Vanessa Mai überrascht diesmal nicht mit einem fertigen Clip, sondern mit einem abrupten Stopp.
Ein Dreh, der plötzlich nicht mehr passte

Eigentlich war alles vorbereitet: Vanessa Mai hatte ihren neuen Song „Ich Fall in Love“ aufgenommen und auch die dazugehörigen Videoaufnahmen waren längst im Kasten. Doch kurz vor der Veröffentlichung kam es zu einer unerwarteten Wendung.
Als die Sängerin den ersten Schnitt des Musikvideos zu sehen bekam, fiel ihr offenbar sofort auf, dass etwas nicht stimmte. Die Aufnahmen entsprachen nicht dem Ergebnis, das sie sich für den neuen Song vorgestellt hatte.
Ihre Reaktion fiel entsprechend deutlich aus. Auch ihrem Mann Andreas machte Vanessa Mai unmittelbar klar, dass sie mit der vorhandenen Version nicht einverstanden war.
„Das kann so nicht raus“, sagte sie nach der ersten Sichtung.
Für die Sängerin war diese Situation offenbar etwas völlig Neues. Immerhin hatte sie bereits zahlreiche Musikvideos produziert und dabei viel Erfahrung mit den Abläufen hinter den Kulissen gesammelt.
Dass sie einen bereits fertig produzierten Clip stoppen und einzelne Szenen nachdrehen lassen würde, sei deshalb eine Premiere gewesen.
„Es ist noch nie passiert, dass wir ein Musikvideo so nicht freigegeben haben und gesagt haben, dass wir noch mal was machen“, erzählt Vanessa Mai im Podcast „Schön laut“ mit Lola Weippert.
Doch was hatte sie an den Bildern so sehr gestört?
Die Antwort liegt offenbar nicht dort, wo viele zunächst vermuten würden.
Der Drehtag wurde zur Belastungsprobe

Die Entstehung des Musikvideos war für Vanessa Mai alles andere als entspannt. Bereits die Rahmenbedingungen des Drehtags stellten die Sängerin und ihr Team vor einige Herausforderungen.
Denn an diesem Tag stand nicht ausschließlich die Produktion des Videos zu „Ich Fall in Love“ auf dem Programm. Zusätzlich wurde auch noch für eine Modekollektion fotografiert.
Damit wurde aus einem ohnehin langen Arbeitstag ein besonders umfangreicher Produktionstag.
Auch die Temperaturen machten die Arbeit nicht leichter. Vanessa Mai erinnert sich an 35 Grad und große Hitze. Über Stunden musste sie trotz der hohen Temperaturen vor der Kamera stehen und für die verschiedenen Aufnahmen immer wieder konzentriert sein.
Der Drehtag zog sich zudem bis in den Abend hinein.
Gegen 21.30 Uhr war die Sängerin schließlich erschöpft. Sie beschreibt sich zu diesem Zeitpunkt als „super, super müde“.
Doch nicht nur die lange Arbeitszeit und die Hitze sorgten für Schwierigkeiten. Auch bei der technischen Umsetzung lief offenbar nicht alles so, wie es sich das Team vorgestellt hatte.
Vor allem das Licht machte Probleme.
Und gerade bei einem Musikvideo kann die Beleuchtung einen entscheidenden Unterschied machen. Sie bestimmt, wie eine Szene wirkt, welche Stimmung entsteht und wie die Bilder beim Publikum ankommen.
Für Vanessa Mai war deshalb irgendwann klar: So konnte der Clip nicht veröffentlicht werden.
Erst der Schnitt offenbarte das Problem

Während des Drehs selbst war offenbar noch nicht endgültig abzusehen, wie problematisch die Aufnahmen später wirken würden.
Erst als Vanessa Mai den ersten Schnitt zu sehen bekam, wurde ihr klar, dass die fertigen Bilder nicht die gewünschte Wirkung erzielten.
Das war für die Sängerin der entscheidende Moment.
Anstatt den Clip trotzdem zu veröffentlichen, entschied sie sich dafür, die Produktion noch einmal anzupassen. Bestimmte Szenen sollten erneut aufgenommen werden.
Für das gesamte Team bedeutete das zusätzlichen Aufwand. Bereits abgeschlossene Arbeiten mussten wiederholt und die Produktion entsprechend erweitert werden.
Vanessa Mai nahm diese zusätzliche Belastung jedoch offenbar bewusst in Kauf.
Denn ihr war wichtig, dass das Video nicht nur technisch funktioniert, sondern auch die richtige Atmosphäre vermittelt.
Genau hier lag für sie das eigentliche Problem.
Die erste Fassung habe nicht die Emotionen transportiert, die sie sich für „Ich Fall in Love“ gewünscht hatte.
Deshalb wollte Vanessa die Veröffentlichung nicht einfach durchziehen.
Stattdessen wurde noch einmal gedreht.
Damit war der ursprüngliche Musikvideodreh plötzlich doch noch nicht abgeschlossen. Das Team musste zurück an die Arbeit und die betreffenden Szenen neu aufnehmen.
Für Vanessa Mai stand dabei offenbar nicht die Frage im Mittelpunkt, ob die Aufnahmen perfekt aussehen, sondern ob sie sich richtig anfühlen.
Und genau das macht ihre Erklärung besonders interessant.
Vanessa Mai räumt mit einer Vermutung auf

