Riesiges Drama um Stefan Mross: Ein Augenzeuge spricht offen über den Vorfall.
Der Augenblick, der alles veränderte

Guido Cantz blickt in seinem aktuellen Programm „Komische Zeiten“ auf einen kuriosen TV-Moment zurück, der bis heute nachwirkt.
Es geht um eine Live-Sendung von „Immer wieder sonntags“ aus dem Jahr 2014. Damals wurde Stefan Mross eine Currywurst-Challenge offenbar zum Verhängnis.
Eigentlich sollte es ein lockerer Spaß vor laufenden Kameras werden. Doch am Ende musste Mross ins Krankenhaus – und Guido Cantz plötzlich die Sendung retten.
Guido Cantz erinnert sich an die heiklen Minuten

Cantz erinnert sich daran, dass er seinen eigenen Auftritt in der Sendung bereits hinter sich hatte. Über Stefan Mross sagte er rückblickend: „Ich hatte meinen Auftritt schon gemacht und Stefan Mross hatte eine relativ kurze Nacht für eine Live-Sendung, wo ich schon dachte: Wow, sportlich.“
Dazu kam an diesem Tag auch noch die Hitze. Cantz erzählt: „Es waren ungefähr 30 Grad und es gab eine sogenannte Currywurst-Challenge.“
Für diese Challenge waren zehn unterschiedlich scharfe Currywürste vorbereitet worden.
Klare Warnung der Redaktion

Eigentlich gab es für Stefan Mross eine deutliche Vorgabe. Er sollte nicht zu weit gehen.
Guido Cantz erinnert sich: „Die Redaktion sagte dann zu Stefan: Du darfst alles machen, aber auf gar keinen Fall in einer Livesendung darfst du schärfer als Currywurst Nummer fünf machen.“
Doch Mross hielt sich offenbar nicht an diese Warnung. Cantz erzählt weiter: „Was macht der Stefan Mross? Er hat einmal die Eins probiert – danach direkt die Zehn!“
Plötzlich sollte Cantz bereitstehen

Nach der extrem scharfen Currywurst ging es Stefan Mross offenbar schnell schlechter. Hinter den Kulissen wurde Guido Cantz plötzlich angesprochen.
Er berichtet: „Ich hatte meine Auftritte schon fertig und stand gut gelaunt hinter den Kulissen. Dann kam meine Unterhaltungschefin zu mir und sagte: ‚Guido, dem Stefan geht es nicht so gut, er hat ein bisschen Kreislauf – halt dich mal bereit‘.“
Doch Cantz glaubte zunächst nicht an einen echten Notfall. Als damaliger Moderator von „Verstehen Sie Spaß?“ vermutete er eher einen Streich.
Cantz dachte an eine Falle
Guido Cantz war überzeugt, dass er selbst hereingelegt werden sollte. Er dachte: „So doof ist ja keiner.“
Auch als die Lage hektischer wurde und Stefan Mross hinter der Bühne mit einem kalten Handtuch lag, rechnete Cantz noch immer mit einer geplanten Aktion.
Dann wurde es plötzlich ernst. Cantz erinnert sich: „Ich stand also bereit, wusste aber noch nicht, dass Stefan schon auf dem Weg ins Krankenhaus war – Kreislaufkollaps, großes Theater. Dann drückte man mir Moderationskarten in die Hand: ‚Geh raus und rette die Sendung.‘ Ich dachte immer noch, das sei Teil der Nummer.“
„Eine riesige Einschaltquote – wegen einer Wurst“

Stefan Mross war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Guido Cantz musste stattdessen vor die Kameras.
Dabei wurde die Situation noch absurder: Peter Kraus, der gerade aufgetreten war, dachte offenbar, Cantz komme wegen eines „Verstehen Sie Spaß?“\-Streichs. Cantz wiederum glaubte, Kraus gehöre zu seiner angeblichen Falle.
Am Ende moderierte Guido Cantz die Sendung tatsächlich zu Ende. Rückblickend fasst er das Ganze mit Humor zusammen: „Ich habe die Sendung zu Ende moderiert, und wir hatten danach eine riesige Einschaltquote – wegen einer Wurst.“

