Vanessa Mai und ein weiterer Schlagerstar haben schlechte Nachrichten für ihre Fans zu verkünden.
Plötzlich Schluss vor dem großen Abend

Große Namen, viele Fans und mehrere Events in kurzer Zeit: Die Veranstalter Dirk Lasarz und Frank Südfeld hatten für die Arena auf Ewald in Herten im Ruhrgebiet viel vor. Geplant waren unter anderem eine Mallorcaparty, ein Konzert von Ronan Keating und die große „Schlager-Arena“.
Am 11. Juli sollten Stars wie Mickie Krause, Frenzy und Tim Toupet auftreten. Am 13. Juli war Ronan Keating angekündigt. Am 17. Juli sollten dann Vanessa Mai, DJ Ötzi und Anna-Maria Zimmermann auf der Bühne stehen.
Doch daraus wird nun nichts. Nach der Insolvenz werden alle Konzerte und Partys abgesagt.
Insolvenz sorgt für das Aus der Veranstaltungen
Wie es auf der Homepage der Arena heißt, fallen nach der Insolvenz sämtliche geplanten Events aus. Lasarz und Südfeld hatten am Mittwochnachmittag Insolvenz beantragen müssen.
Zunächst wollten sie die Veranstaltungen am Wochenende offenbar noch retten. Auch der Insolvenzverwalter soll diesen Versuch befürwortet haben. Zwischenzeitlich bestand sogar Hoffnung, dass einige Termine doch noch stattfinden könnten.
Wäre alles gelungen, hätten die Veranstalter offenbar auch Atze Schröder am kommenden Donnerstag auftreten lassen und am Tag darauf die „Schlager-Arena“ veranstalten können. Doch am Ende kam es anders.
„Wir haben leider keine guten Nachrichten“
In einem am Freitag auf Instagram veröffentlichten Statement meldete sich Dirk Lasarz zu Wort. Seine Botschaft fiel ernüchternd aus.
Er sagte: „Wir haben leider keine guten Nachrichten.“ Weiter erklärte er: „Leider haben uns heute Morgen um acht Uhr zwei Hiobsbotschaften erreicht, die für unsere Veranstaltungen elementar wichtig sind. Deswegen müssen wir jetzt leider alles komplett absagen.“
Welche beiden Hiobsbotschaften genau gemeint waren, erklärten die Veranstalter nicht näher. Klar wurde nur: Die Grundlage, um die Events doch noch stattfinden zu lassen, war offenbar endgültig weggebrochen.
„Wir haben bis auf die letzte Minute probiert“
Auch Frank Südfeld äußerte sich zu der schweren Entscheidung. Er erklärte: „Leider müssen wir aus diesen Gründen die Reißleine ziehen. (…) Wir haben bis auf die letzte Minute probiert zu retten, was zu retten ist.“
Doch dieser Versuch blieb erfolglos. Die Veranstalter baten um Verständnis und machten deutlich, wie hart sie das Ende des Projekts trifft.
Dirk Lasarz sagte zusätzlich: „Uns fehlen einfach die Worte. Das war unser Herzensprojekt, wir haben zwei Jahre lang alles da rein gehangen, aber es hat am Ende nicht gereicht.“ Das Projekt Arena auf Ewald sei nun „erledigt“.
Was passiert jetzt mit den Tickets?

Für die Fans stellt sich nun vor allem eine Frage: Bekommen sie ihr Geld zurück? Laut Homepage prüft der vom Landgericht Bochum bestellte Insolvenzverwalter zunächst, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.
Außerdem entscheidet er, wie das verbliebene Kapital an die Gläubiger verteilt wird. Davon hängt auch ab, ob und in welchem Umfang Ticketkäufer ihr Geld zurückerhalten können.
Für Besucherinnen und Besucher ist die Lage damit zunächst unsicher. Die Veranstaltungen sind abgesagt, doch die finanziellen Folgen müssen nun im Rahmen des Insolvenzverfahrens geklärt werden. Das dürfte für viele Fans besonders ärgerlich sein.
Tim Toupet und Atze Schröder reagieren

Zur abgesagten „Typisch Mallorca“\-Party meldete sich Tim Toupet in einer Instagram-Story. Es tue ihm „furchtbar leid“, sagte er. Er und seine Kollegen seien genauso betroffen wie die Fans und hätten für das Konzert auf jeden Fall zur Verfügung gestanden.
Auch Atze Schröder reagierte in einer Instagram-Story. Dort hieß es: „Atze wäre nicht der Kanzler der Herzen, wenn er nicht schon mit Hochdruck an einer Alternative arbeiten würde.“ Anfang nächster Woche wolle man sich bei den Fans melden.
Für die Arena auf Ewald ist das Kapitel damit vorerst beendet. Was als großes Herzensprojekt mit Schlager, Mallorca-Party, Comedy und internationalen Stars geplant war, endet nun mit Insolvenz, Absagen und vielen enttäuschten Ticketkäufern.

