„Riesenaufgebot mit Bundespolizei“: Darum wäre Vincent Gross beinahe im Gefängnis gelandet

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Vincent Gross wollte nur nach Hause fliegen – doch beinahe wäre er im Gefängnis gelandet.

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Ein Abschied voller Geschenke – und ein mulmiges Gefühl

Image: IMAGO / osnapix
Image: IMAGO / osnapix

Nach einem umjubelten Auftritt in Dresden wollte Vincent Gross (29) eigentlich nur eines: nach Hause. Der Abend war erfolgreich, die Fans euphorisch, die Stimmung gelöst. Wie so oft nach Konzerten überreichten ihm Besucher kleine Aufmerksamkeiten – liebevoll verpackt, persönlich überreicht, mit besten Absichten. Gross sammelte alles ein, verabschiedete sich und machte sich wenig später auf den Weg Richtung Flughafen Berlin-Brandenburg.

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Mit dabei: Taschen voller Erinnerungen, Fanbriefe, Präsente. Nichts Ungewöhnliches, nichts Verdächtiges. Und doch sollte genau dieser Routineweg durch die Sicherheitskontrolle zu einem Erlebnis werden, das der Sänger so schnell nicht vergisst. Noch ahnte er nicht, dass wenige Minuten später Uniformen, ernste Blicke und ein mulmiges Ziehen im Magen seinen Heimflug beinahe verhindern würden.

Sicherheitskontrolle mit plötzlichem Stillstand

Image: IMAGO / BOBO
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Am Flughafen lief zunächst alles nach Plan. Vincent Gross stellte sein Handgepäck aufs Förderband, legte die gesammelten Geschenke dazu und wartete gelassen. Dann jedoch der Moment, der alles veränderte. Ein kurzer Blick, ein knappes Wort der Kontrolleure – und plötzlich hiess es: «Stichprobe!».

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Der Sänger blieb ruhig, erklärte sofort: «Das ist ein Fangeschenk». Doch die entspannte Atmosphäre war dahin. Beamte baten ihn zur Seite, das Gepäck wurde separiert. Die Umgebung wirkte auf einmal angespannt, jede Bewegung schien beobachtet. Für Gross begann eine nervenaufreibende Wartezeit. Was zunächst nach einer Routineprüfung aussah, entwickelte sich rasch zu einer Situation, die ihm buchstäblich den Schweiss auf die Stirn trieb.

Minuten, die sich wie Stunden anfühlen

Image: IMAGO / Sven Simon
Image: IMAGO / Sven Simon

Während er wartete, kreisten die Gedanken. Gross vertraut seinen Fans – und doch schlich sich ein Zweifel ein. Geschenke sind oft verpackt, ungeöffnet. Man weiss nie hundertprozentig, was sich darin befindet. Die Beamten arbeiteten konzentriert, sprachen leise miteinander, während der Sänger immer unruhiger wurde.

Später schilderte er: «Ein Riesenaufgebot mit Bundespolizei, die haben mein gesamtes Gepäck auf den Kopf gestellt.» Die Situation wirkte plötzlich grösser, ernster, bedrohlicher. Noch wusste Gross nicht, was genau der Auslöser war. Nur eines wurde klar: Diese Kontrolle hatte nichts mehr mit Zufall zu tun – und sie konnte ernste Konsequenzen haben.

Der wahre Grund – und das positive Testergebnis

Image: IMAGO / Sven Simon
Image: IMAGO / Sven Simon

Erst jetzt kam die Erklärung, die alles in ein neues Licht rückte: Sprengstoffkontrolle. Ein routinemässiger Test war angeschlagen – positiv. Für Vincent Gross ein Schockmoment. In Sekunden malte er sich schlimmste Szenarien aus. Festnahme? Verhör? Flugverbot?

Der Sänger schwitzte Blut und Wasser. Zwar wusste er, dass es sich um ein Geschenk handelte, doch absolute Sicherheit hatte er nicht. Genau darin lag das Problem. Die Beamten nahmen die Situation ernst, sperrten den Bereich ab, prüften jedes Detail. Minuten vergingen, bis schliesslich Entwarnung kam. Die Erleichterung war riesig, als «Gott sei Dank festgestellt» wurde, dass keine Gefahr bestand – sondern lediglich ein harmloser Christstollen im Gepäck lag.

Die juristische Frage, die bleibt

Nach dem Vorfall stellte sich Gross eine entscheidende Frage: «Juristisch gesehen: Ja, das ist ein Fangeschenk, ich hab jetzt nicht reingeguckt. Wenn da jetzt wirklich was dringewesen wäre, wäre ich dann ins Gefängnis gekommen?» Schliesslich hatte er den Gegenstand selbst durch die Kontrolle gebracht.

Eine Anfrage bei der Kantonspolizei Zürich ergab: Grundsätzlich trägt jeder Passagier Verantwortung für das, was er mit ins Flugzeug nimmt. Wie ein solcher Fall ausgegangen wäre, lässt sich jedoch nicht pauschal sagen. «Das müsste dann die zuständige Untersuchungsbehörde entscheiden. Bei einem Sprengstoffverdacht wird aber auch immer noch das FedPol eingeschaltet», erklärte die Medienstelle.

Dankbarkeit, Humor – und ein glückliches Ende

Image: Instagram/@vincentgross
Image: Instagram/@vincentgross

Am Ende nahm Vincent Gross die Sache mit Humor. Unter seinem Instagram-Video bedankte er sich öffentlich: «Danke an Natalie für den Christstollen» – und richtete liebe Grüsse an die «sehr freundlichen Bundespolizeibeamten vom Flughafen Berlin-Brandenburg!».

Der Flug konnte schliesslich wie geplant stattfinden, der Sänger reiste mitsamt Gebäck weiter. Zurück blieb eine Geschichte, die zeigt, wie schnell harmlose Gesten in heikle Situationen kippen können. Für Gross endete alles glimpflich – doch der Vorfall wird ihm wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

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