Schweigen gebrochen: Evgeny Vinokurov spricht offen über seine Erkrankung

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Erfolg, Applaus, Scheinwerfer – und trotzdem ein innerer Kampf, den lange kaum jemand sah: Evgeny Vinokurov gewährt einen überraschend offenen Einblick in eine Zeit, die von Dunkelheit geprägt war.

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Der stille Kampf hinter dem Erfolg

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Profitänzer Evgeny Vinokurov blickt auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Beruflich konnte er zuletzt einen großen Erfolg feiern, auch privat gab es für den 35-Jährigen wichtige Veränderungen. Trotzdem spricht der Tänzer weiterhin offen über ein Thema, das ihn schon seit Jahren begleitet: seine Depressionen.

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Im Gespräch mit Die neue Frau erklärt Evgeny, dass es ihm momentan gut gehe. Gleichzeitig betont er, dass eine Depression nicht einfach vollständig verschwindet.

„Depressionen verschwinden nicht einfach komplett. Man lernt, mit ihnen zu leben. Es gibt gute und schlechtere Phasen. Aber die Therapie hat mir sehr geholfen“, sagt der Profitänzer.

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Besonders die professionelle Unterstützung habe ihm dabei geholfen, sich selbst besser zu verstehen. Die Therapie habe seinen Blick auf die eigene Persönlichkeit verändert und ihm offenbar geholfen, mit schwierigen Phasen anders umzugehen.

„Heute kenne ich mich selbst viel besser. Ich akzeptiere mich zu 100 Prozent und bin deutlich reflektierter geworden“, erklärt Evgeny.

Seine offenen Worte zeigen, dass der Tänzer trotz seiner aktuellen Erfolge nicht verschweigt, dass seine Erkrankung weiterhin Teil seines Lebens ist.

Und gerade die vergangenen Monate waren für ihn besonders intensiv.

Sieg bei Let’s Dance und plötzlich dreifacher Vater

Image: IMAGO / IMAGO / Panama Pictures
Image: IMAGO / IMAGO / Panama Pictures

Im Mai 2026 konnte Evgeny Vinokurov einen seiner größten beruflichen Erfolge feiern. Gemeinsam mit Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack gewann er die 19. Staffel von „Let’s Dance“.

Doch während der laufenden Staffel wartete auf den Tänzer gleichzeitig ein ganz besonderes privates Ereignis.

Evgeny wurde zum dritten Mal Vater.

Die Geburt seiner Tochter fiel mitten in die intensive „Let’s Dance“-Zeit. Nach der Freitagsshow in Köln machte sich der Profitänzer am Samstag auf den Weg nach Bremen.

Am Sonntagmorgen um 4:21 Uhr kam seine Tochter schließlich zur Welt.

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb dem frischgebackenen Vater allerdings nicht. Bereits am Montag stand Evgeny wieder im Trainingsraum in Köln.

Damit musste er innerhalb kürzester Zeit zwischen Familienleben und professionellem Tanztraining wechseln.

Trotz dieser außergewöhnlichen Belastung gelang ihm gemeinsam mit Anna-Carina Woitschack am Ende der Sieg.

Wie es mit der Familienplanung weitergeht, lässt der Tänzer derzeit offen.

Kommt noch ein viertes Kind?

Nach der Geburt seines dritten Kindes stellt sich natürlich auch die Frage, ob die Familie künftig noch größer werden könnte.

Eine klare Antwort darauf gibt Evgeny Vinokurov derzeit nicht.

Seine Frau könne sich durchaus vorstellen, noch ein viertes Kind zu bekommen. Der Profitänzer selbst hält sich bei diesem Thema hingegen zurück.

Festlegen möchte er sich offenbar nicht.

Er betont lediglich, dass er Kinder liebe. Ob damit tatsächlich noch weiterer Nachwuchs geplant ist, bleibt somit offen.

Während sein Privatleben zuletzt von positiven Ereignissen geprägt war, liegen hinter Evgeny zugleich deutlich schwierigere Jahre.

Bereits 2025 hatte der „Let’s Dance“-Star ausführlicher über seine psychische Erkrankung gesprochen.

Dabei gab er Einblicke in eine Zeit, die ihn offenbar an seine Grenzen brachte.

