Wie viel kassieren eigentlich Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi für ihre sprichwörtlichen „zehn Punkte“?
Seit 2013 ein Trio – und offenbar noch lange nicht am Ende

Motsi Mabuse (44), Jorge González (58) und Joachim Llambi (61) sind längst ein Markenzeichen von „Let’s Dance“. Seit 2013 sitzen sie gemeinsam am Jury-Pult – und genau diese Konstanz soll laut Berichten noch mehrere Jahre weitergehen. Schon vor der vergangenen Staffel gaben die drei Juroren bekannt, dass ihre Verträge vorzeitig verlängert wurden.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigten sie, dass sie mindestens bis 2027 an RTL gebunden sind. Für Fans ist das eine klare Botschaft: Wer sich auf neue Jury-Gesichter eingestellt hatte, kann erst mal aufhören zu spekulieren.
Und genau das ist im schnelllebigen Showgeschäft bemerkenswert. Während andernorts ständig umgebaut wird, bleibt RTL bei diesem Trio offenbar stur. Warum? Eine Aussage von Jorge liefert einen ersten Hinweis.
„Vertrauensbeweis“: Jorge macht klar, was der Deal für ihn bedeutet

Jorge González klingt in seinen Aussagen so, als sei die Vertragsverlängerung mehr als nur ein „weiter so“. Er sagte damals: „Ein solcher Schritt ist für mich ein echter Vertrauensbeweis von RTL gegenüber uns dreien“.
Damit beschreibt er nicht nur seinen eigenen Stellenwert, sondern das ganze Trio als Paket. Genau dieses Paket scheint RTL schützen zu wollen: die Mischung aus Motis Empathie, Llambis Klartext und Jorges Show-Faktor.
Doch sobald es um Verträge geht, kommt automatisch die nächste Frage: Was kostet RTL diese Kontinuität? Offiziell hält sich der Sender bedeckt – aber in der Berichterstattung kursieren Zahlen, die viele staunen lassen.
Gagen geheim – aber es kursieren siebenstellige Summen

Wie hoch die Gagen der drei Juroren ausfallen, ist offiziell Verschlusssache. RTL gibt traditionell keine Details zu Vertragsverhandlungen oder konkreten Zahlen bekannt. Trotzdem brodelt die Gerüchteküche regelmäßig – vor allem, weil „Let’s Dance“ zu den großen Zugpferden des Senders zählt.
Die „Bild“-Zeitung berichtet von siebenstelligen Gagen pro Jurymitglied und schätzt die Gesamtkosten für das Trio auf rund drei Millionen Euro pro Jahr. Das sind Beträge, die im TV-Business zwar nicht unheard of sind – aber trotzdem deutlich machen: RTL zahlt angeblich nicht für einzelne Juroren, sondern für eine Konstellation, die sich bewährt hat.
Doch spannend ist nicht nur die Höhe, sondern auch, wie die drei intern damit umgehen sollen. Denn laut einem Manager gibt es zwischen ihnen eine ungewöhnliche Offenheit.
„Offen miteinander“: Die Jury soll die Gehälter der anderen kennen

Künstlermanager Oliver Wirtz Brito, der unter anderem Jorge vertritt, verriet gegenüber dem Branchenmagazin DWDL, dass es in der Vergangenheit eine Transparenzoffensive zwischen den Juroren gegeben habe. Heißt: Die Stars sollen die Gehälter der jeweils anderen kennen.
Das ist im Showgeschäft alles andere als selbstverständlich – oft wird genau darüber geschwiegen, weil Neid, Machtspielchen oder Unsicherheit entstehen könnten. Hier klingt es eher so, als hätte das Trio früh entschieden: Wir sind eine Einheit, also reden wir auch offen miteinander.
Wirtz Brito formulierte es sogar noch drastischer. Er sagte: „Eher wird ‚Let’s Dance‘ eingestellt, als dass die Jury verändert wird“. Ein Satz, der fast wie eine Kampfansage klingt – und zeigt, wie zentral dieses Dreiergespann offenbar für die Marke geworden ist.
Und Joachim Llambi? Der legt verbal natürlich noch einen drauf.
Llambi wird deutlich: „Die Jury wird bei uns nicht gewechselt wie eine Unterhose“

Auch Joachim Llambi betont immer wieder, dass die Jury trotz unterschiedlicher Charaktere zusammengehört. Er sagte: „Wir sind zwar sehr unterschiedlich von den Charakteren her, aber trotzdem eine Einheit. Die Jury wird bei uns nicht gewechselt wie eine Unterhose.“
Solche Sätze sind typisch Llambi: direkt, polternd, aber auch eindeutig. Die Botschaft: Es gibt bei ihnen kein „wir probieren mal was Neues“, sondern Beständigkeit als Prinzip. Und genau diese Beständigkeit ist in Unterhaltungsshows selten geworden.
Dabei bedeutet „Einheit“ nicht, dass sie immer geschniegelt harmonisch auftreten. Im Gegenteil: Ihr Necken und Sticheln gehört seit Jahren zum Konzept – aber laut Beteiligten eben ohne echte Risse.
„Am längsten amtierende Jury“ – und das Sticheln soll nur Show sein

Inga Leschek, Programmgeschäftsführerin von RTL, bezeichnete das Trio sogar als die „am längsten“ amtierende „Jury einer Unterhaltungsshow weltweit“. Das unterstreicht, wie sehr RTL diese Besetzung als Alleinstellungsmerkmal betrachtet.
Dass sich die drei gern gegenseitig aufziehen – etwa wenn Llambi über Jorges schrille Looks stichelt – sei laut DWDL vor allem freundschaftlicher Spaß. Llambi scherzte dazu: „Wenn ich es vorher wüsste, würde ich womöglich gar nicht kommen“ und setzte nach: „Manchmal erschrecke ich mich regelrecht, wenn er aus seiner Garderobe kommt.“
Hinter den Kulissen, so betonen Beteiligte, laufe das Miteinander seit Jahren reibungslos. Und genau darauf baut RTL offenbar auch für die kommenden Staffeln: drei Juroren, die sich kennen, reiben, ergänzen – und gerade dadurch für viele Zuschauer „Let’s Dance“ erst komplett machen.

