Kaum ist bei der ARD endgültig Schluss, sorgt Stefan Mross schon wieder für Gesprächsstoff.
Ein Abschied, der noch nachwirkt

Für Stefan Mross (50) geht es direkt weiter: Nur wenige Tage nach seinem emotionalen Abschied von „Immer wieder sonntags“ steht der Moderator bereits wieder vor der Kamera. Dieses Mal allerdings nicht für die ARD, sondern für deren Konkurrenz RTL. Der Sender hat inzwischen bestätigt, dass Mross am Donnerstag, 17. September 2026, ab 22:30 Uhr bei RTL und RTL+ zu sehen sein wird.
Der Grund für seinen überraschend schnellen Senderwechsel ist ein besonderer Auftritt in der „Stefan Raab Show“. Gastgeber Stefan Raab hat sich den Volksmusikstar für eine Spezialausgabe eingeladen, die ganz im Zeichen der bevorstehenden Wiesn-Zeit stehen soll.
Damit dürfte Mross ausgerechnet kurz nach dem Ende seines langjährigen ARD-Formats einen ziemlich ungewöhnlichen Fernsehauftritt hinlegen. Über zwei Jahrzehnte war er eng mit „Immer wieder sonntags“ verbunden. Nun geht es für ihn zunächst einmal ins RTL-Nachtprogramm.
Was die Zuschauer dort genau erwartet, ist allerdings noch nicht bekannt. RTL hält sich bislang bedeckt und verspricht lediglich „zahlreiche Überraschungen“ rund um das Oktoberfest.
Doch der Termin für den Auftritt ist keineswegs zufällig gewählt. Denn schon kurz darauf beginnt in München eines der bekanntesten Volksfeste Deutschlands – und genau darauf soll sich die Spezialausgabe der Show offenbar einstimmen.
Warum ausgerechnet jetzt die Wiesn zum Thema wird

Der Auftritt von Stefan Mross bei Stefan Raab fällt zeitlich unmittelbar in die Phase vor dem Start des Oktoberfests. Am 19. September 2026, nur zwei Tage nach der Ausstrahlung der RTL-Show, wird die Münchner Wiesn offiziell eröffnet.
Traditionell fällt dabei im Schottenhamelzelt der Startschuss mit dem Fassanstich. Das Oktoberfest läuft anschließend bis zum 4. Oktober. Für eine Sendung, die sich mit der bevorstehenden Wiesn-Zeit beschäftigt, könnte der Besuch von Mross daher kaum passender terminiert sein.
RTL hat bislang nicht verraten, welche Aktionen oder Überraschungen für den Abend geplant sind. Laut schlager.de soll es jedoch „zahlreiche Überraschungen“ rund um die Wiesn geben. Damit bleibt zunächst offen, ob Mross lediglich als Gesprächsgast auftritt oder ob Raab noch etwas anderes mit seinem prominenten Besucher vorhat.
Fest steht immerhin, wo die Aufzeichnung stattfindet: Produziert wird die Ausgabe im EMG-Studio in Hürth bei Köln. Dort steht Stefan Raab regelmäßig vor Publikum vor der Kamera.
Für Mross dürfte die Atmosphäre des Abends jedenfalls nicht völlig ungewohnt sein. Der Sänger und Moderator ist seit seiner Jugend mit Volksmusik, Blasmusik und großen Bühnenauftritten verbunden. Gerade deshalb passt er thematisch besonders gut in eine Sendung, die sich der Wiesn widmet.
Und genau hier kommt auch seine persönliche Geschichte mit der Volksmusik ins Spiel. Denn Mross steht bereits seit Jahrzehnten auf der Bühne – lange bevor er zu einem festen Gesicht von „Immer wieder sonntags“ wurde.
Mit der Trompete begann seine Karriere