Der Beginn dieser schweren Phase liegt bereits einige Jahre zurück.

Nach der Trennung begann eine schwere Zeit

Image: IMAGO / Beautiful Sports
Image: IMAGO / Beautiful Sports

Nach der Trennung von seiner damaligen Partnerin Christina Luft (heute Christina Hänni) im Jahr 2018 verschlechterte sich Evgenys psychischer Zustand zunehmend.

Ab 2019 sei es ihm immer schlechter gegangen. Schließlich suchte der Profitänzer professionelle Hilfe.

Im Januar 2020 begann er eine Therapie.

Diese dauerte mehrere Jahre und endete erst Ende 2022.

Die Behandlung habe ihm nach eigenen Angaben entscheidend dabei geholfen, seine Erkrankung besser zu verstehen und einen neuen Umgang mit sich selbst zu entwickeln.

Heute kann Evgeny deshalb deutlich anders auf diese Zeit zurückblicken.

Doch die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen.

In der besonders schwierigen Phase seiner Depressionen hatte der Tänzer nach eigenen Angaben zeitweise sogar suizidale Gedanken.

Damit spricht er über einen Abschnitt seines Lebens, den viele Menschen vermutlich nur schwer nachvollziehen können.

Doch seine psychischen Belastungen begannen nicht erst im Erwachsenenalter.

Bereits als Teenager machte Evgeny eine Erfahrung, die sein Leben nachhaltig prägte.

Mit 14 Jahren allein nach Deutschland

Evgeny Vinokurov zog bereits im Alter von 14 Jahren aus Russland nach Deutschland, um sich seinem großen Traum vom professionellen Tanz zu widmen.

Für einen Jugendlichen bedeutete das einen enormen Einschnitt. Er ließ seine Familie zurück und musste sich in einem neuen Land weitgehend auf das Leben im Tanzsport konzentrieren.

Erst einige Jahre später sei ihm wirklich bewusst geworden, welche Konsequenzen diese Entscheidung für ihn hatte.

Vor allem die Tatsache, seine Angehörigen nur noch selten sehen zu können, habe ihn beschäftigt.

Der Weg zum Profitänzer war damit nicht nur von sportlichem Ehrgeiz und Erfolgen geprägt. Hinter seiner Karriere standen auch persönliche Opfer und Erfahrungen, die ihn über Jahre begleiteten.

Heute hat Evgeny seine Familie selbst deutlich erweitert.

Mit seiner Frau und inzwischen drei Kindern erlebt er einen ganz anderen Alltag als während seiner Jugend.

Und auch beruflich befindet er sich nach dem „Let’s Dance“-Sieg auf einem Höhepunkt.

Trotzdem macht er deutlich, dass Erfolge psychische Erkrankungen nicht automatisch verschwinden lassen.

Depression bleibt Teil seines Lebens

Image: IMAGO / Panama Pictures
Image: IMAGO / Panama Pictures

Evgeny Vinokurov geht inzwischen sehr offen mit seiner Depression um. Der Profitänzer macht dabei deutlich, dass es für ihn nicht darum geht, die Erkrankung einfach endgültig hinter sich zu lassen.

Vielmehr habe er gelernt, mit den unterschiedlichen Phasen umzugehen.

„Depressionen verschwinden nicht einfach komplett. Man lernt, mit ihnen zu leben. Es gibt gute und schlechtere Phasen. Aber die Therapie hat mir sehr geholfen“, erklärt er.

Seine Erfahrungen zeigen zugleich, welche Bedeutung professionelle Unterstützung für ihn hatte. Durch die Therapie habe er gelernt, sich selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren.

„Heute kenne ich mich selbst viel besser. Ich akzeptiere mich zu 100 Prozent und bin deutlich reflektierter geworden“, sagt Evgeny.

Heute stehen für ihn vor allem seine Familie und seine beruflichen Erfolge im Mittelpunkt. Der Sieg bei „Let’s Dance“, die Geburt seines dritten Kindes und die Zukunft mit seiner Familie geben seinem Leben neue Perspektiven.

Doch seine Depressionen gehören weiterhin zu seiner Geschichte. Gerade deshalb möchte Evgeny offenbar offen darüber sprechen – und zeigen, dass auch nach besonders schwierigen Zeiten wieder bessere Phasen folgen können.

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