Der Anblick von Jürgen Drews hat viele Fans aufhorchen lassen. Nun meldet sich Tochter Joelina zu Wort – und macht deutlich, wie herausfordernd die Lage für die Familie wirklich ist.
Ein Auftritt, der viele Fragen auslöst

Jürgen Drews hat sich im Juli bei einem öffentlichen Termin mit einer Gehhilfe gezeigt. Die Bilder des Schlagerstars mit einem Rollator sorgten schnell für Aufmerksamkeit und machten deutlich, dass sich sein Alltag inzwischen verändert hat.
Der Sänger selbst ging offen mit der Situation um und erklärte gegenüber der „Abendzeitung München“, warum er die Gehhilfe an diesem Abend dabeihatte.
Hintergrund ist eine Erkrankung, mit der Jürgen Drews bereits seit mehreren Jahren lebt: Polyneuropathie.
Beim Termin wollte der Musiker offenbar vor allem auf Nummer sicher gehen. Denn auf dem roten Teppich war zunächst nicht klar, ob er längere Zeit stehen müsste.
Über seinen Rollator sagte er: „Ich gehe schon noch ganz normal. Heute Abend wusste ich nicht, ob wir stehen oder nicht, deshalb habe ich ihn dabei“.
Für seine Tochter Joelina Drews war der öffentliche Auftritt ihres Vaters allerdings mit ganz unterschiedlichen Gefühlen verbunden.
Jetzt hat sie erstmals ausführlicher darüber gesprochen.
Tochter Joelina ist „stolz“ auf ihren Vater

Bei der Premiere der Sendung „Die Verräter“ in Köln wurde Joelina Drews von RTL auf den Auftritt ihres Vaters angesprochen.
Dabei machte sie deutlich, dass sie vor allem eines empfunden habe: Stolz.
„Ich war stolz auf ihn“, sagte die Tochter des Schlagerstars.
Dass sich Jürgen Drews mit dem Rollator in der Öffentlichkeit zeigt, empfindet Joelina offenbar nicht als Zeichen von Schwäche.
Ganz im Gegenteil.
Sie sieht darin ein wichtiges Signal.
Den öffentlichen Auftritt ihres Vaters mit Gehhilfe bezeichnete sie als „starkes Zeichen nach außen“.
Für Joelina ist offenbar entscheidend, dass ihr Vater seine Erkrankung nicht versteckt.
Auch im Alltag gehe er ihrer Einschätzung nach so gut wie möglich damit um.
„So gut wie möglich.“
Trotz dieser positiven Haltung fällt es seiner Tochter aber nicht immer leicht, ihren Vater mit den sichtbaren Folgen seiner Erkrankung zu erleben.
Denn für sie hat sich dadurch einiges verändert.
Der Anblick macht Joelina nachdenklich

So sehr Joelina Drews den offenen Umgang ihres Vaters mit seiner Erkrankung unterstützt, der Anblick des 81-Jährigen lässt sie emotional offenbar nicht kalt.
Schließlich kennt sie ihren Vater auch aus einer Zeit, in der körperliche Einschränkungen noch keine so große Rolle in seinem Alltag spielten.
Dass manche Dinge heute anders sind, beschäftigt sie.
„Wenn man sieht, dass gewisse Dinge anders sind als früher, macht einen das schon nachdenklich und melancholisch“, sagte Joelina Drews.
Trotz dieser schwierigen Gefühle versucht sie, sich auf die positive Seite zu konzentrieren.
Denn ihr Vater habe sich seinen Lebensmut offenbar bewahrt.
Joelina beschreibt Jürgen Drews als einen Menschen, der trotz der gesundheitlichen Herausforderungen weiterhin Freude am Leben hat.
Getröstet werde sie deshalb durch den Gedanken, dass ihr Vater ein „Typ \[ist\], der dennoch mit Spaß durchs Leben geht.“
Diese Einstellung scheint auch für die Familie eine wichtige Stütze zu sein.
Denn einfach ist die Situation für niemanden.
„Für uns alle in der Familie nicht einfach“

