Tragischer Schicksalsschlag: Otto Waalkes in Trauer

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Ein stiller Verlust erschüttert gerade Otto Waalkes’ engstes Umfeld.

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Ein Verlust, der tief sitzt

Image: IMAGO / BREUEL-BILD
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Hans Otto Mertens ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Für Otto Waalkes bedeutet dieser Abschied weit mehr als den Verlust eines früheren Wegbegleiters – offenbar verliert er einen Vertrauten, der ihn über Jahrzehnte begleitet und geprägt hat.

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Dass Waalkes so emotionale Worte wählt, macht deutlich, wie eng die Verbindung der beiden gewesen sein muss. Nicht irgendein Branchenprofi verschwindet hier aus seinem Leben, sondern ein Mensch, der schon da war, als der große Ruhm noch in weiter Ferne lag. Gleich wird deutlicher, warum diese Beziehung für Otto so außergewöhnlich war.

Der Mann, der Ottos Talent früh erkannte

Image: IMAGO / Sven Simon
Image: IMAGO / Sven Simon

Zu Beginn der 1970er-Jahre stand Otto Waalkes noch ganz am Anfang. Er erinnerte sich daran, damals in kleinen Läden und Jugendherbergen aufgetreten zu sein – fernab von großer Bühne, großem Publikum oder sicherem Erfolg.

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Genau in dieser Phase erkannte Hans Otto Mertens offenbar das Potenzial des Komikers. Während andere vielleicht nur einen jungen Künstler mit ungewöhnlichem Humor sahen, glaubte Mertens früh an dessen Möglichkeiten und organisierte sogar ein Konzert im Hamburger Audimax. Hier nahm eine Entwicklung ihren Lauf, die später deutsche Unterhaltungsgeschichte schreiben sollte. Doch der entscheidende Schritt war damit noch längst nicht geschafft.

Erst die Absage, dann der mutige Plan

 IMAGO / Manfred Segerer
IMAGO / Manfred Segerer

Der aufgezeichnete Auftritt wurde anschließend bei Plattenfirmen eingereicht. Doch statt Begeisterung gab es zunächst Ablehnung. Otto Waalkes schilderte die Reaktion der Branche mit den Worten: „Witze auf Platte – das war angeblich nicht zeitgemäß und marktgerecht genug“.

Gerade dieser Moment zeigt, wie unsicher alles damals war. Aus heutiger Sicht wirkt Ottos Erfolg fast selbstverständlich – doch damals glaubte eben nicht jeder an das Konzept. Umso spannender ist, was Hans Otto Mertens danach tat. Denn an diesem Punkt hätte die Geschichte auch schon wieder enden können.

Der Einsatz, der alles veränderte

Mertens gab nicht auf. Statt sich von den Absagen entmutigen zu lassen, traf er eine Entscheidung, die für Otto Waalkes rückblickend zum Wendepunkt wurde. Der Komiker erzählt: „Und dann hat er einen Kredit aufgenommen und wir haben die Platte selbst gedruckt“.

Dieser Schritt war mutig – und offenbar goldrichtig. Waalkes beschreibt den Erfolg in einer Entwicklung, die sich Stück für Stück steigerte: „Erst gingen 100 weg, dann 500, dann 1.000, dann 10.000. Das wurde immer mehr.“ Aus einem riskanten Vorstoß wurde ein Triumph, der später sogar die Verhandlungsposition gegenüber Plattenfirmen komplett veränderte. Doch die Geschichte zwischen den beiden ging noch deutlich weiter.

Aus Geschäftspartnern wurden enge Freunde

Gemeinsam gründeten Otto Waalkes und Hans Otto Mertens später das Label Rüssl Räckords. Die erste LP „Otto“ wurde damit zum Fundament für eine Karriere, die Otto zu einem der bekanntesten Entertainer Deutschlands machte.

Doch die Verbindung beschränkte sich nicht auf berufliche Entscheidungen. Die beiden waren sich auch privat eng verbunden. Zeitweise lebte Mertens sogar mit Otto Waalkes, Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen in der legendären Hamburger Künstler-WG „Villa Kunterbunt“. Diese Nähe erklärt, warum die aktuelle Trauer so persönlich wirkt. Und es kommt noch ein Detail hinzu, das den Verlust besonders schmerzhaft erscheinen lässt.

Die letzten Jahre und Ottos bewegender Abschied

Der Kontakt zwischen Otto Waalkes und Hans Otto Mertens blieb offenbar bis zuletzt eng. Waalkes sagte: „Wir haben bis zuletzt auch in Florida nebeneinander gewohnt und uns regelmäßig gesehen. Es ist sehr tragisch“. Allein diese Schilderung zeigt, dass hier keine verblasste Bekanntschaft betrauert wird, sondern eine jahrzehntelange Freundschaft.

Zum Abschied fand Otto noch einmal sehr persönliche Worte über den Mann, der ihn einst entdeckte, förderte und begleitete: „Er hat Otto gemanagt, das ist nicht so einfach. Er hat dadurch ein intensives Leben geführt, wir waren 50 Jahre Freunde. Er hat sich immer um mich gekümmert. Danke!“ Genau darin löst sich auch die Wucht der eingangs zitierten Aussage auf: Wenn Otto sagt, „Ich habe ihm alles zu verdanken“, dann meint er damit offenbar nicht nur den Karrierestart – sondern ein halbes Jahrhundert Vertrauen, Loyalität und Freundschaft.

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