Ein neuer Wirbel um Stefan Mross sorgt in der Schlagerwelt für Aufsehen. Gerade erst hatte der Moderator seinen Frust über das Ende von „Immer wieder sonntags“ öffentlich gemacht, nun wird plötzlich ihm selbst mangelnde Fairness vorgeworfen.
Unerwartete Wendung

Das Ende der beliebten Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ sorgt weiterhin für große Diskussionen. Seit März steht fest, dass die traditionsreiche ARD-Show nach dieser Saison eingestellt wird – trotz guter Quoten und treuer Fans.
Besonders Moderator Stefan Mross zeigte sich tief getroffen von der Entscheidung. Seit 2005 stand der Volksmusikstar als Gesicht der Sendung vor der Kamera und galt für viele Zuschauer längst als fester Bestandteil des Formats.
Im Interview mit t-online sprach Mross nun offen über seine Enttäuschung. Vor allem die Art und Weise, wie ihm das Aus mitgeteilt wurde, habe ihn verletzt. Seine deutlichen Worte sorgten schnell für Aufmerksamkeit – doch inzwischen schlägt die öffentliche Stimmung plötzlich in eine ganz andere Richtung um.
„So etwas macht man nicht“

Stefan Mross machte im Interview klar, wie hart ihn die Entscheidung getroffen habe. Besonders die fehlende Empathie der Verantwortlichen kritisierte der Moderator deutlich.
„Ich war schockiert“, erklärte der 50-Jährige offen. Anschließend legte er nach: „Das hätte man auch anders lösen können. Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht.“
Viele Fans zeigten zunächst Verständnis für die Enttäuschung des Entertainers. Schließlich hatte Mross die Sendung über zwei Jahrzehnte geprägt und war für viele Zuschauer eng mit „Immer wieder sonntags“ verbunden.
Doch kurz nach seinen emotionalen Aussagen meldete sich plötzlich ein Veranstalter öffentlich zu Wort – und erhob seinerseits schwere Vorwürfe gegen den Moderator.
Veranstalter erhebt schwere Vorwürfe
Auslöser für die Kritik ist offenbar ein Vorfall aus dem vergangenen November. Damals sollte Stefan Mross die Galanacht der Spitzenweine im „Steigenberger Kurhaus“ in Bad Neuenahr moderieren.
Wochenlang wurde laut Veranstalter intensiv mit dem bekannten TV-Star geworben. Doch kurz vor Beginn der Veranstaltung soll Mross seinen Auftritt überraschend abgesagt haben.
Jetzt äußerte sich Andreas Lambeck, Geschäftsführer von Ahrtal Marketing, öffentlich dazu – und reagierte dabei direkt auf die aktuellen Aussagen des Moderators.
Auf Facebook schrieb er: „Besonders entsetzt war ich damals über deinen Umgang: Deine empathielose Art der kurzfristigen Absage als Moderator per WhatsApp – lediglich elf Stunden vor Beginn unserer Gala.“
Diese Worte sorgten sofort für Aufmerksamkeit und heizten die Diskussionen rund um Stefan Mross weiter an.
„Du hast sogar meine Nummer blockiert“

In seinem öffentlichen Statement schilderte Andreas Lambeck die Situation ausführlich. Besonders der Umgang von Stefan Mross habe ihn damals sprachlos gemacht.
Trotz vertraglicher Vereinbarungen und intensiver Vorbereitungen habe sich der Moderator plötzlich nicht mehr gemeldet. Lambeck erklärte: „Ich war in diesem Moment komplett hilf- und fassungslos.“
Anschließend erhob er weitere schwere Vorwürfe: „Ich habe versucht, dich zu erreichen – erfolglos. Du hast sogar meine Handynummer blockiert. Ohne Angabe von Gründen einfach abgesagt!“
Für das Organisationsteam sei die Situation extrem schwierig gewesen. Schließlich habe man kurzfristig auf den Ausfall des prominenten Moderators reagieren müssen.
Bislang hat Stefan Mross zu diesen Anschuldigungen öffentlich nicht Stellung genommen.
„Das nennt man Karma“

Besonders brisant wurde Lambecks Statement durch seinen direkten Bezug auf die aktuelle Kritik von Stefan Mross an der ARD. Der Veranstalter machte deutlich, dass er wenig Verständnis für die Vorwürfe des Moderators habe.
Wörtlich schrieb er: „Das nennt man Karma.“
Weiter erklärte er: „Wer öffentlich Empathie und Fairness einfordert, sollte diese Maßstäbe auch im eigenen Handeln konsequent anlegen.“
Damit stellt Lambeck offen die Glaubwürdigkeit des Entertainers infrage. Gleichzeitig wirft er Fragen nach Verlässlichkeit, Verantwortung und gegenseitigem Respekt auf – besonders im Umgang mit Geschäftspartnern.
Die deutlichen Aussagen sorgen inzwischen auch in den sozialen Netzwerken für Diskussionen. Während einige Nutzer Stefan Mross verteidigen, zeigen andere Verständnis für die Kritik des Veranstalters.
Stefan Mross schweigt bislang zu den Vorwürfen

Zum aktuellen Zeitpunkt hat sich Stefan Mross weder öffentlich noch gegenüber t-online zu den Vorwürfen geäußert. Ob der Moderator die Situation später noch erklären wird, bleibt bislang offen.
Fest steht jedoch: Die Diskussion rund um seine Person wird immer größer. Während er selbst zuletzt fehlende Empathie der ARD kritisierte, wird ihm nun genau dieses Verhalten selbst vorgeworfen.
Zum Abschluss seines Statements richtete Andreas Lambeck noch persönliche Worte an den Moderator: „Innezuhalten und die eigene Perspektive ebenso kritisch zu hinterfragen, wie du es von anderen einforderst.“
Für Stefan Mross kommt diese öffentliche Kritik ausgerechnet in einer ohnehin schwierigen Phase seiner Karriere. Nach dem angekündigten Ende von „Immer wieder sonntags“ steht der Moderator aktuell stärker im Fokus denn je – allerdings offenbar nicht nur aus positiven Gründen.

