Ein Satz von Frank Elstner lässt aufhorchen – und er klingt weit ernster, als man es von der TV-Legende erwarten würde.
Wenn aus Sommer plötzlich Sorge wird

Frank Elstner meldet sich mit eindringlichen Worten zum Klimawandel und seinen Folgen für die Gesundheit. Der frühere Fernsehmoderator warnt davor, extreme Hitze zu verharmlosen.
Der 84-Jährige sagte nach Angaben des Molino Verlags: „Ich habe Angst vor einem Sommer, in dem wir wieder so tun, als sei das alles normal. Als müsse man eben ein bisschen mehr trinken und den Ventilator anstellen.“
Für Elstner ist klar: Hitze ist nicht nur unangenehm. Sie kann für viele Menschen zur ernsten Gefahr werden.
„Hitze kann töten“

Frank Elstner macht deutlich, wie ernst er die Lage einschätzt. Er sagt: „Hitze kann töten.“
Damit richtet er den Blick auf eine Gefahr, die im Alltag oft unterschätzt wird. Viele Menschen verbinden Sommer vor allem mit Sonne, Urlaub und warmen Abenden.
Doch extreme Temperaturen können den Körper stark belasten. Besonders dann, wenn Hitze über mehrere Tage anhält, Wohnungen kaum abkühlen und Menschen gesundheitlich bereits vorbelastet sind.
Neues Buch über Umwelt und Gesundheit

Frank Elstner hat gemeinsam mit dem Kardiologen Thomas Münzel ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel „Herzklima. Wie Umweltstress unsere Gesundheit gefährdet“.
Das Buch soll Ende August beim Molino Verlag erscheinen. Darin beschäftigen sich Elstner und Münzel mit verschiedenen Umweltfaktoren, die sich auf die Gesundheit auswirken können.
Genannt werden unter anderem Feinstaub, Verkehrslärm, Lichtverschmutzung, Mikroplastik, Chemikalien, Pestizide und extreme Temperaturen.
Umweltstress als Gesundheitsrisiko
Nach Angaben zum Buch geht es dabei besonders um die Folgen für Herz und Kreislauf. Jeder fünfte Herz-Kreislauf-Tod werde durch Umweltfaktoren mitverursacht.
Damit wollen Elstner und Münzel offenbar zeigen, dass Klimawandel und Umweltbelastungen nicht nur abstrakte Themen sind.
Sie betreffen den Alltag vieler Menschen direkt. Besonders Hitze wird dabei zu einem Problem, das immer stärker spürbar wird – in Städten, Wohnungen, Pflegeeinrichtungen und im öffentlichen Leben.
„Früher habe ich mich auf den Sommer gefreut“
Frank Elstner blickt auch persönlich auf den Wandel. Er sagt: „Früher habe ich mich auf den Sommer gefreut.“
Heute empfindet er diese Jahreszeit offenbar anders. Weiter erklärt er: „Heute frage ich mich: Wie viele Menschen werden diese Hitze wieder kaum aushalten?“
Damit beschreibt er eine Sorge, die viele Menschen teilen dürften. Sommerhitze ist für manche angenehm, für andere aber eine körperliche Belastung, die schnell gefährlich werden kann.
Nicht alle sind gleich geschützt
Elstner betont, dass Hitze nicht alle Menschen gleichermaßen trifft. Besonders gefährdet seien alte Menschen, Kranke, Kinder und Menschen, die in schlecht gekühlten Wohnungen leben.
Für ihn geht es deshalb nicht um eine entfernte politische Diskussion, sondern um etwas sehr Konkretes. Er sagt: „Das ist keine Klimadebatte. Das ist unser Alltag.“
Mit seinem Buch und seinen deutlichen Worten will Frank Elstner offenbar aufrütteln. Seine Botschaft: Hitze darf nicht länger als normale Begleiterscheinung des Sommers abgetan werden.

