Sonja Zietlow kennt das Dschungelcamp wie kaum eine andere – und verrät jetzt, was eine wirklich „perfekte Kandidatin“ ausmacht.
Zwei Jahrzehnte Dschungel-Erfahrung

Seit mehr als 20 Jahren ist Sonja Zietlow das Gesicht des RTL-Dschungelcamps. Kaum jemand kennt die Mechanismen, Dynamiken und menschlichen Abgründe der Show so gut wie sie. Gemeinsam mit ihrem Moderationspartner Jan Köppen führt sie das Publikum Jahr für Jahr durch Prüfungen, Tränen und Triumphe.
Nun gewähren die beiden einen seltenen Blick hinter die Kulissen von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus. Dabei wird schnell klar: Auch für die Moderatoren selbst ist das Dschungelcamp mehr als nur Routine – es ist ein emotionales Experiment mit klaren Favoriten und deutlichen Meinungen.
Gleiche Nerven, gleiche Sympathien

Im Gespräch mit RTL verrät Sonja Zietlow, dass sie und Jan Köppen erstaunlich oft auf einer Wellenlänge liegen. „Wir sind oft von denselben Personen genervt oder mögen dieselben“, erklärt sie offen.
Dabei haben beide eine sehr klare Vorstellung davon, welche Kandidaten im Camp wirklich funktionieren. Menschen mit echten Lebenserfahrungen seien deutlich spannender als reine Reality-Gesichter. Sonja bringt es auf den Punkt: „Menschen, die etwas erlebt haben, sind spannender als solche, die nur aus einem anderen Format kommen.“ Eine Haltung, die auch ihr Kollege teilt.
Warum Lebenserfahrung zählt

Jan Köppen ergänzt die Sichtweise mit einem Augenzwinkern – aber klarer Botschaft. „Wenn ein 23-Jähriger Lebensweisheiten erzählt, nimmt man das nicht immer unbedingt ernst.“ Für die Moderatoren lebt das Dschungelcamp von Persönlichkeiten, die Höhen und Tiefen kennen und diese auch zeigen können.
Gerade diese Authentizität sei es, die Zuschauer fessele. Wer nur eine Rolle spiele oder einstudierte Sätze abliefere, habe es schwer. Stattdessen brauche es Menschen, die bereit sind, sich emotional zu öffnen – auch auf die Gefahr hin, dabei angreifbar zu werden.
Das Idealbild einer Dschungel-Kandidatin

Als Paradebeispiel nennt Sonja Zietlow die Gewinnerin der vergangenen Staffel: Lilly Becker. Für sie sei Lilly die perfekte Kandidatin gewesen.
„Sie war offen, ehrlich, kämpferisch, hat gelacht, ist an Grenzen gegangen, ist auch mal zusammengebrochen und hat abgebrochen“, schwärmt Zietlow. Weiter beschreibt sie Lilly als extrovertiert, authentisch und mit einer echten Geschichte. Jan Köppen fasst das Erfolgsrezept knapp zusammen: „Extrovertiert, aber nicht unangenehm. Authentisch ist der Schlüssel.“
Persönliche Wandlungen im Camp

Besonders faszinierend finden beide Moderatoren Kandidaten, die sich im Laufe der Staffel sichtbar verändern. Jan Köppen erinnert sich an Sam Dylan aus der vergangenen Staffel. Anfangs wirkte vieles bei ihm gespielt, doch dann kam der Wendepunkt.
„In der Mitte der Staffel hatte er einen echten Moment, als er im Höhennetz hing. Plötzlich war da der Mensch hinter der Showfigur.“ Auch Sonja Zietlow kennt solche Entwicklungen gut. Sie erinnert an Ross Antony, der 2008 zunächst abbrechen wollte, weinte – und am Ende zum Dschungelkönig wurde.
Favoriten schon vor dem Start

Auch für die neue Staffel, die am 23. Januar startet, hat Sonja Zietlow längst persönliche Favoriten. Ohne Namen zu nennen, verrät sie schmunzelnd: „Ich wünsche ihnen, weiterzukommen. Ich habe sogar schon angerufen.“
Das zeigt: Selbst nach über zwei Jahrzehnten ist das Dschungelcamp für die Moderatoren kein reines Pflichtprogramm. Es bleibt ein Format, das überrascht, berührt und echte Geschichten hervorbringt. Für Sonja Zietlow und Jan Köppen ist klar: Nicht Skandale entscheiden über den Erfolg – sondern Menschen, die bereit sind, sich wirklich zu zeigen.

