Stefan Raab kehrt mit einem Paukenschlag ins Rampenlicht zurück – und sein erstes Opfer ist ausgerechnet Dschungelcamp-Ikone Sonja Zietlow.
Raabs Rückkehr – und der Ton ist sofort gesetzt

Kaum ist Stefan Raab mit seiner neuen RTL-Show auf Sendung, fliegen schon die verbalen Giftpfeile. In „Die Stefan Raab Show – Die halbe Stunde nach der Stunde danach“ nimmt sich der 59-Jährige das Dschungelcamp vor – und bleibt dabei ganz der Alte: laut, provokant, gnadenlos. Nach einer weiteren emotional aufgeladenen IBES-Folge kündigt Raab augenzwinkernd einen eigenen „Rumble in the Jungle“ an und startet mit einem Rundumschlag gegen Camper, Moderatoren und das Format selbst.
Dschungelcamp als „Endstation“ – Spitzen gegen die Kandidaten

Raab spart nicht an Häme. In Anspielung auf „Let’s Dance“ nennt er das Dschungelcamp die „Endstation für Promis, die zum Tanzen zu blöd sind“. Besonders Gil Ofarim bekommt sein Fett weg: Raab karikiert dessen Schweigen mit der ironischen Wiederholung der Verschwiegenheitsformel – und legt nach, dass für viel Geld bislang wenig Inhalt geliefert werde. Der Spott sitzt, das Studio lacht – doch die Reaktionen im Netz lassen nicht lange auf sich warten.
Fiese Spitze gegen Sonja Zietlow

Dann trifft es eine der Konstanten des Formats: Sonja Zietlow. Raab kommentiert die Optik im Camp mit dem Satz, es sei „unfassbar, wie geliftet und operiert die alle sind“, und setzt nach mit einer gezielten Spitze gegen die Moderatorin, „die immer neben Jan Köppen steht“. Zietlow moderiert IBES seit 2004, seit 2023 gemeinsam mit Jan Köppen – und steht seit Jahren offen zu Beauty-Eingriffen. Genau diese Offenheit macht Raabs Seitenhieb für viele Zuschauer besonders unerquicklich.
Die persönliche Ekelgrenze – und ein neuer Tiefpunkt

Raab erklärt, eine Szene aus Tag 5 habe seine „persönliche Ekelgrenze um Lichtjahre überschritten“. Gemeint ist kein Prüfungs-Ekel, sondern ein Moment mit Stephen Dürr, der selbstironisch seine Brust zeigte. Raab setzt zu einem derben Wortspiel an, fragt nach einem möglichen OnlyFans-Namen und schiebt eine platte Überleitung hinterher. Für viele wirkt das weniger satirisch als schlicht geschmacklos.
Elton als Punchline – Humor mit Risiko

Als wäre das nicht genug, nutzt Raab seinen Co-Host Elton als Pointe: Wer „noch geilere Titten sehen wolle“, solle dranbleiben – Elton komme gleich. Der Spruch polarisiert. Während einige den typischen Raab-Humor erkennen wollen, kippt bei anderen die Stimmung endgültig. Der Grat zwischen Provokation und Respekt wird sichtbar dünn.
Zuschauerreaktionen – Lachen bleibt im Hals stecken

In den sozialen Medien fällt das Urteil hart aus. Kommentare wie „Ein Fiebertraum“ oder „Bodyshaming 2026“ dominieren die Diskussion. Viele fragen, ob diese Art Humor noch zeitgemäß ist – gerade in einer Begleitsendung, die eigentlich das Geschehen einordnen soll. Klar ist: Raab sorgt wieder für Gesprächsstoff. Ob das der Neustart ist, den RTL sich erhofft hat, oder ob die Grenze des Erträglichen überschritten wurde, wird sich zeigen. Sicher ist nur: Langweilig wird es mit Stefan Raab nie.

