Er war ein erfolgreicher Musiker. Jetzt ist er leider für immer von uns gegangen.
Eine Blues-Ära geht leise zu Ende

Über sechs Jahrzehnte stand er auf Bühnen in Nordamerika und Europa. Mit rauer Stimme, präzisem Gitarrenspiel und einer tiefen Liebe zum traditionellen Blues wurde er zu einer festen Größe der internationalen Szene.
Nun ist der Musiker im Alter von 83 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde erst einige Tage nach seinem Tod öffentlich. Zur Todesursache gibt es bislang keine Angaben. Mit ihm verliert der Blues einen seiner beständigsten Botschafter.
Vom New Yorker Nachwuchstalent zur Szene-Größe

Geboren wurde er 1942 in New York. Bereits Anfang der 1960er-Jahre begann er, sich ganz der Musik zu widmen. 1963 erschien sein erstes Album – der Auftakt zu einer außergewöhnlich langen Karriere.
Im Laufe der Jahrzehnte veröffentlichte er mehr als 30 Alben. Zeitweise trat er unter einem leicht abgeänderten Namen auf, um Verwechslungen mit seinem Vater, dem einflussreichen Produzenten John Henry Hammond, zu vermeiden.
Blues ohne Kompromisse

Sein Markenzeichen war der unverfälschte, traditionelle Blues. Meist stand er allein mit Gitarre und Gesang auf der Bühne, gelegentlich begleitet von einer Mundharmonika. Sein Spiel war direkt, ehrlich, ohne Effekthascherei.
Er tourte unermüdlich und brachte den klassischen amerikanischen Blues auch einem europäischen Publikum näher. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit Musikern wie Jimi Hendrix und Eric Clapton zusammen. Erst jetzt wird klar, welcher Künstler die Szene verloren hat.
Jetzt wird bekannt, wer gestorben ist

Nun bestätigt sich die Nachricht: John Hammond ist am 28. Februar im Alter von 83 Jahren gestorben.
Seine Karriere begann in den frühen 1960er-Jahren und erstreckte sich über mehr als sechs Jahrzehnte. Er galt als einer der wichtigsten Vertreter des traditionellen Blues und prägte Generationen von Musikern mit seinem puristischen Stil.
Grammy und internationale Anerkennung

1985 gewann Hammond einen Grammy für das beim Montreux Jazz Festival aufgenommene Album „Blues Explosion“. Die Live-Aufnahme zählt bis heute zu seinen bekanntesten Werken und brachte ihm internationale Anerkennung.
Mit zahllosen Studio- und Livealben blieb er über Jahrzehnte präsent. Seine Musik war nie modisch – sondern zeitlos.
Aufnahme in die Hall of Fame

2011 wurde John Hammond in die Blues Hall of Fame aufgenommen – eine der höchsten Ehrungen des Genres. Doch selbst danach dachte er nicht ans Aufhören. Er veröffentlichte weiterhin Musik und stand regelmäßig auf der Bühne.
Mit John Hammond verliert die Blues-Welt eine Konstante. Seine Stimme, seine Gitarre und sein kompromissloser Stil bleiben – als Echo einer Ära, die er entscheidend mitgeprägt hat.