Stefan Mross verkörpert die Verbindung aus Unterhaltung und Volksmusik wie kaum ein anderer deutscher Fernsehmoderator. Bereits im Alter von 13 Jahren stand der gebürtige Traunsteiner mit seiner Trompete auf der Bühne. Damals trat er beim „Grand Prix der Volksmusik“ auf.
Seine musikalischen Wurzeln machen den RTL-Auftritt deshalb durchaus stimmig. Wenn es bei Stefan Raab um die Wiesn, Bierzelte und Volksfeststimmung geht, bringt Mross die entsprechende Erfahrung praktisch mit.
Für den 50-Jährigen dürfte eine solche Atmosphäre nichts völlig Neues sein. Bühne, Publikum und Volksmusik gehören seit seiner Jugend zu seinem beruflichen Leben. Nun trifft diese Erfahrung auf das Unterhaltungskonzept von Stefan Raab.
Interessant ist der Auftritt aber vor allem deshalb, weil Mross gerade erst ein wichtiges Kapitel seiner Fernsehkarriere beendet hat. Seit 2005 war er das Gesicht von „Immer wieder sonntags“. Über viele Jahre hinweg präsentierte er das Liveformat und wurde für zahlreiche Zuschauer untrennbar mit der Sendung verbunden.
Doch Anfang September kam das Ende. Am 6. September moderierte Mross seine letzte Live-Ausgabe – und dabei wurde deutlich, wie sehr ihn der Abschied emotional beschäftigte.
Der Moderator versuchte offenbar, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Lange gelang ihm das jedoch nicht. Während der letzten Sendung flossen schließlich Tränen.
„Ich wollte stark bleiben und nicht weinen, aber jetzt habt ihr’s geschafft“, sagte Mross unter Tränen zu den Zuschauern.
Damit endete seine lange Zeit als Moderator von „Immer wieder sonntags“ besonders emotional. Doch schon wenige Tage später stand fest: Ganz aus dem Fernsehen verschwunden ist Stefan Mross keineswegs.
Der Abschied ging nicht spurlos an ihm vorbei

Der letzte Auftritt bei „Immer wieder sonntags“ war für Stefan Mross deutlich mehr als eine gewöhnliche Sendung. Nach rund zwei Jahrzehnten an der Spitze des Formats musste er sich von einem Stück seiner Fernsehkarriere verabschieden.
Am 6. September ging die letzte Live-Sendung mit ihm über die Bühne. Dabei konnte der Moderator seine Emotionen nicht vollständig verbergen. Mross hatte offenbar versucht, während der Sendung Haltung zu bewahren, doch schließlich überwältigten ihn die Gefühle.
„Ich wollte stark bleiben und nicht weinen, aber jetzt habt ihr’s geschafft“, sagte er seinem Publikum.
Mit dieser Ausgabe war die gemeinsame Zeit allerdings noch nicht ganz aus dem Fernsehen verschwunden. Die ARD zeigt am 13. September noch ein Best-of. Danach soll endgültig Schluss sein.
Als Gründe für das Aus verweisen SWR und ARD auf den bestehenden Sparzwang sowie eine stärkere Konzentration auf digitale Angebote. Für Mross bedeutet das Ende damit nicht nur den Verlust eines langjährigen Sendeplatzes, sondern auch das Ende einer Ära, die sein öffentliches Bild über Jahre hinweg geprägt hat.
Doch der Abschied sorgte offenbar auch hinter den Kulissen für Spannungen.
Bei der anschließenden SWR-Abschiedsfeier soll es laut Bild zu einem Eklat gekommen sein. Mross soll die Rede der Senderspitze als „Bestattungsrede“ bezeichnet haben. Außerdem habe er Programmdirektor Clemens Bratzler vorgeworfen, ihn und seine Sendung aus dem Programm gedrängt zu haben.
Damit bekam der Abschied eine deutlich schärfere Note, als es die emotionale letzte Live-Sendung zunächst vermuten ließ.
Unterstützung erhielt Mross im Vorfeld auch von einem Kollegen, der selbst Erfahrungen mit dem Ende eines bekannten Volksmusikformats gemacht hat.

