Stars packen aus: So wenig Gage bekommen sie für einen Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“

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Ein Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ wirkt nach Glamour, großer TV-Bühne und bester Sommerlaune – doch hinter den Kulissen sieht die finanzielle Realität offenbar deutlich nüchterner aus. Ausgerechnet bei einer der bekanntesten Musiksendungen im deutschen Fernsehen soll für viele Acts am Ende längst nicht der große Zahltag warten.

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Große Bühne, kleiner Lohn

Image: IMAGO / IMAGO / BOBO
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Der „ZDF-Fernsehgarten“ gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Unterhaltungsshows im deutschen Fernsehen. Jeden Sonntag begrüßt Andrea Kiewel auf dem Mainzer Lerchenberg zahlreiche Musikerinnen, Musiker und prominente Gäste.

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Auch große Schlagerstars wie Howard Carpendale und Maite Kelly treten regelmäßig in der Sendung auf. Für viele Künstler ist der Auftritt eine Möglichkeit, ein Millionenpublikum zu erreichen und neue Songs oder Tourtermine zu bewerben.

Doch nun sorgt eine Frage für Diskussionen: Was verdienen die Stars eigentlich für ihren Auftritt im „Fernsehgarten“? Musiker Ikke Hüftgold hat gegenüber t-online offen darüber gesprochen – und findet deutliche Worte für die Bezahlungspraxis.

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Ikke Hüftgold kritisiert die Bezahlung

Image: IMAGO / IMAGO / STAR-MEDIA
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Der Ballermann-Star erklärte, dass er und viele andere Partyschlager-Acts für einen Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ lediglich 750 Euro Aufwandsentschädigung erhalten würden.

Dabei handle es sich laut Ikke Hüftgold nicht um eine echte Gage, sondern nur um einen pauschalen Auslagenersatz. Für den Musiker steht dieser Betrag in keinem Verhältnis zum Aufwand, der mit einem solchen TV-Auftritt verbunden ist.

Er sagte: „Dafür muss man mit seinem Team samstags schon auf eigene Kosten zur Probe anreisen und sonntags wieder zur Show. Wir reden also von zwei Tagen Arbeit“. Damit macht er deutlich, dass hinter wenigen Minuten im Fernsehen deutlich mehr Aufwand steckt, als viele Zuschauer vermuten.

„Die meisten Künstler machen dabei ein fettes Minus“

 IMAGO / nicepix.world
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Ikke Hüftgold rechnet hart mit der Praxis ab. Aus seiner Sicht lohnt sich ein solcher Auftritt finanziell für viele Künstlerinnen und Künstler kaum. Im Gegenteil: Er spricht sogar von Verlusten.

Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Die meisten Künstler machen dabei ein fettes Minus. Und im Gegenzug bringen wir dem ZDF die höchste Einschaltquote des Jahres. Für mich eine Frechheit, die ihresgleichen sucht.“

Damit kritisiert er nicht nur die Höhe der Aufwandsentschädigung, sondern auch das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenwert. Partyschlager-Acts sorgen aus seiner Sicht für Aufmerksamkeit und hohe Quoten, bekommen dafür aber keine angemessene Bezahlung.

Nicht alle Stars bekommen offenbar gleich viel

 IMAGO / Daniel Scharinger
IMAGO / Daniel Scharinger

Laut Ikke Hüftgold gibt es jedoch Unterschiede bei der Bezahlung. Einige Musiker sollen für ihre Auftritte im „Fernsehgarten“ durchaus „mehrere 1.000 Euro“ erhalten.

Partyschlager-Künstler würden dagegen häufig mit dem Hinweis auf die Werbewirkung abgespeist. Der TV-Auftritt werde also eher als Promotion betrachtet, nicht als klassischer bezahlter Showjob.

Genau diese unterschiedliche Behandlung sorgt offenbar für Frust. Für Künstler mit eigenem Team, Anreise, Proben und Vorbereitung kann ein solcher Auftritt schnell teuer werden. Wenn am Ende nur eine geringe Entschädigung gezahlt wird, bleibt für manche unter dem Strich kaum etwas übrig – oder sogar ein Minus.

Markus Becker sieht den „Fernsehgarten“ als Promo-Plattform

Image: IMAGO / Future Image
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Auch Markus Becker, bekannt durch „Das rote Pferd“, äußerte sich gegenüber t-online zur Situation. Er bestätigte, dass man den „Fernsehgarten“ vor allem als Werbeplattform verstehen müsse.

Becker sagte: „Fernsehauftritte allgemein bringen nicht viel Geld, da geht es eher um Aufwandsentschädigungen. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er da mitspielen will oder nicht“.

Damit ordnet er die Praxis nüchterner ein als Ikke Hüftgold. Für ihn gehört es offenbar zum Geschäft, dass TV-Auftritte nicht automatisch hohe Einnahmen bringen. Entscheidend ist dann die Frage, ob Reichweite, Bekanntheit und mögliche Folgeaufträge den Aufwand rechtfertigen.

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