Ungewöhnliche Hochzeit: Schlagersängerin hat Ja gesagt

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Erst war da nur dieses eine Detail, das sofort neugierig macht: Eine Hochzeit, die alles andere als klassisch wirkt. Statt Glamour, Schlosskulisse oder Strandromantik steht bei diesen „Sommerhaus“-Bekanntheiten ausgerechnet ein Ort im Mittelpunkt, mit dem wohl die wenigsten gerechnet hätten. Genau diese ungewöhnliche Entscheidung macht die Liebesgeschichte jetzt so spannend.

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Eine Hochzeit, die sofort für Gesprächsstoff sorgt

Image: IMAGO / Daniel Scharinger
Image: IMAGO / Daniel Scharinger

Eine Hochzeit soll für viele Paare ein ganz besonderer Tag werden. Romantische Schlösser, traumhafte Strände oder festlich geschmückte Säle gehören deshalb zu den beliebtesten Kulissen für den großen Moment.

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Dieses Paar entschied sich allerdings für etwas völlig anderes.

Statt einer märchenhaften Umgebung mit Blumen und prunkvollen Räumlichkeiten wurde für die Feier ein Ort ausgewählt, an dem normalerweise alte Autos zerlegt und verwertet werden. Zwischen Metallteilen, Reifen und ausrangierten Fahrzeugen wurde ausgerechnet der Bund fürs Leben gefeiert.

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Was zunächst nach einem ungewöhnlichen Scherz klingt, war tatsächlich lange geplant.

Die frisch Vermählten hatten sich bewusst für diese außergewöhnliche Kulisse entschieden. Für sie sollte die Hochzeit nicht möglichst luxuriös oder spektakulär wirken, sondern persönlich und anders sein.

Bereits am Tag zuvor hatten die beiden den ersten offiziellen Schritt gemacht und sich in Hamburg vor den Standesbeamten gestellt.

Am Samstag folgte dann die eigentliche Feier – und die fand an einem Ort statt, den wohl nur die wenigsten Brautpaare freiwillig für ihren Hochzeitstag auswählen würden.

Doch hinter dieser Entscheidung steckt eine Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht.

Zwischen Altmetall und Autowracks

Image: AI
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Gefeiert wurde auf dem Gelände des Autorecyclers Kiesow in Norderstedt bei Hamburg. Dort, wo normalerweise alte Fahrzeuge auf ihre Verwertung warten, versammelten sich nun Familie, Freunde und Wegbegleiter des Paares.

Zwischen Blech, Altmetall und ausgeschlachteten Autos wurde aus einem ungewöhnlichen Gelände eine ganz persönliche Hochzeitslocation.

Auch optisch setzte das Paar auf einen bewussten Kontrast. Der Bräutigam erschien in einem hellblauen Anzug von Boss. Seine Partnerin trug ein klassisches weißes Brautkleid.

Von einer pompösen Schlosskulisse war damit tatsächlich nichts zu sehen.

Doch genau das war offenbar der Plan. Die beiden wollten ihren großen Tag nicht so gestalten, wie es von ihnen vielleicht erwartet worden wäre. Statt Luxus und Perfektion sollte die Feier vor allem eines sein: persönlich.

Der ungewöhnliche Veranstaltungsort hatte für den Bräutigam nämlich eine ganz besondere Bedeutung.

Als Kind war er bereits auf Schrottplätzen unterwegs gewesen. In den 1960er-Jahren zog er dort mit einem Handwagen umher und sammelte Eisen, Kupfer und Blech.

Damit verdiente er damals zehn Mark.

Für den Jungen war das offenbar ein kleines Vermögen – und vor allem ein Erlebnis, das ihm bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Genau dieses Gefühl wollte er Jahrzehnte später noch einmal erleben.

Eine Liebeserklärung an die eigene Vergangenheit

Image: AI
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Die Wahl des Hochzeitsortes war also keineswegs zufällig. Für den Bräutigam war das Gelände mehr als nur eine ungewöhnliche Kulisse.

Er verband mit Schrottplätzen Erinnerungen aus seiner Kindheit und wollte diese ganz bewusst mit seinem Hochzeitstag verknüpfen.

Gleichzeitig wollte das Paar einen bewussten Gegenentwurf zu großen, luxuriösen Hochzeiten schaffen. Kein Schloss, kein exotischer Strand und kein übertriebener Prunk – stattdessen ein Ort mit persönlicher Geschichte.

„Wir wollten es anders, etwas ganz Besonderes. Denn unsere Liebe soll für immer halten“, erklärte er gegenüber dem Newsportal.

Seine zukünftige Ehefrau musste allerdings offenbar erst von der Idee überzeugt werden.

Als ihr Partner mit dem ungewöhnlichen Vorschlag um die Ecke kam, hielt sie diesen zunächst für einen Scherz. Schließlich stellte sie sich vor, wie sie in einem weißen Brautkleid zwischen alten Reifen, Metall und Altöl stehen würde.

So richtig begeistert war sie von dieser Vorstellung zunächst offenbar nicht.

Doch letztlich ließ sie sich überzeugen.

Und auch bei ihrem Brautkleid blieb das Paar seinem eher ungewöhnlichen Hochzeitskonzept treu. Statt mehrere tausend Euro für ein Kleid auszugeben, entschied sich die Sängerin für eine deutlich günstigere Variante.

