Volksmusikstar muss zweimal operiert werden – ‚Mir war plötzlich schwindelig

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Ein leichter Schlaganfall, eine kaputte Herzklappe – und trotzdem will Norbert Rier in wenigen Tagen noch einmal mit seinen Kastelruther Spatzen auf der Bühne stehen. Der 65-jährige Volksmusikstar spricht über Angst, Hoffnung und zwei riskante Eingriffe, die sein Leben verändern werden.

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Der Moment, in dem alles kippte

IMAGO / Bildagentur Monn
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Er stand früh morgens im heimischen Stall, als ihn schlagartig Schwindel überkam. Noch bevor er Hilfe rufen konnte, verschwamm ihm das linke Auge, die Beine zitterten – Norbert Rier wusste sofort, dass etwas Ernstes geschah.

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Im Krankenhaus bestätigten die Ärzte: ein leichter Schlaganfall im Juli. Sein Körper sendete die Alarmzeichen, die er als gestandener Südtiroler lange ignoriert hatte.

Bleibt nur die Frage: Was offenbarte die anschließende Untersuchung wirklich?

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Die erschütternde Diagnose nach dem Schock

Image: AI
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Beim MRT entdeckte das Ärzteteam nicht nur minimalen Hirnschaden, sondern vor allem eine beunruhigende Veränderung an Riers Herzklappe. Die Bioklappe aus Schweinegewebe, die ihm bereits 2017 eingesetzt wurde, arbeitet kaum noch.

„Mir war plötzlich schwindelig“, erzählt Rier – erst das Symptom, dann die doppelte Bedrohung. Plötzlich standen zwei Operationen im Raum, nicht nur eine.

Doch wie hart trifft es den Bauern und Musiker wirklich?

Zwei Eingriffe, ein schmaler Zeitplan

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Die Spezialisten in Innsbruck legen den OP-Plan fest: Mitte Oktober erhält Rier zuerst eine neue Herzklappe, kurz darauf folgt die Operation gegen einen schmerzhaften Leistenbruch. Beide Eingriffe bedeuten mehrere Wochen Klinikaufenthalt und Reha.

Rier bleibt kämpferisch: „Wenn alles klappt, starte ich im Februar wieder durch.“ Optimismus ja, aber der Zeitdruck ist enorm, denn nur Tage vor dem ersten Eingriff wartet noch ein ganz anderes Großereignis.

Was, wenn Bühne und Operationssaal gefährlich nah zusammenrücken?

Das Spatzenfest als letzte große Kür vor dem Skalpell

Image: AI
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Vom 10. bis 12. Oktober soll das legendäre Spatzenfest in Kastelruth stattfinden. Zehntausende Fans reisen an, Hotels sind ausgebucht, die Zelte längst aufgebaut. Rier möchte zumindest zur Eröffnung erscheinen – ein Triumph und Risiko zugleich.

Sein Sohn Alexander steht bereit, falls der Vater doch absagen muss. „Ich will meinen Leuten danken, bevor ich unters Messer gehe“, sagt der Sänger – ein Versprechen, das ihm Ärzte und Familie nur zähneknirschend erlauben.

Doch kann ein Volksmusikstar wirklich loslassen, wenn der Vorhang fällt?

Zwischen Bauernhof, Band und Reha

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Noch pflegt Rier seine Pferde am Tirlerhof und plant die Tour für 2026. Ärzte verordnen Schonung, doch der Alltag eines Landwirts lässt sich schwer pausieren.

Seine Bandkollegen proben bereits mit Ersatz-Frontmann, um Konzerte in Deutschland und der Schweiz nicht abzusagen. Die Doppelbelastung aus medizinischem Druck und beruflicher Verantwortung wiegt schwerer als jeder Herzklappenersatz.

Ob die Fans ihn bald wieder live erleben, hängt an mehr als nur einem chirurgischen Schnitt.

Hoffnung, Rückkehr – und ein Versprechen an die Fans

Image: AI
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Sollte alles gut gehen, will Rier im Februar beim traditionellen „Winterzauber“-Konzert in Meran zurück auf die Bühne. Ein Reha-Team begleitet ihn, um Atemtechnik, Ausdauer und Schlagzeugrhythmus zu trainieren.

„Ich komme stärker zurück – mit der Energie eines Wildschweins“, scherzt er und lächelt dabei ernsthaft. Bis dahin bleibt Norbert Rier vor allem eins: ein Mensch, der trotz Angst den Takt vorgibt – für sich, seine Musik und ein Publikum, das ihn nicht fallen lässt.

Und vielleicht ist gerade dieses Publikum am Ende die beste Medizin.

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