Ein früherer Dschungel-Champion meldet sich zu Wort – und ihre Warnung könnte das Abenteuer eines bereits heftig diskutierten Camp-Neulings komplett verändern.
Schon vor dem Start – ein Kandidat spaltet das Publikum

Noch bevor die neue Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! überhaupt begonnen hat, steht ein Teilnehmer besonders im Fokus: Gil Ofarim. Seine Verpflichtung für das Dschungelcamp 2026 sorgt bereits im Vorfeld für massive Diskussionen. In sozialen Netzwerken mehren sich Boykott-Aufrufe, viele Zuschauer werfen dem Sender fehlendes Fingerspitzengefühl vor.
Der Hintergrund ist bekannt: der sogenannte „Davidstern-Skandal“, der Ofarim bis heute begleitet. Die Frage, ob und wie der Musiker sich im Camp dazu äußern wird, polarisiert – und bringt nun auch ehemalige Dschungelstars auf den Plan.
Lucy Diakovska meldet sich zu Wort

Nun hat sich auch Lucy Diakovska, Dschungelkönigin des Jahres 2024, klar positioniert. In einem RTL-Interview macht sie deutlich, dass sie eine Reality-Show nicht für den richtigen Ort hält, um schwere gesellschaftliche Themen aufzuarbeiten.
Ihr Urteil ist eindeutig: Das Dschungelcamp eigne sich nicht für „Reinwasch-Aktionen“. Lucy äußerte sich dazu nach ihrem Auftritt in der Dschungelcamp-Warm-up-Show – und fand dabei ungewohnt ernste Worte.
Enttäuschung über einen gefallenen Künstler

Diakovska zeigte sich vor allem persönlich betroffen vom damaligen Vorfall rund um Gil Ofarim. „Ich war enttäuscht von diesem gesamten Vorfall, weil sich ein ganz toller Musiker viele Wege versperrt hat … und aus vielen Gründen … hat er sich selbst und vielen weiteren Menschen einen großen Schaden angerichtet“, erklärte sie offen.
Für sie steht weniger die mediale Aufarbeitung im Vordergrund, sondern die langfristigen Folgen. Ein Fehler, so ihr Eindruck, habe nicht nur der eigenen Karriere geschadet, sondern auch gesellschaftliche Wunden hinterlassen, die bis heute nachwirken.
Verantwortung endet nicht mit Applaus

Besonders deutlich wird Lucy Diakovska, wenn sie über die Rolle von Künstlern spricht. „Ich finde es schade, weil wir Musiker, Schauspieler, was auch immer, es nach so vielen Jahren einfach besser wissen müssten. Was für eine Verantwortung wir haben gegenüber der Gesellschaft“, sagt sie.
Gerade deshalb glaubt sie, dass es für Ofarim im Camp extrem schwierig werden dürfte. Die Erwartungen des Publikums seien hoch, die Geduld hingegen gering. Für Lucy steht fest: Eine öffentliche Aussprache gehört in andere Formate – nicht in ein Unterhaltungsformat, das auf Prüfungen, Drama und Unterhaltung setzt.
Gil Ofarim selbst bleibt zurückhaltend

Auch Gil Ofarim hat sich vor seinem Einzug ins Camp geäußert – allerdings ohne große emotionale Gesten. In einem offiziellen Statement erklärte er: „Ich kann mir letztendlich wahnsinnig viele Gedanken machen oder mich verrückt machen. Aber letztendlich entscheiden es die Leute immer selber.“
Zugleich betonte er, dass die Jahre abseits der Öffentlichkeit ihn verändert hätten. „Die Zeit, die Jahre, die ich, sagen wir, von der Bildfläche weg war, hat sich vieles geändert in meinem Leben. Ich habe mich auch weiterentwickelt“, so der Musiker. Ob und wie sich diese Entwicklung im Camp zeigen wird, bleibt offen.
RTL verteidigt die Entscheidung

Der Sender RTL reagierte auf die anhaltende Kritik mit einem klaren Statement, das unter anderem in Instagram-Kommentarspalten verbreitet wurde. Darin heißt es sinngemäß: Gil Ofarim habe sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet, und sein Lebensweg umfasse mehr als die damaligen Ereignisse.
„Wie er heute mit seiner Vergangenheit umgeht, sehen wir ab dem 23. Januar“, so RTL. Genau dieser Satz bringt die Kontroverse auf den Punkt: Während der Sender auf Entwicklung und zweite Chancen setzt, zweifeln viele Zuschauer daran, ob das Dschungelcamp der richtige Ort für diesen Prozess ist.
Fest steht: Noch bevor das erste Lagerfeuer entzündet ist, sorgt Gil Ofarim für mehr Gesprächsstoff als mancher spätere Finalist.

