Anna-Carina Woitschack tanzt, schwitzt und schiebt alles andere beiseite – doch was steckt wirklich hinter ihrem kompromisslosen „Für irgendwas anderes habe ich weder Zeit noch Nerven“?
Fieber am Morgen, Bühne am Abend – und keine Option zum Absagen

Eigentlich sollte der Freitag für Anna-Carina Woitschack (33) der große Start in ein neues Kapitel sein: „Let’s Dance“, Scheinwerfer, Publikum, Nervenkitzel. Doch schon am Morgen vor der Aufzeichnung merkte die Schlagersängerin, dass ihr Körper nicht so mitspielt, wie sie es gebraucht hätte. Sie wachte krank auf – und hatte sofort Zweifel, ob sie das überhaupt durchstehen würde.
Nach der Show beschreibt sie die Situation offen: „Ich bin wirklich mit leichtem Fieber und total verschnupft aufgewacht und hatte schon so ein bisschen Sorge für heute“. Trotzdem stand für sie schnell fest: Rückzug kommt nicht infrage.
Denn genau das ist ihr Ding: durchziehen, auch wenn’s weh tut – selbst wenn sie innerlich weiß, dass sie sich in gesünderem Zustand deutlich besser fühlen würde.
„Immer durchziehen“ – aber der Wunsch nach Gesundheit bleibt

Anna-Carina macht in dem Interview klar, dass sie nicht zu denen gehört, die bei Gegenwind sofort den Stecker ziehen. Im Gegenteil: Sie klingt wie jemand, der sich in Stressmomenten erst recht festbeißt. Ihr Motto bringt sie ziemlich deutlich auf den Punkt: „Aufgeben ist gar keine Option. Immer durchziehen.“
Und trotzdem klingt auch durch, wie sehr sie die Belastung spürt. Denn sie sagt ebenso ehrlich: „Aber ich würde mich besser fühlen, wenn ich ein bisschen gesünder wäre.“ Das ist dieser typische Mix aus Kampfgeist und Realität: Du willst liefern – aber dein Körper erinnert dich daran, dass er Grenzen hat.
Was viele unterschätzen: Selbst „nur“ die Kennenlernshow bedeutet bei „Let’s Dance“ schon ein Trainingspensum, das sich anfühlt wie ein Vollzeitjob. Und Anna-Carina beschreibt ziemlich drastisch, wie hart diese Vorbereitung wirklich ist.
Bis zu zehn Stunden am Tag: „Die Füße sind extrem geschwollen“
Für die Kennenlernshow hat Anna-Carina offenbar richtig geschuftet. Und sie beschönigt nichts. Sie sagt: „Es ist ein hartes Training. Wir haben acht bis zehn Stunden trainiert.“ Dazu kommt die körperliche Kehrseite, die man im Fernsehen kaum sieht: „Die Füße sind extrem geschwollen.“
Sie beschreibt ein Gefühl, das viele aus hartem Sport kennen: Man liegt abends im Bett und denkt, der Körper macht morgen dicht. Wörtlich sagt sie: „Man geht abends ins Bett und denkt: ‚Morgen wird das nichts mehr‘, aber irgendwie geht es dann doch weiter.“
Das ist nicht nur „ein bisschen Proben“ – das ist Belastung, Tag für Tag. Und in ihrem Fall kommt noch etwas dazu: Während sie so viel trainiert, läuft ihr privates Leben nicht einfach nebenbei weiter. Es gibt nämlich ein Thema, das kurz vor Staffelstart öffentlich wurde – und das für viele eine emotionale Zusatzlast wäre.
Trennung kurz vor dem Start – und plötzlich zählt nur noch Training
Kurz vor Staffelstart machte Anna-Carina Woitschack auch privat Schlagzeilen: Sie hatte die Trennung von ihrem Freund öffentlich gemacht. Viele würden in so einer Phase emotional schwanken, sich ablenken wollen, vielleicht sogar komplett zurückziehen.
Bei ihr klingt es anders – fast schon wie ein Schutzmodus. Auf die Frage, ob das straffe Programm eine willkommene Ablenkung sei, sagt sie knapp: „Der Fokus liegt komplett auf dem Training. Für irgendwas anderes habe ich weder Zeit noch Nerven.“
Das ist ein Satz, der zeigt: Sie schaltet alles aus, was sie nicht jetzt sofort braucht. Keine Nebenschauplätze. Keine Diskussionen. Nur Tanz, Disziplin, Funktionieren.
Und sie war nicht die Einzige, die mit Problemen kämpfen musste: In derselben Woche gab es auch bei einer anderen Kandidatin Wehwehchen – und das sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff.
Verletzungen im Training: Auch andere kämpfen mit Wehwehchen

Im „Let’s Dance“-Kosmos geht es oft schneller, als man denkt: ein falscher Tritt, eine unglückliche Bewegung – und schon hat man etwas, das sich durch die ganze Woche zieht. Anna-Carina war am Freitag also nicht die einzige, die angeschlagen war. Bei der letzten Probe soll sich auch „Let’s Dance“-Star Bianca Heinicke verletzt haben.
Das zeigt, wie dünn der Grat ist: Die Show wirkt glamourös, aber die Vorbereitung ist körperlich knallhart. Und gerade in den ersten Wochen sind viele noch nicht „eingetanzt“, der Körper ist nicht angepasst, die Belastung ungewohnt.
Umso bemerkenswerter ist, dass Anna-Carina – trotz Fieber, trotz Erkältung, trotz Druck – ausgerechnet an diesem Abend einen großen Erfolg feierte. Denn am Ende zählt bei „Let’s Dance“ gnadenlos die Leistung auf dem Parkett.
21 Punkte und ein Llambi-Satz, der sitzt: „Der beste Tanz…“

Der Einsatz zahlte sich aus: Anna-Carina Woitschack lieferte mit 21 Punkten eine der besten Leistungen des Abends ab und tanzte sich direkt in die Top 3. Besonders bemerkenswert: Sie bekam sogar Lob vom sonst so strengen Joachim Llambi.
Llambi schwärmte nach ihrem Auftritt – gemeinsam mit Mitstreiter Joel Mattli – mit einem Satz, der für eine Kennenlernshow wie ein Ritterschlag klingt: „Der beste Tanz, den ich jemals in einer Kennenlernshow gesehen habe“.
Anna-Carina selbst war nach dem Ende der Sendung hörbar überwältigt und sagte: „Ich bin total geflasht. Damit hätte ich niemals gerechnet.“
Und genau das macht diese Geschichte so „Let’s Dance“: krank aufgewacht, trotzdem durchgezogen, bis zu zehn Stunden Training – und am Ende ein Abend, der plötzlich alles auf den Kopf stellt.

