Eine erschütternde Nachricht aus dem Schlagerumfeld sorgt für große Anteilnahme.
Ein plötzlicher Satz mit großer Wucht

Seit den 1990er-Jahren sorgt Dieter Thomas Kuhn gemeinsam mit seiner Band für volle Hallen und gute Laune. Was einst als ironischer Blick auf den Schlager begann, entwickelte sich längst zu einem eigenen musikalischen Phänomen.
Doch hinter der glitzernden Bühnenwelt verbirgt sich nun eine traurige Nachricht. Philipp Feldtkeller, der musikalische Kopf hinter dem unverwechselbaren Sound der Band, ist unheilbar an Krebs erkrankt.
Die Diagnose machte der Gitarrist nun selbst öffentlich – in einer neuen Dokumentation über Dieter Thomas Kuhn und seine Band.
Philipp Feldtkeller prägt den Sound der Band

Der Erfolg von Dieter Thomas Kuhn besteht nicht nur aus bunten Kostümen, Nostalgie und bekannten Schlagern. Einen entscheidenden Anteil daran hat der besondere Klang seiner Band.
Dieter Thomas Kuhn interpretiert die bekannten Titel gemeinsam mit der SWR Big Band, dem früheren „Südfunk Tanzorchester“, neu. Für den charakteristischen Sound ist vor allem Philipp Feldtkeller verantwortlich.
Der Gitarrist arbeitet bereits seit Jahrzehnten mit Kuhn zusammen. Aus der musikalischen Partnerschaft entwickelte sich gleichzeitig eine enge Freundschaft.
Die Diagnose kam während der Dreharbeiten
Besonders bewegend ist der Zeitpunkt, an dem Feldtkeller von seiner Erkrankung erfuhr.
Die Dreharbeiten zur Dokumentation „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ liegen inzwischen rund zwei Jahre zurück. Während dieser Zeit erhielt der 61-Jährige seine Krebsdiagnose.
Für die Dokumentation entschied sich Feldtkeller schließlich dazu, offen über seine Situation zu sprechen.
Der Film soll ab dem 17. September in den deutschen Kinos laufen und damit auch einen sehr persönlichen Einblick in das Leben hinter der Bühne geben.
Dieter Thomas Kuhn wollte ihm nichts vorschreiben

Für Dieter Thomas Kuhn war schnell klar, dass allein sein Freund entscheiden sollte, ob die Krankheit Teil der Dokumentation werden würde.
Im Gespräch mit „Bunte“ erinnert sich Kuhn: „Als die Diagnose kam, habe ich zu Philipp gesagt: ‚Wie du damit umgehst, ist ganz allein deine Entscheidung. Ich kann dir nicht sagen: Lass es raus, weil es passt nicht in den Film. Das geht niemanden was an.‘ Das musst du entscheiden.“
Damit machte Kuhn deutlich, dass er seinen langjährigen Weggefährten nicht unter Druck setzen wollte.
Feldtkeller entscheidet sich für Offenheit
Philipp Feldtkeller entschied sich letztlich dafür, seine Erkrankung nicht zu verheimlichen.
Die Entscheidung dürfte ihm nicht leichtgefallen sein. Schließlich wollte der Musiker selbst bestimmen, wie viel seiner privaten Situation öffentlich wird.
Nach Angaben von „Bunte“ benötigt Feldtkeller bislang keine Therapie. Gleichzeitig muss er sich regelmäßig medizinischen Kontrolluntersuchungen unterziehen.
Über seinen Umgang mit der Erkrankung möchte der Gitarrist offenbar selbst bestimmen – und genau diese Entscheidung respektiert auch sein langjähriger Freund.
Ein Film mit einer persönlichen Geschichte
Die Dokumentation über Dieter Thomas Kuhn und seine Band zeigt damit nicht nur die Entstehung ihrer Musik und die besondere Verbindung zwischen Künstlern und Publikum.
Sie erzählt auch von einer Freundschaft, die seit Jahrzehnten besteht und nun mit einer schweren Situation umgehen muss.
„Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ startet am 17. September im Kino. Für Fans dürfte der Film damit nicht nur ein Blick hinter die Kulissen der Kultband werden, sondern auch ein sehr persönliches Porträt ihres musikalischen Kopfes Philipp Feldtkeller.

