Ein Vierteljahrhundert nach dem tragischen Tod von Rex Gildo legt sein langjähriger Vertrauter Dave Klingeberg im Podcast „SoKo Schlager“ neue Aussagen vor – und sie bringen jene verhängnisvolle Nacht vom 23. Oktober 1999 zurück ins grelle Rampenlicht.
Ein ungeahntes Geständnis nach 26 Jahren

Rex Gildo ist seit mehr als zwei Jahrzehnten tot, doch sein Fall lässt die Schlagerwelt nicht los. In der aktuellen Podcast-Folge verrät Dave Klingeberg, dass er in den Minuten vor dem Fenstersturz verzweifelt um das Leben seines Freundes rang. Obwohl die Öffentlichkeit lange nur das Bild eines glänzenden Schlageridols kannte, zeichnet Klingebergs Stimme ein Szenario voll Hektik und Angst.
Während Millionen Fans noch immer zu „Fiesta Mexicana“ tanzen, beschreibt der einstige Privatsekretär die beklemmende Stille im Münchner Apartment: ein Sänger aufgelöst, ein Freund panisch – und eine Wohnungstür, hinter der jede Sekunde kostbar wurde.
Lasst uns nun eintauchen in das, was Klingeberg in diesen dramatischen Augenblicken wirklich sah …
Der verzweifelte Griff – Sekunden vor dem Sturz

Als der Notarzt eintraf, eilte Klingeberg voraus, um Gildo zu beruhigen. Doch der Star war bereits Richtung Fenster gelaufen. „Ich streckte die Hand aus, aber er rutschte mir weg“, schildert Klingeberg. Dieses Bild verfolgt ihn bis heute: der glänzende Bühnenheld, plötzlich ein hilfloser Mensch am Abgrund.
Die Berichte von damals sprachen von einem Sprung, doch Klingebergs Worte lassen eher einen taumelnden Sturz erkennen – ausgelöst von Orientierungslosigkeit. Sein Versuch, Gildo festzuhalten, endete in einem Sekundenbruchteil, der ihr beider Leben veränderte.
Warum war Rex Gildo überhaupt so verwirrt? Genau hier beginnt die nächste, dunklere Schicht der Geschichte …
Die Spirale aus Medikamenten, Erschöpfung und Angst

Ende der Neunziger war der Schlagerstar ausgelaugt. Auftritte in Möbelhäusern statt in Hallen, ein Körper, der nur dank Tabletten durchhielt, und ein Ruf, der bröckelte – all das stürzte ihn in einen Strudel aus Schlafmitteln und Schmerztabletten. Klingeberg erinnert sich, wie Gildo an diesem Tag seine Tablettendose suchte, während Termine sich stapelten und Druck von außen wuchs.
Ärzte erklärten später, dass eine Übermedikation Desorientierung hervorrufen kann. Genau diese Benommenheit sieht Klingeberg als unmittelbaren Auslöser: Gildo habe die Distanz zum Fenster schlicht unterschätzt.
Doch war es tatsächlich nur ein tragischer Unfall – oder mischte sich mehr in diese letzten Schritte? Ein Blick auf seine streng gehüteten Geheimnisse verrät …
Mythos oder Wahrheit: Sprung, Sturz – oder etwas dazwischen?

Bis heute kursieren Gerüchte, Gildo habe bewusst den Tod gesucht. Klingeberg widerspricht: „Rex liebte das Publikum zu sehr.“ Dennoch bleibt der Widerspruch zwischen Augenzeugen, Presse und Obduktionsbericht bestehen. Während die Polizei von Suizid ausging, deuten Klingebergs Schilderungen auf einen versuchten Hilferuf, der katastrophal endete.
Diese Ambivalenz nährt den Mythos um den Sänger: Ein Mann, der stets perfektes Entertainment bot und sich doch im Leben verfing. Zwischen glamouröser Fassade und privaten Abgründen verschwimmen die Grenzen – bis heute.
Um die Tragweite zu verstehen, hilft ein Blick in ein Doppelleben, das Kreise bis in die Gegenwart zieht …
Ein erfundenes Leben: Scheinehen, Geheimbeziehungen und ewige Schuld

Rex Gildo hieß eigentlich Ludwig Franz Hirtreiter, inszenierte eine Familiengeschichte, die es nie gab, und versteckte seine Homosexualität hinter PR-Ehen. Klingeberg schildert, wie Gildo noch 1999 versuchte, Gerüchte mit neuen Liebes-Stories zu ersticken. Die permanente Rolle als „ewiger Sonnyboy“ fraß an ihm, bis er sich in Medikamenten verlor.
Dave Klingeberg trägt heute die Doppellast aus Trauer und Selbstvorwürfen. Sein aktuelles Geständnis ist zugleich eine späte Bitte um Vergebung – gegenüber einem Freund, den er nicht retten konnte, und gegenüber Fans, die die Wahrheit erst jetzt in ihrer ganzen Tragik erfahren.
Damit schließt sich vorerst der Kreis um einen Sturz, der zur Legende wurde – und um ein Erinnern, das endlich alle Seiten der Geschichte zeigt.