Wie sehr die Erkrankung die Familie beschäftigt, machte Joelina Drews auch gegenüber dem „Berliner Kurier“ deutlich.
Dort sprach sie darüber, wie die Angehörigen mit der veränderten Situation umgehen.
„Natürlich ist es für uns alle in der Familie nicht einfach, aber man lernt, sich damit zu arrangieren.“
Eine einfache Lösung gibt es für die Familie nicht.
Umso wichtiger sei es, Jürgen Drews im Alltag zu unterstützen und für ihn da zu sein.
Joelina bringt es selbst auf den Punkt: „Man kann ja leider nichts machen, außer für ihn da zu sein und ihn zu unterstützen, wo es geht.“
Damit beschreibt sie einen Alltag, in dem die Familie gelernt hat, mit den gesundheitlichen Einschränkungen umzugehen.
Der Rollator ist dabei für Jürgen Drews offenbar längst kein völlig neues Hilfsmittel.
Auch wenn er damit erst kürzlich erstmals bei einem öffentlichen Termin fotografiert wurde, nutzt er die Gehhilfe außerhalb der Öffentlichkeit bereits seit längerer Zeit.
Der Grund dafür liegt in einer Erkrankung des Nervensystems.
Was hinter der Gehhilfe steckt
Dass Jürgen Drews auf einen Rollator zurückgreift, hat einen medizinischen Hintergrund.
Bei dem Sänger wurde bereits vor mehreren Jahren Polyneuropathie diagnostiziert.
Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der mehrere Nerven geschädigt werden können. Je nach Ausprägung können unter anderem Bewegungsabläufe und die Sicherheit beim Gehen beeinträchtigt sein.
Für Jürgen Drews bedeutet die Erkrankung deshalb auch Veränderungen in seinem Alltag.
Eine Gehhilfe kann ihm dabei zusätzliche Sicherheit geben – insbesondere bei längeren Wegen oder Situationen, in denen er nicht genau weiß, wie lange er stehen muss.
Genau das war offenbar auch bei seinem öffentlichen Auftritt im Juli der Fall.
Der Sänger selbst machte dabei jedoch deutlich, dass er sich nicht grundsätzlich als auf einen Rollator angewiesen darstellen möchte.
Vielmehr nutzt er die Gehhilfe dann, wenn sie ihm Sicherheit und Unterstützung bietet.
Und genau dieser offene Umgang scheint auch seiner Tochter wichtig zu sein.
Jürgen Drews versteckt sich nicht

Für Joelina Drews ist offenbar entscheidend, dass ihr Vater trotz seiner Erkrankung weiterhin am Leben teilnimmt.
Dass Jürgen Drews mit Rollator zu einem öffentlichen Termin geht, sieht sie deshalb nicht als trauriges Zeichen, sondern als Ausdruck von Stärke.
Er verstecke sich nicht vor seiner Erkrankung und gehe mit der veränderten Situation so gut wie möglich um.
Für die Familie bleibt die Erkrankung dennoch eine Herausforderung.
Joelina hat gelernt, die Veränderungen anzunehmen und ihren Vater dort zu unterstützen, wo es notwendig ist.
Gleichzeitig hilft ihr offenbar die Einstellung des Schlagerstars selbst.
Denn trotz gesundheitlicher Einschränkungen scheint Jürgen Drews seinen Lebensmut nicht verloren zu haben.
Seine Tochter beschreibt ihn als einen Menschen, der „mit Spaß durchs Leben geht“.
Der öffentliche Auftritt mit Rollator könnte deshalb auch eine Botschaft vermitteln: Jürgen Drews möchte sich von seiner Erkrankung nicht vollständig aus dem Leben zurückziehen.
Und für Joelina scheint genau das der Grund zu sein, warum sie an diesem Tag vor allem eines empfand: Stolz auf ihren Vater.

