärte: „Ich glaube, es wäre für ihn schlimmer, wenn ich nur selten da bin.“
Damit macht der Sänger deutlich, dass er seinem Sohn offenbar keine unregelmäßige oder unsichere Vaterfigur zumuten möchte. Aus seiner Sicht wäre gelegentlicher Kontakt möglicherweise schmerzhafter als gar kein persönliches Verhältnis. Es ist eine Haltung, die Fragen aufwirft – und die für Außenstehende schwer nachvollziehbar sein kann.
Gleichzeitig betont Nino de Angelo, dass er zu seiner Vaterschaft steht. Er zahle regelmäßig Unterhalt und leugne seine Verantwortung nicht. Doch eine aktive Rolle im Alltag seines Sohnes könne er nach eigenen Worten nicht übernehmen.
„Ich kann ihm die Stabilität nicht geben“

Besonders deutlich wird Nino de Angelo, wenn er darüber spricht, was ein Vater seinem Kind eigentlich geben sollte. Der Sänger sagte: „Ich kann ihm die Stabilität nicht geben, die ein Vater seinem Kind bieten sollte“.
Dieser Satz zeigt, wie sehr er seine eigene Rolle hinterfragt. Für Nino scheint es nicht nur darum zu gehen, ob er seinen Sohn sehen möchte, sondern ob er ihm das bieten kann, was ein Kind aus seiner Sicht braucht: Verlässlichkeit, Halt und dauerhafte Präsenz.
Die Entscheidung falle ihm keineswegs leicht, betont der 62-Jährige. Er sagte weiter: „Ich denke sehr oft an meinen Sohn.“ Trotz des Abstands scheint Domenico also ein Teil seiner Gedankenwelt zu bleiben. Der Schmerz über die Distanz verschwindet dadurch jedoch nicht.
Hoffnung auf ein späteres Wiedersehen bleibt

Auch wenn Nino de Angelo aktuell keinen persönlichen Kontakt zu seinem Sohn hat, schließt er ein Wiedersehen nicht aus. Im Gegenteil: Der Sänger hofft offenbar darauf, dass sich die Situation eines Tages verändert.
Gegenüber dem Magazin sagte er: „Irgendwann werden wir uns sehen“. Dieser Satz klingt wie ein vorsichtiger Blick in die Zukunft. Er lässt offen, wann und unter welchen Umständen Vater und Sohn sich begegnen könnten.
Bis dahin bleibt die Lage schwierig. Nino ist überzeugt, dass weniger Kontakt im Moment die bessere Lösung sei, auch wenn ihn genau diese Entscheidung schmerzt. Für Domenico bedeutet das jedoch weiterhin, ohne den Vater aufzuwachsen, dessen Namen er sogar trägt.
Auch die Beziehung zur Mutter ist belastet

Die Kindsmutter Roxanne sieht die Situation offenbar anders. Zwischen ihr und Nino de Angelo gab es in der Vergangenheit immer wieder Konflikte und gegenseitige Vorwürfe. Das Verhältnis der beiden gilt als schwierig.
Gegenüber „Bild“ äußerte sich Roxanne kritisch über den Umgang des Sängers mit seinem Sohn. Sie sagte: „Es bricht mir das Herz, wie er mit seinem Sohn umgeht.“ Ihre Worte zeigen, wie emotional aufgeladen das Thema innerhalb der Familie ist.
Nino de Angelo heißt mit bürgerlichem Namen Domenico Gerhard Gorgoglione. Dass sein jüngster Sohn ebenfalls Domenico heißt, macht die Distanz zwischen beiden noch auffälliger. Vater und Sohn teilen denselben Vornamen – doch ihr gemeinsames Leben findet derzeit nicht statt.
Privat setzt Nino heute auf Stabilität ohne Trauschein

Während das Verhältnis zu seinem jüngsten Sohn belastet ist, hat Nino de Angelo in seinem Liebesleben seit Jahren eine feste Partnerin an seiner Seite. Seit acht Jahren ist er mit seiner Managerin Simone Lux zusammen.
Heiraten möchte der Sänger allerdings nicht mehr. Gegenüber t-online erklärte er seine Zurückhaltung mit seinen Erfahrungen aus der Vergangenheit: „Nach vier gescheiterten Ehen habe ich das Gefühl, dass auf meinen Vermählungen ein Fluch liegt.“
Eine weitere Trennung möchte Nino de Angelo unbedingt vermeiden. Vielleicht zeigt sich darin auch ein zentrales Thema seines aktuellen Lebens: der Wunsch nach Stabilität – und zugleich die Angst, sie nicht immer geben oder halten zu können. Besonders schmerzhaft wird das im Verhältnis zu seinem Sohn Domenico. Der Sänger denkt oft an ihn, doch im Moment bleibt zwischen beiden vor allem Abstand.

