Maite Kelly hat in einer schweren Phase offenbar selbst mit dem Gedanken gespielt, alles hinter sich zu lassen.
Als plötzlich nichts mehr selbstverständlich war

Maite Kelly gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der deutschen Schlagerszene. Mit Hits wie „Warum hast du nicht nein gesagt“ an der Seite von Roland Kaiser wurde sie für viele Fans zu einer festen Größe im Schlager.
Doch auch eine erfolgreiche Sängerin wie Maite Kelly blieb von den Folgen der Corona-Pandemie nicht unberührt. Als Konzerte abgesagt wurden, Auftritte ausfielen und viele Künstlerinnen und Künstler plötzlich um ihre berufliche Zukunft bangen mussten, begann auch sie, über Alternativen nachzudenken.
Im Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ von Barbara Schöneberger sprach die 46-Jährige nun offen darüber. Dabei zeigte sich: Maite Kelly hatte für den Ernstfall bereits einen überraschend konkreten Plan.
Plötzlich stand ein kompletter Neuanfang im Raum

Während der Pandemie überlegte Maite Kelly offenbar sehr genau, wie sie reagieren würde, falls ihre bisherige Existenz nicht mehr zu halten wäre. Die Sängerin wollte vorbereitet sein und dachte dabei nicht nur an kleine Einsparungen, sondern an einen radikalen Schritt.
Im Gespräch schilderte sie ihre damaligen Gedanken mit bemerkenswerter Offenheit: „Ich kenne mich ja aus. Ich wusste schon: Da verkaufe ich mein Haus, Wohnwagen kaufen, Stellplatz suchen, einfach von vorne anfangen.“
Diese Aussage macht deutlich, wie ernst die Lage für viele Künstler in dieser Zeit war. Selbst etablierte Namen konnten nicht sicher sein, wie lange die Krise dauern würde und wann Konzerte, Tourneen und Auftritte wieder möglich sein würden.
Sogar Kaufinteressenten für ihr Haus meldeten sich
Bei Maite Kelly blieb es offenbar nicht nur bei theoretischen Gedankenspielen. Nach ihren Angaben meldeten sich während der Corona-Zeit sogar mehrere Kaufinteressenten für ihr Haus in Köln.
Die Dreifach-Mama spielte verschiedene Szenarien durch und war offenbar bereit, ihren bisherigen Lebensstil komplett zu verändern, falls es nötig geworden wäre. Ein Hausverkauf, ein Wohnwagen und ein Neustart auf kleinerem Raum standen als Möglichkeit tatsächlich im Raum.
Dass Maite Kelly darüber heute so offen spricht, gibt einen seltenen Einblick in die Schattenseite der Pandemie für Künstler. Hinter großen Bühnen, Hits und TV-Auftritten standen plötzlich dieselben Fragen wie bei vielen anderen Menschen: Wie geht es weiter? Was bleibt sicher? Und worauf kommt es wirklich an?
Ihre Töchter standen immer an erster Stelle
Trotz aller Unsicherheiten gab es für Maite Kelly eine Grenze, die sie niemals überschreiten wollte. Die Zukunft ihrer Töchter Agnès, Josephine und Solène hatte für sie absolute Priorität.
Im Podcast machte sie deutlich, dass sie selbst in einer finanziell schwierigen Lage nicht an den Bildungsrücklagen ihrer Kinder gespart hätte. Sie sagte: „Zurück auf die Straße, Kinder. Hauptsache, die Bildung brechen wir nicht ab. Das war mir wichtig.“
Diese Worte zeigen, wie klar Maite Kelly ihre Prioritäten setzte. Materieller Besitz hätte im Notfall weichen können, doch die Ausbildung ihrer Kinder nicht. Am Ende musste sie ihren Notfallplan glücklicherweise nicht umsetzen. Dennoch zeigt ihre Schilderung, wie ernst sie die Situation nahm.
Maite Kelly spricht auch über ihr Dating-Verhalten

Doch bei diesem einen Geständnis blieb es im Gespräch mit Barbara Schöneberger nicht. Maite Kelly gab auch private Einblicke in ihre Art, mit Menschen umzugehen. Dabei wurde sie wieder sehr direkt.
Die Sängerin sagte: „Ich habe Schwierigkeiten, höflich zu sein“. Damit meinte sie nicht nur alltägliche Begegnungen, sondern auch Situationen, in denen es um Nähe, Kennenlernen und Dating geht.
Besonders deutlich wurde sie, als sie über klassische Verabredungen sprach. Maite erklärte: „Ich hasse daten, ich date nie!“ Für sie scheinen oberflächliche Kennenlernrituale wenig Reiz zu haben. Stattdessen wirkt sie wie jemand, der direkte, echte Begegnungen bevorzugt – auch wenn das manchmal unbequem sein kann.
Warum Smalltalk für sie schwierig ist
Maite Kelly erklärte außerdem, dass ihr Smalltalk oft schwerfällt. Als Grund nennt sie ihre Synästhesie. Dabei handelt es sich um ein neurologisches Phänomen, bei dem Sinneseindrücke miteinander verknüpft werden und zusätzliche Wahrnehmungen entstehen können.
Für Maite bedeutet das offenbar, dass sie Eindrücke besonders intensiv und direkt wahrnimmt. Klassische Höflichkeitsfloskeln oder lockere Gespräche können dadurch zur Herausforderung werden.
So zeigte sich die Schlagersängerin im Podcast von mehreren ungewöhnlich offenen Seiten: als Künstlerin, die während der Pandemie sogar einen kompletten Neustart plante, als Mutter, die ihre Kinder an erste Stelle setzt, und als Frau, die mit Dating und Smalltalk wenig anfangen kann. Gerade diese Ehrlichkeit macht deutlich: Hinter dem Schlagerstar Maite Kelly steckt eine Persönlichkeit, die ihre Krisen, Eigenheiten und Prioritäten erstaunlich klar benennt.