Eine Vermutung möchte Vanessa Mai im Podcast allerdings ausdrücklich nicht aufkommen lassen.
Ihr Entschluss, das Video stoppen und Szenen neu drehen zu lassen, habe nichts mit ihrem eigenen Aussehen zu tun gehabt.
Die Sängerin betont vielmehr, dass die Beurteilung des eigenen Erscheinungsbildes immer eine Frage des persönlichen Geschmacks sei.
Ob jemand auf einer Aufnahme gut oder weniger gut aussehe, könne jeder Mensch unterschiedlich bewerten.
Für Vanessa Mai ging es deshalb um etwas anderes.
Die erste Version des Videos habe aus ihrer Sicht schlicht nicht die gewünschte emotionale Wirkung gehabt. Die Bilder passten nicht zu dem Gefühl, das der neue Song vermitteln sollte.
Damit war für sie eine Überarbeitung unvermeidbar.
Gerade bei einem Musikvideo kommt es schließlich nicht allein darauf an, dass einzelne Bilder schön aussehen. Entscheidend ist auch, ob sie mit Musik, Atmosphäre und Aussage des Songs zusammenpassen.
Und genau diese Verbindung fehlte Vanessa Mai offenbar in der ersten Fassung.
Deshalb nahm sie die zusätzliche Arbeit in Kauf.
Die Sängerin ließ die betreffenden Szenen erneut drehen und wartete anschließend auf die überarbeitete Version.
Das Ergebnis scheint sie inzwischen vollständig überzeugt zu haben.
Doch bis dahin war es ein deutlich längerer Weg als ursprünglich gedacht.
Die zweite Version überzeugt Vanessa Mai
Nach dem zusätzlichen Dreh konnte das Musikvideo schließlich in einer neuen Fassung fertiggestellt werden.
Und diesmal fällt Vanessa Mais Urteil deutlich positiver aus.
Im Podcast zeigt sie sich mit dem Ergebnis ausgesprochen zufrieden und bezeichnet den fertigen Clip als „so toll geworden“.
Damit scheint sich der zusätzliche Aufwand für die Sängerin und das gesamte Produktionsteam aus ihrer Sicht gelohnt zu haben.
Die Entscheidung, einen bereits produzierten Clip nicht freizugeben, war für Vanessa Mai zwar ungewöhnlich. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie genau die Sängerin offenbar darauf achtet, welche Wirkung ihre Musik nach außen entfaltet.
Statt einen Kompromiss einzugehen, wurde noch einmal nachgebessert.
Dabei mussten nicht nur die zusätzlichen Dreharbeiten organisiert werden. Auch die bereits vorhandenen Abläufe mussten entsprechend angepasst werden.
Für Vanessa bedeutete das nach einem ohnehin langen und anstrengenden Drehtag zusätzliche Arbeit.
Trotzdem hielt sie an ihrer Entscheidung fest.
Der Grund: Die Emotionen sollten stimmen.
Erst als die überarbeiteten Szenen das gewünschte Gefühl vermittelten, war die Sängerin bereit, das Video freizugeben.
Damit hat „Ich Fall in Love“ nun nicht nur einen neuen Song, sondern auch ein Musikvideo, hinter dem Vanessa Mai offenbar wirklich stehen kann.
Doch bei der Sängerin gibt es derzeit noch weitere Veränderungen.
Vanessa Mai zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden

Am Ende führte der ungewöhnliche Schritt offenbar genau zum gewünschten Ergebnis.
Vanessa Mai stoppte die erste Fassung, obwohl bereits viel Arbeit in das Musikvideo geflossen war. Sie ließ einzelne Szenen erneut aufnehmen und nahm damit bewusst weiteren Aufwand auf sich.
Für sie war entscheidend, dass die Bilder die richtige Stimmung und die gewünschten Gefühle vermitteln.
Dass es nicht um eine Unzufriedenheit mit ihrem Aussehen ging, stellte die Sängerin dabei ausdrücklich klar.
Nach der Überarbeitung ist die Situation nun eine ganz andere: Vanessa Mai zeigt sich begeistert von der fertigen Version.
„So toll geworden“, findet sie das Ergebnis inzwischen.
Damit dürfte der Ärger über den schwierigen Drehtag zumindest teilweise vergessen sein. Aus den zunächst problematischen Aufnahmen entstand schließlich ein Musikvideo, mit dem die Sängerin zufrieden ist.
Parallel dazu hat Vanessa Mai zuletzt auch andere Veränderungen erlebt. Unter anderem musste sie ihren Podcast beim SWR aufgeben.
Mit „Ich Fall in Love“ richtet sich ihr Fokus nun wieder stärker auf ihre Musik.
Und die Geschichte rund um das Video zeigt: Wenn Vanessa Mai mit einem Ergebnis nicht zufrieden ist, ist sie offenbar bereit, noch einmal von vorne anzusetzen – selbst wenn die Aufnahmen längst abgeschlossen sind.

