Andrea Kiewel zeigt sich ungewohnt wehmütig – und diesmal geht es nicht um den „Fernsehgarten“, nicht um eine TV-Panne und auch nicht um Privates.
Plötzlich wird aus guter Laune ein trauriger Moment

Andrea Kiewel ist sonst vor allem für gute Laune, bunte Fernsehgarten-Momente und lockere Worte bekannt. Doch in ihrer aktuellen Kolumne in der „SuperIllu“ schlägt die Moderatorin ungewohnt nachdenkliche Töne an. Gleich zu Beginn macht sie deutlich, wie sehr sie ein bestimmter Abschied gerade beschäftigt.
Sie schreibt: „Traurig bin ich. Ganz, ganz traurig.“ Diese Worte klingen zunächst so ernst, dass man unweigerlich an einen schweren persönlichen Verlust denkt. Und tatsächlich beschreibt Kiewel ihren Zustand mit einer Intensität, die aufhorchen lässt.
Doch der Grund für ihre Traurigkeit ist überraschend anders, als man zunächst vermuten könnte. Niemand aus ihrem privaten Umfeld ist gestorben. Stattdessen hat Andrea Kiewel etwas verloren, das ihr über längere Zeit emotional sehr nahe war: ihre Lieblingsserie.
„Als hätte ich Freunde und Familienangehörige verloren“

In ihrer Kolumne beschreibt Andrea Kiewel den Abschied mit beinahe dramatischen Bildern. Sie schreibt: „Es ist, als hätte ich Freunde und Familienangehörige verloren. Womöglich muss ich für den Rest des Jahres Schwarz tragen. Und eine große, dunkle Sonnenbrille, damit niemand meine verweinten Augen sieht“.
Mit diesen Worten macht die „ZDF-Fernsehgarten“-Moderatorin klar, wie sehr sie in die Serienwelt eingetaucht war. Gemeint ist die Netflix-Produktion „Chesapeake Shores“, deren letzte Folge sie nun gesehen hat.
Weitere Episoden wird es nicht geben. Für Kiewel bedeutet das: Die vertrauten Figuren, Geschichten und Stimmungen, die sie offenbar lange begleitet haben, sind plötzlich abgeschlossen. Genau dieser Moment fällt ihr schwerer, als sie selbst vielleicht erwartet hätte.
Diese Serie hat es Andrea Kiewel angetan
„Chesapeake Shores“ ist ein US-amerikanisches Drama, das sich um Familie, Zusammenhalt und Neuanfänge dreht. Im Mittelpunkt steht eine alleinerziehende Mutter, die mit ihren Kindern zu ihrer Familie zurückkehrt. In insgesamt 55 Folgen entfaltet sich eine Geschichte voller kleiner und größerer Dramen.
Für Andrea Kiewel waren es offenbar genau diese Themen, die die Serie so besonders machten. Nicht laute Effekte oder düstere Wendungen standen für sie im Vordergrund, sondern Nähe, Vertrautheit und ein Gefühl von Zuhause.
Die Moderatorin entdeckte die Serie eher zufällig. Doch aus einem kurzen Blick wurde schnell ein längerer Serienmarathon. Kiewel ließ sich von der Familie O’Brian, ihren Beziehungen und ihrem Alltag immer weiter hineinziehen – bis der Abschied am Ende richtig wehtat.
Musik, Meer, Familie – Kiewels perfekte Mischung

Warum „Chesapeake Shores“ Andrea Kiewel so sehr gefesselt hat, erklärt sie in ihrer Kolumne sehr offen. Für sie vereint die Serie alles, was nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch ein gutes Lebensgefühl ausmacht.
Sie schreibt: „Was daran liegt, dass all eine Lieblingszutaten, die nicht nur eine gute Serie, nein, die auch ein Leben braucht, um aus meiner Sicht als gut zu gelten, geballt in diesen sechs Staffeln vorkommen: Musik, Meer, Familie, keine Sorgen.“
Diese Mischung scheint für Kiewel genau den richtigen Ton getroffen zu haben. Manchmal habe sie sogar drei Folgen hintereinander geschaut. Die Serie wurde für sie damit weit mehr als nur ein Zeitvertreib am Abend. Sie wurde zu einem Ort, an den sie immer wieder zurückkehren konnte.
Eine Erkenntnis bleibt nach dem Serienende

Trotz aller Leichtigkeit nimmt Andrea Kiewel aus „Chesapeake Shores“ auch einen ernsteren Gedanken mit. Die Serie habe für sie vielleicht keine große versteckte Botschaft, aber doch eine Erkenntnis, die hängenbleibt.
In ihrer Kolumne schreibt sie: „Vermutlich gibt es keine versteckte Botschaft hinter all den kleinen und nicht so kleinen Dramen der Serie, außer, dass die zeit fliegt und man sich nicht verplempern soll“.
Dieser Satz zeigt, warum der Abschied von der Serie sie so berührt. Es geht nicht nur darum, dass eine Unterhaltung endet. Es geht um Zeit, Beziehungen, Entscheidungen und darum, was man im eigenen Leben wichtig nimmt. Genau deshalb wirkt Kiewels Serien-Trauer am Ende weniger kurios, als sie zunächst klingt.
Andrea Kiewel empfiehlt den Abschiedsschmerz weiter

Trotz ihres eigenen Abschiedsschmerzes blickt Andrea Kiewel mit einem Augenzwinkern auf alle, die „Chesapeake Shores“ noch nicht gesehen haben. Sie macht ihren Leserinnen und Lesern sogar Lust darauf, selbst in die Welt der Familie O’Brian einzutauchen.
Sie schreibt: „Sie haben das Sich-Anfreunden mit der O’Brian-Familie noch vor sich.“ Für alle, die die Serie noch entdecken können, klingt das fast wie ein kleiner Trost: Während Kiewel bereits Abschied nehmen musste, steht anderen diese emotionale Reise noch bevor.
Für die Moderatorin bleibt „Chesapeake Shores“ ein „fantastischer Urlaub fürs Gehirn“. Und genau das erklärt vielleicht am besten, warum sie so traurig ist. Wenn ein solcher Serienurlaub endet, fühlt es sich manchmal tatsächlich an, als müsse man aus einer vertrauten Welt zurück in den Alltag.

