Alle unter Schock: Legendärer Musiker ist tot

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Die Jazzwelt trauert: Jack DeJohnette, einer der kreativsten und einflussreichsten Schlagzeuger seiner Generation, ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

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Ein Gigant verstummt – Die Nachricht, die die Jazzwelt erschütterte

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Die Meldung kam am Montagmorgen: Jack DeJohnette starb am Sonntag im Kreis seiner Familie in Woodstock, New York. Musiker – von Herbie Hancock bis Esperanza Spalding – zeigten sich erschüttert und hoben DeJohnettes einzigartige Mischung aus Drive, Melodiegefühl und harmonischem Denken hervor.

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Fans rund um den Globus teilten Erinnerungen an legendäre Live-Momente: das brodelnde Ride-Becken in Montreux 1973, die magischen Trioshows in der Carnegie Hall. Selbst Werkskollegen sprachen von einem „kreativen Nordstern“, der ihnen stets den Weg gewiesen habe.

Wie wurde aus einem Klavierschüler der gefragteste Drummer der Avantgarde? Lassen Sie uns eintauchen.

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Von Chicago nach Woodstock – Ein Leben im Rhythmus

Image: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Geboren 1942 in Chicago, begann DeJohnette als Pianist, bevor ihn das Schlagzeug völlig vereinnahmte. Früh spielte er Blues in South-Side-Clubs, lernte dort das kommunikative Spiel, das später sein Markenzeichen wurde.

1966 zog er nach New York, wo Sessions mit John Coltrane und Charles Lloyd den jungen Drummer rasch auf die Landkarte setzten. Seine Fähigkeit, komplexe Rhythmen mit lyrischer Leichtigkeit zu verbinden, machte ihn zur ersten Wahl für Abenteurer der Szene.

Nächste Station: eine Begegnung, die Jazz revolutionieren sollte.

An Miles Davis’ Seite – Fusion, die Geschichte schrieb

Image: AI
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1969 holte Miles Davis den 27-Jährigen in sein Elektrik-Ensemble. Auf Klassikern wie „Bitches Brew“ und „On the Corner“ verwebte DeJohnette Funk-Grooves mit freier Improvisation – eine Blaupause für Fusion und Hip-Hop-Sampling gleichermaßen.

Zeitzeugen berichten, Davis habe DeJohnettes „Elastizität“ geliebt: kein Beat glich dem anderen, jeder diente dem Moment. Konzertmitschnitte zeigen, wie der Drummer das Kollektiv via subtiler Akzente in neue Klangräume lenkte.

Doch sein künstlerischer Kosmos wurde noch größer – bei einem Münchner Label fand er eine zweite Heimat.

ECM und das Trio mit Keith Jarrett – Klangforschung ohne Grenzen

Image: AI
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Ab den 1970ern war DeJohnette „Hausschlagzeuger“ des Labels ECM. Hier entstanden Alben wie „Special Edition“ und „New Directions“, deren atmosphärische Sounds bis heute Produzenten inspirieren.

Legendär wurde das Keith-Jarrett-Trio: DeJohnette, Jarrett und Gary Peacock verwandelten Jazz-Standards in epische Erzählungen. Kritiker feierten das Zusammenspiel als „telepathisch“ – ein Ritterschlag, der DeJohnette endgültig in die Liga der ganz Großen katapultierte.

Welche Ehrungen folgten und warum sein Einfluss ganze Generationen prägte, erfahren Sie gleich.

Auszeichnungen und Einfluss – Der Trommler als Wegbereiter

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Zwei Grammys, zahllose DownBeat-Poll-Siege und 2012 die Auszeichnung als NEA Jazz Master: DeJohnette erhielt fast jeden Preis, den die Szene vergibt. Seine 2022 veröffentlichte Platte „Skyline“ gewann den Grammy für das beste Jazz-Instrumentalalbum.

Junge Stars wie Makaya McCraven nennen ihn „Rhythmus-Philosophen“. Sein orchestrales Denken am Drumset beeinflusste Rock-Drummer ebenso wie Producer, die seine Breaks sampeln. Kaum ein Schlagzeuger verband Spiritualität und Technik so überzeugend.

Bleibt die Frage: Was hinterlässt ein Musiker, der Klanggeschichte schrieb?

Das Vermächtnis – Warum Jack DeJohnette unsterblich bleibt

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Mit über 50 Alben als Leader und Hunderten als Sideman hinterlässt DeJohnette ein gigantisches Œuvre. Seine künstlerische Neugier trieb ihn bis zuletzt – noch 2024 tourte er mit jungen Talenten durch Europa, stets offen für neue Sounds.

Musiker wie Dave Holland betonen, dass DeJohnette „jede Band größer klingen ließ“. Genau deshalb wird sein Groove weiterleben, ob in Jazz-Clubs, Sample-Libraries oder in den Herzen der Fans. Seine Stille ist nur körperlich – sein Beat pulst fort.

Und so endet diese Hommage – doch der Rhythmus von Jack DeJohnette klingt noch lange nach.

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