„Das Kleid habe ich bei eBay-Kleinanzeigen bestellt für 150 Euro. Ich bin halt Schwäbin. Die sparen immer. Und ich will kein megateures Kleid, das ich nachher auf dem Schrottplatz ruiniere“, verriet sie.

Hinter der kuriosen Location verbarg sich damit nicht nur eine Kindheitserinnerung, sondern auch die Geschichte einer Beziehung, die bereits einige Herausforderungen überstanden hat.

Jetzt ist klar, um wen es geht

Bei dem ungewöhnlichen Brautpaar handelt es sich um Roland Heitz und Janina Korn.

Der Schauspieler und die Sängerin haben sich am Samstag auf dem Gelände des Autorecyclers Kiesow in Norderstedt bei Hamburg das Jawort gegeben.

Viele Zuschauer dürften die beiden vor allem aus der Reality-TV-Welt kennen. 2021 nahmen sie gemeinsam an „Das Sommerhaus der Stars“ teil und ließen dort das Publikum an ihrem Leben und ihrer Beziehung teilhaben.

Kennengelernt hatten sich Heitz und Korn allerdings bereits deutlich früher. 2019 trafen sie sich am Theater in Cottbus. Im Sommer 2020 wurden sie schließlich ein Paar.

Ein Jahr nach ihrem gemeinsamen Auftritt im „Sommerhaus“ folgte der nächste große Schritt: 2022 verlobten sich die beiden.

Nun wurde aus dem Verlobtenpaar ein Ehepaar.

Für Roland Heitz ist die Hochzeit dabei auch eine Art Erfüllung eines Versprechens. Denn die Idee, Janina ausgerechnet auf dem Schrottplatz zu heiraten, hatte er bereits Monate zuvor öffentlich angekündigt.

Damals klang die Vorstellung für viele vermutlich noch ziemlich ungewöhnlich.

Jetzt ist sie Realität.

Doch der Weg bis zu diesem Hochzeitstag war für die beiden keineswegs immer leicht.

Gemeinsam durch schwere Zeiten

Die Beziehung von Roland Heitz und Janina Korn musste in den vergangenen Jahren auch schwierige Phasen überstehen.

2023 wurde der Schauspieler mit einer Krebserkrankung konfrontiert. Infolge der Erkrankung verlor er seine Prostata. Die gesundheitlichen Folgen wirkten sich anschließend auch auf das Privatleben des Paares aus.

Insbesondere spätere Erektionsprobleme belasteten die Beziehung.

Für das Paar war diese Zeit eine Herausforderung. Janina Korn stand jedoch weiterhin zu ihrem Partner und unterstützte ihn während dieser schwierigen Phase.

Damit mussten die beiden nicht nur mit einer schweren Erkrankung umgehen, sondern auch mit den persönlichen Folgen, die eine solche Diagnose mit sich bringen kann.

Doch ihre Beziehung hielt diesen Belastungen stand.

Und es gab noch eine weitere Besonderheit, die ihre Liebesgeschichte von Anfang an begleitete: Zwischen den beiden liegen knapp 26 Jahre Altersunterschied.

Für die Musikerin war dieser Altersunterschied zunächst offenbar nicht ganz einfach.

Als die beiden sich näherkamen, habe sie durchaus Berührungsängste gehabt. Eine Beziehung mit einem deutlich älteren Partner war für sie offenbar zunächst ungewohnt.

Trotzdem entschied sie sich dafür, ihren Gefühlen zu folgen.

Am Ende siegte die Liebe

Heute sind Roland Heitz und Janina Korn verheiratet. Ihre Hochzeit auf dem Schrottplatz ist dabei fast schon eine Zusammenfassung ihrer gemeinsamen Geschichte.

Sie begann 2019 am Theater in Cottbus. Im Sommer 2020 wurden die beiden ein Paar. 2021 wagten sie sich gemeinsam ins „Sommerhaus der Stars“, 2022 folgte die Verlobung.

Danach mussten sie gesundheitliche Rückschläge und persönliche Herausforderungen meistern. Trotzdem hielten sie zusammen.

Nun haben sie ihre Liebe mit einer Hochzeit besiegelt – und dabei bewusst einen Ort gewählt, der für Roland Heitz eine ganz persönliche Bedeutung besitzt.

Für ihn ist der Schrottplatz eng mit seiner Kindheit verbunden. Für beide steht die ungewöhnliche Location gleichzeitig für eine Hochzeit, die nicht den klassischen Vorstellungen entsprechen sollte.

Und auch wenn Janina Korn anfangs offenbar nicht begeistert davon war, ihr weißes Kleid zwischen alten Autowracks zu tragen, ließ sie sich schließlich auf die Idee ein.

Ihre Erklärung für die gesamte Liebesgeschichte bringt es vielleicht am besten auf den Punkt:

„Aber am Ende hat die Liebe gesiegt.“

Genau das dürfte auch die Botschaft hinter dieser außergewöhnlichen Hochzeit sein. Nicht die Kulisse sollte im Mittelpunkt stehen, sondern das Paar selbst – und eine Beziehung, die nach mehreren gemeinsamen Herausforderungen nun mit dem Ja-Wort ihren nächsten großen Schritt gemacht hat.

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