Live im Fernsehen hat eine Zehnjährige bei „Immer wieder sonntags“ für einen Moment gesorgt, der selbst bei Stefan Mross nicht einfach verpuffte. Was zunächst wie eine harmlose Kinderstimme aus dem Publikum wirkte, entwickelte sich plötzlich zu einer offenen Kritik, mit der wohl kaum jemand gerechnet hatte.
Eine unerwartete Bemerkung mitten in der Show

Bei „Immer wieder sonntags“ wurde Stefan Mross plötzlich mit einer ungewohnt direkten Kritik konfrontiert. Ausgerechnet eine zehnjährige Stammzuschauerin sprach vor Publikum offen an, was sie an dem Moderator manchmal stört.
Das Mädchen heißt Elena und kennt die Sendung offenbar besser als viele andere Zuschauer. Als Mross sie auf die Bühne holte, wollte er wissen, was ihr an seiner Show nicht gefällt.
Zunächst zögerte Elena noch. Dann sagte sie ehrlich: „Es gibt da eine Sache, die nervt mich manchmal.“ Damit hatte sie die Aufmerksamkeit des Publikums sofort sicher.
Elena spricht eine Mross-Angewohnheit an

Stefan Mross wirkte kurz überrascht, ermutigte die junge Zuschauerin aber, offen zu sein. Er sagte: „Sag die Wahrheit.“
Genau das tat Elena dann auch. Sie erklärte: „Vor der Sendung machst du immer Stimmenaufwärmen. Ich mein, das ist ja ganz in Ordnung, aber das könntest du eigentlich auch Backstage machen, anstatt vor dem Publikum, weil das manchmal manche nervt.“
Mit dieser ehrlichen Ansage traf sie offenbar einen Nerv. Denn im Publikum gab es spontanen Applaus. Einige Zuschauer schienen Elenas Einschätzung also durchaus nachvollziehen zu können.
Stefan Mross nimmt es mit Humor

Stefan Mross reagierte auf die Kritik nicht beleidigt, sondern mit Humor. Er musste schmunzeln und fragte noch einmal nach, ob er seine junge Kritikerin richtig verstanden habe.
Dann meinte er erleichtert: „Huu, bin ja noch mal gut davongekommen.“ Damit zeigte er, dass er die Situation locker nahm.
Um herauszufinden, ob Elena noch mehr Kritik loswerden wollte, fragte er sie sogar, ob ihr an seinem Outfit oder seiner Lederhose etwas nicht gefalle. Doch da fiel ihr Urteil deutlich freundlicher aus: „Das passt.“
Elena ist ein echter „Immer wieder sonntags“-Fan
Dass Elena ihre Meinung so selbstbewusst äußerte, kommt nicht von ungefähr. Sie ist keineswegs zum ersten Mal bei „Immer wieder sonntags“.
Stefan Mross stellte sie zunächst als Zuschauerin vor, die schon zehn, 15 oder 20 Mal im Publikum gewesen sei. Doch Elena korrigierte ihn direkt.
Sie erklärte, sie sei bereits „gute 30, 40 Mal“ bei der Sendung gewesen. Damit machte sie klar: Sie kennt das Format wirklich gut. An der Bilderwand gab es sogar ein Foto von ihr als acht Monate altes Baby auf dem Schoß ihrer Oma.
Warum ihre Kritik Gewicht hat

Wer schon so oft bei einer Sendung war, weiß genau, wie sie abläuft. Deshalb wirkte Elenas Kritik nicht wie ein frecher Zwischenruf, sondern eher wie eine ehrliche Beobachtung eines echten Fans.
Gerade diese Nähe zwischen Moderator und Publikum macht „Immer wieder sonntags“ für viele Zuschauer so besonders. Menschen aus dem Publikum werden einbezogen, es entstehen spontane Momente, und manchmal sagt eben auch ein Kind ganz direkt, was es denkt.
Für Stefan Mross dürfte diese Kritik deshalb sogar besonders wertvoll gewesen sein. Denn sie kam nicht von irgendwem, sondern von einer jungen Zuschauerin, die die Sendung seit Jahren begleitet.
Das Ende der Sendung trifft die Schlagerwelt hart

Momente wie dieser zeigen auch, warum viele Schlagerfans das angekündigte Ende von „Immer wieder sonntags“ so bedauern. Die Sendung ist nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine wichtige Bühne für die Branche.
Schlagersänger Christian Franke sagte im Interview mit „Schlager.de“: „Das ist für uns Schlagerleute eine große Plattform gewesen, um in der Öffentlichkeit stattzufinden.“
Er erklärte außerdem: „Die meisten kommen da nicht rein. Und dann sind Shows wie ‚Immer wieder sonntags‘ oder der ‚Fernsehgarten‘ Sendungen, die richtig große Aufmerksamkeit bringen.“ Sein Fazit fällt deutlich aus: „Dass eine davon jetzt wegfällt, ist sehr, sehr bitter.“ Für Fans, Künstler und Nachwuchstalente dürfte der Verlust der Sendung daher spürbar sein.

